Parti radical de gauche

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Parti radical de gauche
Logo PRG.png
Sylvia Pinel par Claude Truong-Ngoc avril 2015.jpg
Partei­vorsitzende Sylvia Pinel
General­sekretär Guillaume Lacroix
Gründung 1972
Haupt­sitz 13, Rue Duroc – 75007 Paris
Aus­richtung linksliberal
Farbe(n) blau / gelb
Nationalversammlung 2017
3/577
Senat 2014
8/348
Europaabgeordnete
1/74
EP-Fraktion S&D
Website www.planeteradicale.org

Die Parti radical de gauche (PRG, dt. wörtlich Radikale Linkspartei) ist eine linksliberale politische Partei in Frankreich.[1] Das radical im Namen steht in Kontinuität zu historischen republikanischen, liberalen politischen Bewegungen in Frankreich.

Sie ist 1972 als Abspaltung der Parti républicain, radical et radical-socialiste entstanden. Die PRG, ursprünglich unter dem Namen Mouvement de la gauche radicale-socialiste (MGRS, dt. Bewegung der radikal-sozialistischen Linken) gegründet, von 1974 bis 1995 als Mouvement des radicaux de gauche (MRG, dt. Bewegung der radikalen Linken) und von 1995 bis 1998 als Parti radical-socialiste (PRS, dt. radikal-sozialistische Partei) agierend, hält eine gewisse Wählerschaft im Bürgertum und den traditionell radikalen Regionen Aquitaniens sowie auf Korsika, verdankt ihre parlamentarische Vertretung angesichts des in Frankreich geltenden Mehrheitswahlrechts aber Wahlbündnissen mit der Parti socialiste und anderen. Eine Episode blieb um die Mitte der 1990er Jahre der Versuch, sich unter Führung von Bernard Tapie mittels linkspopulistischer Positionen als politische Kraft neben den Sozialisten zu etablieren.[2] Die rund 12 Prozent der Liste „Energie Radicale“ bei der Europawahl 1994 waren nur ein einmaliger Erfolg.

Bei der Europawahl im Mai 2014 verhalf das Wahlbündnis mit den Sozialisten der PRG zu einem Mandat, das von Virginie Rozière wahrgenommen wird. Als Parteivorsitzende fungiert seit dem 17. Februar 2016 die frühere Ministerin für Wohnen und Regionalentwicklung Sylvia Pinel; Generalsekretär ist Guillaume Lacroix. Die Partei stellt in der 2017 gewählten Nationalversammlung drei Abgeordnete. Sie ist mit Annick Girardin als Ministerin für die Überseegebiete und Jacques Mézard als Minister für Landesentwicklung im Kabinett Philippe II vertreten; die beiden gehörten auch dem Kabinett Philippe I an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Udo Kempf: Das politische System Frankreichs. 4. Auflage, Wiesbaden 2007, S. 190.
  2. Florian Hartleb: Rechts- und Linkspopulismus. Eine Fallstudie anhand von Schill-Partei und PDS. Wiesbaden 2004, S. 21.