Militärbündnis

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Ein Militärbündnis ist ein zwischen verschiedenen Staaten geschlossenes Bündnis mit dem Zweck, militärisch zu kooperieren. Ein solches Bündnis kann materielle Bestimmungen etwa über die Koordination der Sicherheitspolitik, gemeinsame Manöver, den Austausch von Militärtechnik oder die Verpflichtung zu kollektiver Verteidigung umfassen, darüber hinaus aber auch formell eine Organisation wie NATO oder CSTO schaffen. Eine einzelne Bestimmung, die die Beistandspflicht im Bündnisfall begründet, wird Beistandsklausel genannt; sie kann auch in einem umfassenderen, nicht nur sicherheitspolitische Sachverhalte betreffenden Abkommen enthalten sein.

Frühere Bezeichnungen für ein Militärbündnis sind Symmachie, Allianz oder Beistandspakt, im Falle rein defensiver Ausrichtung (die heutzutage wegen des allgemeinen Gewaltverbots der UN-Charta die Regel ist) auch Schutz- und Trutzbündnis. Umgangssprachlich oder zu Propagandazwecken ist auch von Waffenbrüderschaft die Rede.

Größtes Militärbündnis der Erde ist die NATO (North Atlantic Treaty Organisation – Organisation des Nordatlantikvertrags). Ihr Sitz befindet sich in Brüssel, die militärischen Hauptquartiere sind das SHAPE (Supreme Headquarters Allied Powers in Europe) in Belgien und ACT (Allied Command Transformation) in Norfolk, Virginia, USA.

Karte einiger Militärbündnisse

Bestehende Militärbündnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Militärbündnisse nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Militärbündnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Ruge: Bündnisse in Vergangenheit und Gegenwart. Unter besonderer Berücksichtigung von UNO, NATO, EWG und Warschauer Pakt. Bernard & Graefe, Frankfurt am Main 1971, ISBN 3-7637-5105-X.
  • Katja Frehland-Wildeboer: Treue Freunde? Das Bündnis in Europa, 1714-1914 (= Studien zur internationalen Geschichte, Band 25). Oldenbourg, München 2010, ISBN 978-3-486-59652-6, S. 30f. (Überarbeitete Dissertation Universität Heidelberg 2007, 478 Seiten).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Anm: Artikelangaben beziehen sich auf eine Beistandspflicht.)

  1. 200 UNTS 3 (No. I-2691)
  2. 34 UNTS 243 (No. I-541), Art. 5
  3. 2702 UNTS 3 (No. I-47938), Art. 1 Nr. 49 (Art. 28a Abs. 7, seit 2012 Art. 42 Abs. 7 EUV)
  4. 2235 UNTS 79, 89 (No. I-39775)
  5. 1894 UNTS 309, 314 (No. I-32307), Art. 4
  6. 21 UNTS 77, 93 (No. I-324(a)), Art. 3; Vorläufer: Akte von Chapultepec vom 6. März 1945
  7. 70 UNTS 237 (No. II-241)
  8. Treaty of Joint Defense and Economic Cooperation Between the States of the Arab League, Art. 2
  9. 131 UNTS 83 (No. I-1736), Art. 5
  10. 177 UNTS 133, 154 (No. I-2315), Art. 4
  11. 238 UNTS 199, 202 (No. I-3363), Art. 3
  12. UNTS No. I-4707, I-5054, I-5055, I-5083, I-5084, I-5085, I-5115, I-5893
  13. 373 UNTS 179, 186 (No. I-5320), Art. 5
  14. 中朝友好合作互助条约, Art. 2
  15. vgl. 1571 UNTS 105 (No. I-27455)
  16. 1288 UNTS 131, 152 (No. I-21244)
  17. Treaty Establishing the Regional Security System, Art. 4
  18. 2217 UNTS 267, 271 (No. I-39431)
  19. 2896 UNTS 209, 245 (No. I-50517)
  20. UNTS Vol. 3158 (No. A-52885)
  21. Memorandum of Understanding on Nordic Defence Cooperation
  22. UNTS No. I-56239; Die Beistandsklausel im Aachener Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration (WD 2–3000–036/19)
  23. vgl. [2022] ATS 4 (Exchange of Naval Nuclear Propulsion Information)
  24. 219 UNTS 3, 24 (No. I-2962), Art. 4
  25. 19 UNTS 51 (No. I-304), Art. 4
  26. 211 UNTS 342 (No. A-304), Art. 5
  27. 209 UNTS 23, 28 (No. I-2819), Art. 4
  28. 211 UNTS 237 (No. I-2855), Art. 2
  29. 233 UNTS 199, 210 (No. I-3264)
  30. 248 UNTS 213 (No. I-3496), Art. 5
  31. 420 UNTS 145, 154 (No. I-6045), Art. 1
  32. 507 UNTS 149, 156 (No. I-7399), Art. 11
  33. Reichs- und Staats-Anzeiger Nr. 30 vom 3. Februar 1888