Dejan Terzic

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Dejan Terzic im Jazzclub Unterfahrt (München 2010)

Dejan Terzic (* 1970 in Banja Luka) ist ein deutscher Schlagzeuger des Modern Creative Jazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terzic, der mit seiner Familie nach Nürnberg zog, als er drei Jahre alt war, lernte ab dem sechsten Lebensjahr Klavier. Mit zwölf Jahren wechselte er ans Schlagzeug. Ab 1990 studierte er am Nürnberger Konservatorium, um dann bis bei Bill Elgart an der Hochschule für Musik Würzburg zu studieren. Zwischenzeitlich vertiefte er seine Studien in New York City bei Marvin Smitty Smith, Bill Stewart und Duduka da Fonseca und am Vermont Jazzcenter bei Jimmy Cobb und Attila Zoller.

Zwischen 1992 und 1995 war er Mitglied der von Dusko Goykovich geleiteten Bavarian First Herd und von 1993 bis 1996 auch des Bujazzo. Weiter gehörte er zum Quartett von Hubert Winter. Daneben gründete er 1994 mit Sebastian Strempel das Sunday Night Orchestra.

Ende der 1990er Jahre war er als Mitglied des Dusko Goykovich Quintetts und des Trios von Antonio Faraò international aktiv. Ab dem Jahr 2000 gehörte er zu den Bands von Bob Berg, Franco Ambrosetti und Enrico Rava, mit denen er auch aufnahm.

Weiterhin gehörte er zu den Gruppen von Johannes Enders, Nils Wogram, Jens Winther und Anke Helfrich. In seiner seit 2002 bestehenden Gruppe Underground (zunächst mit Chris Speed, Frank Möbus und Mark Helias) beschäftigt er sich mit Balkanmusik. Auch tourte er mit Sonny Fortune und ist Mitglied des Trio Rooms mit Hans Lüdemann und Sébastien Boisseau. Mit Hayden Chisholm, Achim Kaufmann und Ronny Graupe bildet er das Quartett Melanoia.

Seit 2008 ist er an der Hochschule der Künste Bern / Swiss Jazz School als Dozent für das Hauptfach Schlagzeug tätig.[1]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terzic, der auf mehreren internationalen Festivals als „bester Schlagzeuger“ ausgezeichnet wurde, war 1997 Träger des Kulturpreises der Stadt Nürnberg. 2004 erhielt er mit dem Sunday Night Orchestra den Bayerischen Kunstförderpreis.

Dejan Terzic (2007)
Photo Hreinn Gudlaugsson

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung zur Berufung