Der Augenjäger

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Der Augenjäger ist der achte Psychothriller des deutschen Schriftstellers Sebastian Fitzek aus dem Jahr 2011 und beinhaltet die Geschichte eines grausamen Serienmörders.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein sadistischer Besucher, der namentlich nicht genannt wird, konfrontiert die alkoholabhängige Johanna Strom in einer psychosomatischen Klinik anhand von Fotos damit, dass ihre Tochter entführt und gefoltert wird. Damit quält er die Mutter, die vom Leben so stark gezeichnet ist. Im zweiten Handlungsstrang ist Alexander Zorbach immer noch auf der Jagd nach dem „Augensammler“ und macht schließlich sein Versteck auf einem Gastanker ausfindig. Doch dort findet ein Einsatzkommando nicht den entführten Julian, Alexanders Sohn, sondern nur Kisten. In einer befindet sich eine Waffe. Frank Lahrmann, der „Augensammler“, ruft Zorbach daraufhin auf seinem Mobiltelefon an. Er zwingt ihn sich selbst in den Kopf zu schießen, damit sein Kind weiterleben kann, was Zorbach in die Tat umsetzt. Die Handlung setzt dann sieben Wochen später wieder ein. Die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev soll auf Veranlassung von Kommissar Stoya in der geschlossenen Abteilung des Gefängniskrankenhauses den Augenchirurgen, Dr. Zarin Suker, befragen, beziehungsweise sie soll durch telepathische Fähigkeiten und Berührung herausfinden, wer das nächste Opfer sein wird. Dr. Suker ist ein weltweit anerkannter Spezialist in der Augenchirurgie, führt allerdings ein kriminelles Doppelleben. Er ist ein brutaler Serienvergewaltiger, der nachts Frauen gefügig macht, sie unter seine Kontrolle bringt und ihnen ohne Narkose mit einem Skalpell die Augenlider entfernt, damit sie die Gewaltanwendung bewusst miterleben. Der Täter „öffnet ihnen damit buchstäblich die Augen“, so die kranke Wahrnehmung des Arztes. Die Frauen überleben die Attacke, sind danach jedoch so stark verstört, dass sie Selbstmord begehen. Dr. Suker befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und seine Freilassung aus Mangel an Beweisen (keine Fingerabdrücke und keine DNS-Spuren) steht unmittelbar bevor. Das einzige Opfer, welches die Vergewaltigung überlebt hat und Dr. Suker als Kronzeugin belasten könnte, ist spurlos verschwunden[1]. Der Chirurg muss freigelassen werden und kann seinen triebhaften Neigungen weiter nachgehen.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Zorbach: Polizeireporter (36 Jahre)
  • Julian Zorbach: sein Sohn
  • Alina Gregoriev: Physiotherapeutin (26 Jahre)
  • Dr. Zarin Suker: Augenchirurg (58 Jahre)
  • Phillip Stoya: Polizeikommissar
  • Mike Scholokowsky: Polizist
  • Johanna Strom: missbrauchte Ehefrau

Sprachstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen …“

Sebastian Fitzek: Klappentext aus Der Augenjäger. Droemer, München 2011, ISBN 978-3-426-19881-0.

„Milde dreizehn Grad, leicht bewölkter Himmel, ein sanfter Septemberwind. Johanna Strom liebte dieses Wetter. Genau das Richtige, um zu sterben.“

Sebastian Fitzek: Der Augenjäger. Droemer, München 2011, ISBN 978-3-426-19881-0. S. 12

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es geht in diesem gut recherchierten Thriller, der in einer düsteren Stimmung gehalten ist und sich durch Komplexität und Vielschichtigkeit auszeichnet, um extreme Gewalt, grauenvolle Verbrechen und unerwartete Wendungen, sogenannten Twists, die der Geschichte immer wieder eine neue Richtung geben. Der Roman baut wie seine Vorgänger einen starken Spannungsbogen auf und animiert durch Pageturner viele Leser zum Weiterlesen. Der Stil wird als Achterbahn der Gefühle[2], gespickt mit sich überschlagenden Ereignissen, beschrieben.

Einordnung in das Werk des Autors[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Kinder befreit. Täter gesteht. Aber das Morden geht weiter.“, dieser Zeitungsartikel beschreibt in Kurzform die Handlung. Der Augenjäger ist die indirekte Fortsetzung des offenen Endes aus dem ersten Band, Der Augensammler, welche die Schicksale der zuvor eingeführten Charaktere weiterführt.

Textausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sebastian Fitzek: Der Augenjäger. Vorablesen
  2. Krimi-Couch Der Augenjäger