Detelin Dalakliew

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Detelin Dalakliew Boxer
Detelin Dalakliew

Detelin Dalakliew

Daten
Geburtsname Детелелин Далаклиев
Gewichtsklasse 60 kg
Nationalität Bulgarisch
Geburtstag 18. Februar 1983
Geburtsort Plewen
Größe 1,71
Detelin Dalakliew
Medaillenspiegel

Boxen

BulgarienBulgarien Bulgarien
EU-Meisterschaften
0Gold0 2004 Madrid Bantamgewicht
0Gold0 2005 Cagliari Bantamgewicht
0Gold0 2007 Dublin Bantamgewicht
0Gold0 2009 Mailand Bantamgewicht
Europameisterschaft
0Bronze0 2004 Pula Bantamgewicht
0Silber0 2006 Plowdiw Bantamgewicht
0Silber0 2008 Liverpool Bantamgewicht
Weltmeisterschaft
0Bronze0 2003 Bangkok Bantamgewicht
0Gold0 2009 Mailand Bantamgewicht

Detelin Dalakliew (bulgarisch Детелелин Далаклиев, englische Transliteration Detelin Dalakliev; * 18. Februar 1983 in Plewen) ist ein bulgarischer Boxer. Dalakiev war Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften 2003 und der Boxeuropameisterschaften 2004, Silbermedaillengewinner der Europameisterschaften 2006 und 2008, Weltmeister 2009 und Teilnehmer der Olympischen Spiele 2004 in Athen und 2012 in London. Seit 2010 kämpft er für Memphis Force in der World Series of Boxing.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detelin Dalakliew, der als Jugendlicher mit dem Boxen begann, beherrschte fast ein Jahrzehnt lang das Boxgeschehen in Bulgarien im Bantamgewicht. Er gehörte dem Boxklub BK Levski-Luchano Sofia an. Er boxte während seiner gesamten Laufbahn im Bantamgewicht, der Gewichtsklasse bis 54 kg Körpergewicht, wobei er mit einer Größe von 1,70 Metern für diese Gewichtsklasse außergewöhnlich groß war.

Nach dem Gewinn der bulgarischen Juniorenmeisterschaft 2001 vertrat er sein Land bei der Junioren-Europameisterschaft in Sarajevo. Sies war sein erster Start bei einer internationalen Meisterschaft. Er schnitt dabei gleich sehr erfolgreich ab, denn hinter dem Russen Gennadi Kowaljow und dem Ukrainer Roman Nikolow gewann er die EM-Bronzemedaille.

2002 wurde Detelin Dalakliew erstmals bei einer internationalen Meisterschaft der Senioren eingesetzt. Er schlug sich dabei bei der Europameisterschaft im russischen Perm hervorragend und erreichte im Bantamgewicht einen guten fünften Platz.

Im Jahre 2003 wurde er mit einem Sieg über Karen Musaelian bulgarischer Meister bei den Senioren. Bei der Weltmeisterschaft des gleichen Jahres in Bangkok gelang ihm gleich ein weiterer großer Erfolg, denn er gewann dort mit Siegen über Ali Hallab aus Frankreich, Taillab Kapiealiew aus Kirgisistan u. Thongdang Klongjan aus Thailand und einer Niederlage im Halbfinale gegen Ağası Məmmədov aus Aserbaidschan wiederum eine Bronzemedaille.

Im Jahre 2004 kam bei der Europameisterschaft in Pula gleich ein weiterer Erfolg hinzu: Dalakliew gewann erneut eine Bronzemedaille. Im Halbfinale wurde er dabei von Gennadi Kowaljow geschlagen, gegen den er bereits bei der Junioren-Europameisterschaft 2001 verloren hatte. 2004 gelang ihm dann bei der Meisterschaft der Europäischen Union in Madrid ein Titelgewinn. Er besiegte dabei im Halbfinale Ali Hallab und im Finale Zsolt Bedák aus Ungarn. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gelang ihm ein Sieg über Abel Aferalign aus Äthiopien. Im Achtelfinale unterlag er allerdings gegen Ağası Məmmədov, womit er ausschied und mit den Verlierern im Achtelfinale auf den 9. Platz kam.

Im Jahre 2005 wiederholte Dalakliew in Cagliari seinen Erfolg bei der Meisterschaft der Europäischen Union aus dem Vorjahr. Er siegte dort im Endkampf über Daniel Enache aus Rumänien durch Abbruch in der zweiten Runde. Bei der Weltmeisterschaft dieses Jahres in Mianyang verlor er aber gleich seinen ersten Kampf in der Runde der letzten "32" gegen den US-Amerikaner Gary Russell junior und kam deshalb mit allen Verlierern dieser Runde nur auf den 17. Platz.

Bei der Europameisterschaft 2006 in Plowdiw kämpfte sich Dalakliew mit Siegen über Tschawazi Tschatsigow aus Weißrussland, Ali Hallab (46:43 Punkte), Joseph Murray aus England und Mirsad Ahmeti aus Kroatien bis in das Finale vor. In diesem war es ihm aber nicht vergönnt, Europameister zu werden, denn er unterlag dem Russen Ali Alijew nach Punkten (24:36 Punkte).

2007 kam er beim Chemie-Pokal in Halle (Saale) ebenfalls bis ins Finale, in dem er dem deutschen Routinier Rustam Rachimow nach Punkten unterlag. Danach holte er sich in Dublin mit einem Sieg über Denis Makarov aus Deutschland zum dritten Mal den Sieg bei der EU-Meisterschaft. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago erging es ihm aber wie bei der Weltmeisterschaft 2005. Er verlor dort wiederum in der Runde der letzten "32" gegen Ali Hallab und kam deshalb wiederum nur auf den 17. Platz.

Da er sich damit nicht für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert hatte, versuchte er zu Beginn des Jahres 2008, sich bei Turnieren in Pescara und in Athen für die Spiele zu qualifizieren. Beide Male misslang ihm dies allerdings. In Pescara kam er nach einer Niederlage gegen John Nevin aus Irland auf den 9. Platz und in Athen verlor er wiederum gegen Ali Hallab und kam damit nur auf den 5. Platz. Beide Platzierungen reichten nicht für eine Olympiaqualifikation.

Nach dieser Enttäuschung raffte er sich aber im Herbst des Jahres 2008 noch einmal auf und erreichte bei der Europameisterschaft in Liverpool mit Siegen über Dennis Ceylan aus Dänemark, Martin Parlagy aus der Slowakei und Andrew Selby aus Wales noch einmal das Finale. Es wurde aber erneut nicht Europameister, denn in diesem Finale unterlag er dem Einheimischen Luke Campbell nach Punkten. Diese Niederlage war allerdings äußerst knapp, denn bei Punktgleichstand von 5:5 bei Kampfesende entschieden die sogenannten Hilfspunkte zugunsten von Campbell.

2009 gelang Detelin Dalakliew bei der Weltmeisterschaft in Mailand dann der größte Erfolg in seiner bisherigen Laufbahn. Er wurde dort mit sechs Siegen Weltmeister im Bantamgewicht. Bemerkenswert war dabei vor allem sein überlegener Sieg im Halbfinale über den Kubaner Yankiel León. Im Endkampf bezwang er den Russen Eduard Absalimow knapp mit 5:3 Treffern.

Mit diesem Erfolg im Rücken gewann Dalakliew 2010 ein Turnier in Yambol sowie souverän die bulgarische Meisterschaft, enttäuschte aber bei den Europameisterschaften in Moskau, da er bereits im ersten Kampf gegen den Türken Furkan Meniz Ulas ausschied (2:0).

Auch bei den Europameisterschaften 2011 in Ankara wurde Dalakliew mit Siegen über Rahim Najafov, Aserbaidschan (16:11), und Dennis Ceylan, Dänemark (18:12) und einer Viertelfinalniederlage aufgrund einer Verletzung gegen Veaceslav Gojan, Moldawien nur 5. Bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr belegte er nach Siegen über Dawid Michelus, Polen (17:9) und Omurbek Malabekov, Kirgisistan (16:14) und einer Niederlage gegen den späteren Vizeweltmeister aus England Luke Campbell (12:8), ebenfalls den 5. Platz und sicherte sich damit einen Quotenplatz bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

Zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele nahm Dalakliew an zwei Turnieren mit Beteiligung weiterer Olympiateilnehmer in Sofia und Belgrad teil, wobei er u.a. gegen Ibrahim Balla, Australien (11+:11) gewann und gegen den Weltmeister von 2011 aus Kuba, Lázaro Álvarez verlor (15:8).

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
2001 3. Junioren-WM in Sarajevo Bantam hinter Gennadi Kowaljow, Russland u. Roman Nikolow, Ukraine
2002 5. EM in Perm Bantam hinter Tschawazi Tschatsigow, Weißrussland, Gennadi Kowaljow, Waldemar Cucereanu, Rumänien u. Ali Hallab, Frankreich
2003 3. Chemie-Pokal in Halle (Saale) Bantam hinter Guillermo Rigondeaux, Kuba u. Waldemar Cucereanu, Rumänien
2003 1. "Hakija-Turajlic"-Turnier in Sarajevo Bantam vor Alija Mohamed, Mazedonien
2003 1. "Albena"-Turnier in Albena/Bulgarien Bantam vor Karen Musaelian, Bulgarien
2003 2. "Strandjata"-Turnier in Plowdiw Bantam hinter Guillermo Rigondeaux, vor Serwin Suleimanow, Ukraine u. Andrzej Liczik, Polen
2003 3. WM in Bangkok Bantam mit Siegen über Ali Hallab, Frankreich, Taillab Kapiealiew, Kirgisistan u. Thongdnag Klongjan, Thailand u. einer Niederlage gegen Ağası Məmmədov, Aserbaidschan
2004 3. EM in Pula Bantam hinter Gennadi Kowaljow, Russland u. Ali Hallab, Frankreich, gemeinsam mit Andrzej Liczik
2004 1. EU-Meisterschaft in Madrid Bantam vor Zsolt Bedák, Ungarn, Ali Hallab und Bogdan Dobrescu, Rumänien
2004 9. OS in Athen Bantam mit einem Sieg über Abel Aferalign, Äthiopien u. einer Niederlage gegen Ağası Məmmədov, Aserbaidschan (16:35)
2005 1. "Strandjata"-Turnier in Plowdiw Bantam mit einem Sieg im Finale über Eduard Absalimow, Russland
2005 3. Chemie-Pokal in Halle (Saale) Bantam hinter Guillermo Rigondeaux u. Bahodirjon Sultanow, Usbekistan
2005 1. EU-Meisterschaft in Cagliari Bantam mit einem Abbruchsieg in der 2. Runde im Finale über Daniel Enache, Rumänien
2005 17. WM in Mianyang/China Bantam nach einer Niederlage gegen Gary Russell junior, USA
2006 2. "Strandjata"-Turnier in Plewen Bantam nach einer Niederlage im Finale gegen Arzubek Schajimow, Usbekistan
2006 1. Bee-Gee-Turnier in Helsinki Bantam mit einem Sieg im Finale über Yang Bo, China
2006 2. Chemie-Pokal in Halle (Saale) Bantam nach einer Niederlage im Finale gegen Enchbatyn Badar-Uugan, Mongolei
2006 2. EM in Plowdiw Bantam mit Siegen über Tschawazi Taschsigow, Weißrussland, Ali Hallab (46:43), Joseph Murray, England u. Mirsad Ahmeti, Kroatien u. einer Niederlage gegen Ali Alijew, Russland
2007 2. "Strandjata"-Turnier in Plowdiw Bantam nach einer Niederlage im Finale gegen Ilja Maximow, Russland
2007 1. Bee-Gee-Turnier in Helsinki Bantam mit einem Sieg im Finale über Ryan Lindberg, Irland
2007 5. "Golden-Belt"-Turnier in Constanța Bantam nach einer Niederlage im Viertelfinale gegen Krzysztof Rogewski, Polen
2007 1. EU-Meisterschaft in Dublin Bantam mit einem Sieg im Finale über Denis Makarov, Deutschland
2007 2. Chemie-Pokal in Halle (Saale) Bantam nach einer Niederlage im Finale gegen Rustam Rachimow, Deutschland
2007 17. WM in Chicago Bantam nach einer Niederlage gegen Ali Hallab
2008 3. "Strandjata"-Turnier in Plowdiw Bantam nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Kanat Abutalipow, Russland
2008 9. Olympia-Qualif.-Turnier in Pescara Bantam nach einem Sieg über Tschawazi Tschatsigow u. einer Niederlage im Achtelfinale gegen John Joe Nevin, Irland
2008 5. Olympia-Qualif.-Turnier in Athen Bantam nach einem Sieg über Nebojsa Rosic, Bosnien und Herzegowina u. einer Niederlage im Viertelfinale gegen Ali Hallab
2008 2. EM in Liverpool Bantam mit Siegen über Dennis Ceylan, Dänemark, Martin Parlagy, Slowakei u. Andrew Selby, Wales u. einer Niederlage gegen Luke Campbell, England
2009 3. Strandja-Turnier in Plowdiw Fliegen mit Punktsiegen über Batsuren Battulga, Mongolei (5:1) u. Salomo N’tuve, Schweden (2:0) u. einer Punktniederlage gegen Alexandar Alexandrow, Bulgarien (1:2)
2009 1. WM in Mailand Bantam mit Punktsiegen über Tran Quoc Viet, Vietnam (8:0), Andrew Selby, Wales (3:0), Mehmet Topcakan, Türkei (7:1), Tulashboy Donijorow, Usbekistan (3:1), Yankiel León, Kuba (5:0) und Eduard Absalimow, Russland (5:3)

Anm.: OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, EU = Europäische Union, Fliegengewicht, bis 51 kg, Bantamgewicht, bis 54 kg Körpergewicht

Bulgarische Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(soweit bekannt)

Jahr Platz Gewichtsklasse Ergebnis
2003 1. Bantam mit Punktsieg über Karen Musaelian
2004 1. Bantam mit Abbruchsieg über Ilja Filipow
2008 1. Bantam mit Abbruchsieg über Nikolai Atanassow
2011 1. Bantam mit Punktsieg über Elian Dimitrov

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Website www.amateur-boxing.strefa.pl
  • Fachzeitschrift Box Sport

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]