Il mondo della luna (Haydn)

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Werkdaten
Titel: Die Welt auf dem Monde
Originaltitel: Il mondo della luna
Form: Komische Oper
Originalsprache: Italienisch
Musik: Joseph Haydn
Libretto: nach Carlo Goldoni
Uraufführung: 3. August 1777
Ort der Uraufführung: Eisenstadt
Spieldauer: ca. 2 ½ Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Venedig um 1750
Personen
  • Buonafede, ein reicher Kaufmann (Bass)
  • Clarissa, seine Tochter (Sopran)
  • Leandro, deren Liebhaber (Tenor)
  • Cecco, dessen Diener (Tenor)
  • Der Doktor aus Bologna (Bariton)
  • Lisetta, Hausverwalterin (Alt)
  • Vier Spaßmacher (Tenöre und Bässe)
  • Vier Marionetten (Sopran und Bariton)

Il mondo della luna (deutsch: Die Welt auf dem Monde) ist eine Komische Oper (Dramma giocoso) in drei Akten von Joseph Haydn. Ihr Libretto (den Text) verfasste Carlo Goldoni nach manchen Quellen. Nach anderen Quellen bearbeite lediglich ein Unbekannter ein Libretto, das Carlo Goldoni für den Komponisten Baldassare Galuppi geschrieben hatte. Die Oper wurde am 3. August 1777 im Schloss Esterházy in Eisenstadt uraufgeführt. Sie wurde von Mark Lothar 1931 zu einer Oper in einem Vorspiel und zwei Akten neugestaltet. Diese Fassung wurde am 20. März 1932 in Schwerin uraufgeführt. Da sich diese Fassung auf deutschen Bühnen weitestgehend durchgesetzt hat, behandelt sie der folgende Artikel. Ihre Ouvertüre verwendete Haydn mit leicht verändertem Schluss als 1. Satz seiner 63. Sinfonie.

Orchester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Je zwei Flöten, Oboen, Fagotte, Hörner, Trompeten, eine Pauke, ein Cembalo und Streicher

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der junge Leandro ist bis über beide Ohren in Clarissa verliebt, die Tochter des reichen Kaufmanns Buonafede. Buonafede lehnt aber Leandros Werben kategorisch ab. Leandros Diener Cecco hat glücklicherweise einen Doktor aus Bologna kennengelernt, der ihm Hilfe verspricht.

Buonafede liebt es, nachts den Himmel zu beobachten, besonders den Mond. Er wüsste allzu gerne, wie es sich wohl dort leben lässt. Da kommt ihm der Doktor aus Bologna gerade recht, der ihm ein Fernrohr verkaufen möchte, mit dem er auf dem Mond die kleinsten Details erkennen kann. Was er sieht überrascht ihn. Der Doktor hakt nach und erklärt, er könne auf den Mond fliegen. Falls Buonafede mitkommen wolle, sei er willkommen. Buonafede ist von dem Plan begeistert und stimmt zu. Ihm gibt der Doktor heimlich einen Schlaftrunk. Als der Schflaftrunk wirkt, wird Buonafede in des Doktors Garten verfrachtet.

Dort erzeugt eine Maschine erzeugt Blitz und Donner. Buonafede erwacht. Jetzt wird ihm vorgegaukelt, er befinde sich auf dem Mond. Doch auf dem Monde ist alles andere als schön. Buonafede muss mit ansehen, wie ein verliebtes Paar bösen Mächten entflieht und dabei getrennt wird. Das verzweifelte Mädchen stürzt sich in den Mondfluss. Als ihr Geliebter hinzukommt und fühlt, dass er seine Liebste nicht mehr retten kann, wird er wahnsinnig.

Dieses Theater hätte eigentlich bezwecken sollen, dass Buonafede gerührt wird und dem jungen Paar seinen Segen erteilt, aber Buonafede ist alles andere als gerührt. Darüber gerät Cecco, der den Beherrscher des Mondes spielt, derart aus seiner Rolle, dass Buonafede den Schwindel erkennt. Jetzt ist er noch unversöhnlicher als vorher. Erst als ihm klargemacht wird, dass er von der ganzen Stadt als Trottel verlacht würde, falls die Wahrheit ans Licht käme, lässt er sich umstimmen, sodass dem Happy End nichts mehr im Wege steht.

Tonträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]