Kammeroper München

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Die Kammeroper München ist ein freies Münchner Opernensemble mit wechselnden Spielstätten, das 2003 von Christophe Gördes, Dominik Wilgenbus und Alexander Krampe gegründet wurde.

Konzept[Bearbeiten]

Markenzeichen sind zum einen die musikalischen Arrangements für das meist 10-12köpfige Orchester von Alexander Krampe und die Übersetzungen von Dominik Wilgenbus, die sich mit Witz und Charme dem Geist der Originale verpflichtet fühlen.

Die Inszenierungen setzen neben dem poetischen Einsatz einfacher Mittel vor allem auf die komödiantischen Qualitäten der jungen Sängerinnen und Sänger.

Ziel ist es, jährlich mindestens zwei neue Produktionen zu realisieren, Erfolgsproduktionen aus dem Repertoire wieder aufleben zu lassen und weiterhin die stimmliche wie darstellerische Ausnahmequalität der jungen Sänger in den Mittelpunkt zu stellen. Die Kooperation mit bemerkenswerten Gastmusikern wird ebenfalls fortgesetzt.

Ensemble[Bearbeiten]

Die Kammeroper München besetzt ihre Produktionen mit jungen, hervorragenden Gesangstalenten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und hat sich damit zu einer Kaderschmiede für junge Sänger am Beginn ihrer Karriere entwickelt. Besonderes Gewicht hat der Sängernachwuchs aus München, Augsburg, Nürnberg und Würzburg durch die enge Zusammenarbeit mit den dortigen Musikhochschulen.

Das Orchester setzt sich aus freien Musikern zusammen, die sich neben der Tätigkeit an Münchens Bühnen und Orchestern speziell für diese Art von Kunst zusammengeschlossen haben.

Repertoire[Bearbeiten]

Über die eigentlichen Opernaufführungen hinaus bilden Konzertprojekte mit Sänger(inne)n wie Günther Groissböck, Juliane Banse, Waltraud Meier oder Robert Gambill Höhepunkte, die meist in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz stattfinden.

Spielstätten[Bearbeiten]

Neben wechselnden Aufführungsorten in München, etwa dem Cuvilliés-Theater, wird der Hubertussaal in Schloss Nymphenburg seit 2008 regelmäßig bespielt. Als Winterquartier hat sich in den vergangenen Jahren das Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz herausgebildet. Die Kammeroper München hat sich auch außerhalb Münchens einen Namen gemacht, das Ensemble tritt mittlerweile auf Festivals, Veranstaltungen und Gastspielen im gesamten deutschsprachigen Raum auf.

Finanzierung[Bearbeiten]

Die Kammeroper München arbeitet mit bescheidensten Mitteln. Da es keine regelmäßigen öffentlichen Förderungen gibt, setzt sie stark auf die Unterstützung der wachsenden Zahl ihrer Bewunderer und Förderer. Dazu gehören vor allem ihr engagierter Freundeskreis sowie unter anderen der Bezirk Oberbayern, die Freunde des Nationaltheaters München, die Offensive Zukunft Bayern und MünchenMusik.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Münchner Merkur: "Schubert hätte es so gewollt" Premierenkritik vom 23. August 2014
  • Abendzeitung: "Reizende Wiedergeburt" Premierenkritik vom 23. August 2014
  • Süddeutsche Zeitung: "Wer bin ich?" und "Fremd bin ich eingezogen" vom 21. August 2014
  • Neue Musikzeitung: "Zurück zum unverkrampften Spiel".
  • Süddeutsche Zeitung: "Der Selbermacher".
  • Focus: "Dreigroschen Au-pair".