Die besten Jahre (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher TitelDie besten Jahre
Originaltitelthirtysomething
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)1987–1991
Länge60 Minuten
Episoden85 in 4 Staffeln
GenreDrama
IdeeMarshall Herskovitz,
Edward Zwick
MusikW. G. Snuffy Walden,
Stewart Levin
Erstausstrahlung29. September 1987 (USA) auf ABC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
27. Oktober 1991 bis 05.07.1992 (35 Episoden; Das Erste); 10. August 1995 bis 04. Juli 1996 (13 Episoden; NDR); 21. August 1995 bis 20. Mai 1996 (37 Episoden; HR) auf Das Erste
Besetzung

Die besten Jahre (Originaltitel thirtysomething) ist eine von Marshall Herskovitz und Edward Zwick geschaffene US-amerikanische Fernsehserie, die von 1987 bis 1991 auf ABC lief und 1988 einen Emmy und einen Golden Globe gewann. In Deutschland, wo die Serie im Ersten ausgestrahlt wurde, war sie weniger erfolgreich.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Steadman, der eine Werbeagentur betreibt, und seine Frau Hope Murdoch, die vor kurzem ihre Tochter Janey bekommen haben, leben in Philadelphia. Hope hat ihre Karriere als Autorin unterbrochen, um Zeit für ihre Tochter zu haben. Michaels Arbeitskollege Elliot Weston ist mit Nancy verheiratet, die beiden haben zwei Kinder, Ethan und Britanny. Hopes beste Freundin ist die Beamtin Ellyn Warren, weitere Charaktere sind die Fotografin Melissa Steadman als Michaels Cousine und der College-Professor Gary Shepherd. Im Verlauf der Sendung bekommen Michael und Hope ein zweites Baby, Nancy bekommt Krebs, Michael und Elliotts Agentur macht Konkurs und sie werden Angestellte bei einem anderen Unternehmen.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Timothy Busfield: Elliot Weston (drei Emmys, 1988–1990)
  • Patricia Wettig: Nancy Weston (drei Emmys, 1988, 1990, 1991)
  • Luke Rossi: Ethan Weston
  • Jordana Shapiro: Brittany Weston

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie gilt bis heute als eine der bahnbrechendsten der US-Fernsehgeschichte und ist in vielen Best-of-Listen enthalten, erzeugte aber immer auch Kontroversen. Die Feministin Susan Faludi führte die Serie in ihrem mit dem National Book Critics Circle Award gekrönten Buch Backlash (1991) als Paradebeispiel von Emanzipationsfeindlichkeit und Verherrlichung der Hausfrauen an („in TV shows like ‚thirtysomething‘, where the single women are pitiful and the wife and mother, saintly“).[1] Die linke New York Times hält es 2009 für eine der bemerkenswertesten Wirkungen der Sendung, erstmals konsequent Kindererziehung in einer Serie diskutiert zu haben. Die Zeitung wundert sich angesichts der von ihrem Mann betrogenen und krebskranken Nancy, wie die Sendung je als Familienidyll aufgefasst werden konnte („it is impossible to watch the series and think that it glamorized marriage as a sacrosanct alternative“).[2]

Ausstrahlung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem 27. Oktober 1991 und dem 5. Juli 1992 zeigte das Erste jeweils am späten Sonntag Abend insgesamt 35 Episoden aus den Staffel 1 bis 3. Für den mangelnden Erfolg wird zum Teil die unübersichtliche Ausstrahlungspraxis verantwortlich gemacht: Zum Teil wurden einzelne Episoden übersprungen, die gesendeten entsprachen nicht immer der chronologischen Reihenfolge der US-Erstausstrahlung. Ab Frühjahr 1993 begannen die Dritten Programme mit der Ausstrahlung der Serie. Dabei wurden zunächst nur die 35 Episoden gesendet, die bereits im Ersten zu sehen waren. Ab Sommer 1995 nahmen die Dritten Programme die Serie erneut in ihr Programm auf. Nun wurden erstmals weitere Episoden in deutscher Erstausstrahlung gesendet. Einige Dritte Programme (zum Beispiel der Hessische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk) setzten die Ausstrahlung an der Stelle in der Mitte von Staffel 3 fort, an der sie beim ersten Durchlauf endete. Andere Dritte Programme (zum Beispiel der Norddeutsche Rundfunk und der Westdeutsche Rundfunk) begannen die Ausstrahlung erneut ab der ersten Folge und zeigten erstmals auch die ursprünglich übersprungenen Episoden. Deswegen wurden zwischen August 1995 und Mai 1996 vereinzelte Episoden im selben Zeitraum auf zwei unterschiedlichen Sendern erstausgestrahlt, nämlich im Programm des Hessischen Rundfunks als auch im Programm des Norddeutschen Rundfunks. Bundesweit komplett war die Serie zwischen Januar 2004 und September 2005 noch einmal im Ersten zu sehen. Allerdings lag der Sendeplatz in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 2.00 Uhr, oftmals begann die Serie dabei auch wesentlich später als angekündigt auf Grund von Live-Übertragungen im Hauptabendprogramm. Im September 2016 erfolgte die Premiere im Pay-TV: RTL Passion sendete die Serie komplett im täglichen Vorabendprogramm. Erstmals erfolgte dabei eine Ausstrahlung im 16:9-Bildformat und es wurde der US-Originalvorspann verwendet und auf die Einblendung der deutschen Episodentitel verzichtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Baltimore Sun
  2. NY Times 2009