Donnerberg (Stadtteil)

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Donnerberg
Koordinaten: 50° 46′ 48″ N, 6° 14′ 20″ O
Höhe: 287 m ü. NHN
Einwohner: 5600
Eingemeindung: 1. Januar 1935
Karte
Blick vom Fettberg auf Unterstolberg und Donnerberg (im Hintergrund) mit dem Sender
Panorama Stolberg Donnerberg

Donnerberg ist ein nordöstlicher Stadtteil von Stolberg (Rhld.) in der Städteregion Aachen mit rund 5.600 Einwohnern. Seinen Namen erhielt er von dem Donnerberg genannten Höhenrücken, der das Vichttal im Osten begrenzt und an seinem höchsten Punkt 287,3 m ü. NHN[1] misst. Bis zur kommunalen Neugliederung 1972 war er der höchste Punkt Stolbergs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stolberg/Donnerberg um 1900

Das Gebiet des heutigen Stadtteils gehörte spätestens seit dem 18. Jahrhundert zu Eschweiler. Bei der amtlichen Volkszählung am 1. Dezember 1905 war Donnerberg/Duffenter mit 1.471 Einwohnern neben Innenstadt/Röthgen, Bergrath, Röhe und Pumpe-Stich/Aue einer der fünf Stadtteile. Am 6. Oktober 1907 wurde der Neubau der Rektoratskirche St. Josef eingeweiht und am 22. Juli 1917 konsekriert. Bei der amtlichen Volkszählung am 1. Oktober 1910 war Donnerberg eine der sechs katholischen Pfarrgemeinden Eschweilers: hier lebten 1.473 Menschen (1.422 römisch-katholischer und 51 evangelischer Konfession). Da der Eschweiler Bürgermeister 1925 gegen die Einbeziehung der Donnerberger Pfarre St. Josef in das neu gegründete Dekanat Stolberg protestierte, kam sie erst nach der Eingemeindung des Stadtteils nach Stolberg am 1. Januar 1935 hinzu.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Donnerberg stark zerstört. Die Kirche St. Josef musste nach dem Krieg neu errichtet werden, erst am 26. Juli 1953 wurde dazu der Grundstein gelegt. Konsekriert wurde die neue Kirche dann am 20. Januar 1954. Flüchtlinge und Vertriebene begannen Ende der 1940er Jahre mit dem Bau der Donnerberger Siedlung.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Joseph und Sendemast

Der Westdeutsche Rundfunk WDR betreibt auf einer großen Freifläche neben der Kirche seit 1951 eine Sendeanlage für MW, die heute UKW und Fernsehen ausstrahlt. 1993 wurde der Sendemast durch einen 231 m hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast mit einem Querschnitt von 176 cm ersetzt.

Auf der Höhenstraße, der Hauptstraße des Ortes, befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule. Die Pfarre betreibt einen Dritte Welt-Laden. Am Trockenen Weiher liegen der Sportplatz Krakau mit Tennisplätzen sowie eine Reitanlage. Unmittelbar hinter der nordöstlichen Stadtgrenze beginnt der Eschweiler Stadtwald, im Nordwesten liegt die Donnerberg-Kaserne.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karnevalsverein De Wenkbülle (= Die Windbeutel) Donnerberg e.V. 1952
  • Männer-Gesang-Verein der Siedlergemeinschaft Donnerberg 1967 eV
  • Trompetenbläser Donnerberg
  • St. Michael-Schützenbruderschaft 1881 Donnerberg
  • TSV Donnerberg e. V. (Fußballverein)
  • Kulturverein City Starlightse.V.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Donnerberg - Topographische Karte 1:2000. In: TIM-online (Topographisches Informationsmanagement). Bezirksregierung Köln, abgerufen am 22. April 2016.