Doris Loh

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Doris Loh (* 23. Dezember 1938 in Gummersbach als Doris Haas, initial unter Geburtsnamen bekannt geworden; spätere Bezeichnungen auch: Doris Loh-Haas bzw. Doris Haas-Loh) ist eine deutsche Sängerin christlicher Musik vom klassischen Kirchenliedgut bis hin zum Neuen Geistlichen Lied in der Stimmlage Sopran.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als viertes Kind der Familie Karl Haas wuchs Doris Loh zu Hause und in der Kirchengemeinde in einem musikalischen Umfeld auf. Sie entschied sich im Alter von 15 Jahren für eine persönliche Bekehrung zum Christentum. Zunächst durch die Chorarbeit ihres Bruders Johannes Haas mit den Derschlager Chören wurde sie bald danach als Solistin bekannt und veröffentlichte erste Schallplattenaufnahmen mit dem Jugendsingkreis Derschlag sowie dem überregionalen Jugend-für-Christus-Chor beim christlichen Label Frohe Botschaft im Lied.

Nachdem der Jugend-für-Christus-Chor 1968 von Klaus Heizmann übernommen worden war, produzierte dieser ihre erste Solo-Single Jesu, meine Freude. 1971 erschien dann das von Margret Birkenfeld produzierte Debütalbum Sicher in Jesu Armen, wie der Nachfolger Was willst du mehr? (1976) begleitet von unterschiedlichen Formaten der Wetzlarer Chöre sowie Musikern wie Peter van Woerden und Nils Kjellström. Ihr drittes Album Bist du da, Gott? (1980) wurde von Johannes Nitsch arrangiert und produziert. Das letzte Album veröffentlichte Doris Loh 1986 unter dem Titel Ein Lied für den Tag, ebenfalls von Johannes Nitsch produziert. Unter den Mitwirkenden war auch wieder Margret Birkenfeld mit ihrem Wetzlarer Studiochor.

Ihren Wurzeln in der Chormusik blieb Doris Loh weiterhin treu. So wirkte sie bei zahlreichen Projekten ihres Bruders Johannes sowie anderer ihr verbundener Musikproduzenten wie Margret Birkenfeld, Jochen Rieger oder Klaus Heizmann nicht nur als Solistin, sondern auch als Sängerin in den einzelnen Chören mit. Nach dem Tod Johannes Haas’ übernahm sie 2001 die Leitung des Singkreises Frohe Botschaft.

Konzertreisen sowie die Mitwirkung im musikalischen Vorprogramm christlicher Veranstaltungen führten Doris Loh durch ganz Deutschland, in die USA, nach Kanada, Liberia, Sri Lanka, Österreich, Spanien, in die ehemalige Tschechoslowakei und die Schweiz.

1996 wirkte sie auf Manfred Siebalds Kinderalbum Lass uns Freunde sein als Chorleiterin des hierfür zusammengestellten Kinderchores mit.

Im Mai 2011 trat Doris Loh neben weiteren Größen der christlichen Musikszene der 1950er bis 70er Jahre bei dem von ERF und Gerth Medien veranstalteten Nostalgiekonzert Unvergessen – Lieder, die bleiben als Solistin und im Terzett mit Ruthild Eicker und Cornelia Eicker auf.[1]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1962 ist Doris Loh mit Klaus Loh, einem ihrer frühen Pianisten und Cousin der Unternehmer Friedhelm Loh und Joachim Loh, verheiratet. Sie haben drei erwachsene Kinder namens Marion, Alexander und Thomas.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Mitwirkende Verlag
1971 Sicher in Jesu Armen Wetzlarer Studiochor Gerth Medien
1976 Was willst du mehr? Wetzlarer Evangeliumschor; Wetzlarer Mädchenchor; Wetzlarer Studiochor Gerth Medien
1980 Bist du da, Gott? Gerth Medien
1986 Ein Lied für den Tag Wetzlarer Studiochor Gerth Medien

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel B-Seite Mitwirkende Verlag
195? Die Blumen sind verblüht im Tal
  • Macht hoch die Tür (Hedwig Müller)
Hedwig Müller Gerth Medien
19?? Frei und los
  • Ehre sei Gott allein
  • Fürcht ich, dass mein Glaub weichet
  • Er ist alles mir
Wetzlarer Evangeliumschor Gerth Medien
196? Jesu, meine Freude
  • Ich trau auf Gott
  • Ich rühm die Gnade
  • Mehr lieben möcht ich dich
Jugend-für-Christus-Chor JFC-Verlag
196? Was Jesus in die Hände nimmt
  • Einzig dich
Marion Haas Gerth Medien
1969 Seht welch eine Liebe
  • Herr, deine Güte reicht so weit
Margret Birkenfeld, Siegfried Fietz Gerth Medien
197? Hoffnung
  • Jesus ging bis ans Kreuz für mich
Gerth Medien

Mitwirkung bei Konzepten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Repräsentativer Künstler / Produzent Verlag
1968 Jugend für Christus 1958-1968 Klaus Heizmann JfC-Verlag
1969 The Deutschland Singers Klaus Heizmann JfC-Verlag
1970 Die schönsten Weihnachtslieder Klaus Heizmann JfC-Verlag
1972 Machet die Tore weit Margret Birkenfeld Gerth Medien
1977 Ich singe dir mit Herz und Mund Margret Birkenfeld Gerth Medien
1978 Sieh dein König kommt zu dir Margret Birkenfeld Gerth Medien
1980 Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren Margret Birkenfeld, Jubilate-Chor Gerth Medien
1980 Joni Joni Eareckson Tada Gerth Medien
1980 Nun lasst uns stille werden Johannes Haas Gerth Medien
1982 Jesus Christus, König und Herr Johannes Haas Gerth Medien
1982 Das ist mein Lied 1 Johannes Haas Gerth Medien
1982 Gott ist gegenwärtig Margret Birkenfeld Gerth Medien
1982 Singt und spielt Margret Birkenfeld Gerth Medien
1982 Wie schön leuchtet der Morgenstern Johannes Haas Gerth Medien
1983 Das ist mein Lied 2 Johannes Haas Gerth Medien
1983 Stern, auf den ich schaue Margret Birkenfeld Gerth Medien
1984 Wach auf, mein Herz, und singe Margret Birkenfeld Gerth Medien
1984 Gloria in excelsis Deo Johannes Haas Gerth Medien
1985 Nimm mich bei der Hand, Vater Johannes Haas Gerth Medien
1985 Gott wird dich tragen Margret Birkenfeld Gerth Medien
1986 Siehe, ich verkündige euch große Freude Margret Birkenfeld Gerth Medien
1986 Hinauf gen Jerusalem Johannes Haas Gerth Medien
1986 Viele Wege Jochen Rieger Gerth Medien
1988 Wer nur den lieben Gott lässt walten Margret Birkenfeld Gerth Medien
1990 Ich steh in meines Herren Hand Jubilate-Chor Gerth Medien

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Auflistung beschränkt sich ausschließlich auf Publikationen mit Doris Loh als ausdrücklichem Subjekt der Zusammenstellung.

Jahr Titel Verlag Anmerkungen
1980 Womit hab ich das verdient? Gerth Medien Kollaborative Kompilation mit Manfred Siebald zugunsten der Kandy City Mission
1994 Bist du da, Gott? Doris Loh – Eine Auswahl aus ihren Schallplattenaufnahmen Gerth Medien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1.100 Besucher bei „Unvergessen“-Konzert in der Stadthalle (Memento vom 26. Februar 2014 im Internet Archive), eann.de, Artikel vom 20. Mai 2011.