Drachenfels (Mittlerer Pfälzerwald)

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Drachenfels
Westfelsen im Winter

Westfelsen im Winter

Höhe 570,8 m ü. NHN [1]
Lage Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens

Deutschland

Gebirge Pfälzerwald
Dominanz 10,6 km → Hohe Loog, 618,7 m
Schartenhöhe 264,8 m ↓ Sattel B 37, 1 km westlich von Hochspeyer, Höhe 306 m
Koordinaten 49° 25′ 26″ N, 8° 3′ 7″ OKoordinaten: 49° 25′ 26″ N, 8° 3′ 7″ O
Drachenfels (Mittlerer Pfälzerwald) (Rheinland-Pfalz)
Drachenfels (Mittlerer Pfälzerwald)
Gestein Gesteine des Unteren und Mittleren Buntsandsteins
Alter des Gesteins 251 bis 243 Mio. Jahre
Erschließung 1873[2]
Besonderheiten Reste einer römischen Befestigungsanlage
Wanderpfad auf dem Gipfelplateau

Wanderpfad auf dem Gipfelplateau

Sandsteinmassiv am Südfelsen

Sandsteinmassiv am Südfelsen

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Der Drachenfels ist ein Berg im Mittleren Pfälzerwald auf der Waldgemarkung der Kreisstadt Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz). Mit 570,8 m[1] Gipfelhöhe ist er die höchste Erhebung des Pfälzerwalds nördlich der Linie Hochspeyerbach/Speyerbach. Das Drachenfels-Areal ist als Naturschutzgebiet 7332-003 ausgewiesen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg liegt im westlichen Bereich eines Dreiecks mit etwa 14 km Seitenlänge, das vom Isenachtal (B 37) im Norden, der Deutschen Weinstraße im Osten und den Tälern von Speyerbach sowie Hochspeyerbach (entlang der Bundesstraße 39) im Südwesten gebildet wird.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kummererbrunnen

Direkt am Beginn des steilen Aufstiegs zum Gipfel befindet sich auf 394 m Höhe eine Quelle, die zum Kummererbrunnen (Lage) gefasst ist. Er wurde in den 1840er Jahren durch den Revierförster Karl Kummerer vom damaligen Forsthaus Jägerthal und seinem Kollegen Karl Nahm vom Nachbarrevier angelegt. Der Brunnentrog ist mit ihren Initialen „KK KN“ markiert.[3]

Der Siegfriedsbrunnen (Lage), zu dem der Drachenfels-Club den ehemaligen Friedrichsbrunnen umbenannt hat,[2] liegt auf 372 m Höhe im Tal am Südfuß des Drachenfels; er ist die Quelle des Glashüttentalbachs. In der amtlichen topographischen Karte 1:25.000 (Herausgeber: Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz, 2. Auflage 2010) wird die Quelle weiterhin als „Friedrichsbrunnen“ bezeichnet.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des Drachenfels liegen als weitere Ausflugsziele das bewirtschaftete frühere Forsthaus Jägerthal, das nicht bewirtschaftete Forsthaus Kehrdichannichts, die Ruinen der Jagdhäuser Murrmirnichtviel und Schaudichnichtum, das 1280 erstmals urkundlich erwähnte Lambertskreuz – ältestes Wegkreuz der Pfalz –, die bewirtschaftete Lambertskreuz-Hütte, die Waldgaststätte Forsthaus Saupferch sowie der 70 Hektar große Freizeit- und Wildpark Kurpfalz-Park.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das etwa 13 Hektar große Gipfelplateau aus Buntsandstein, das von der Rheinebene aus gut sichtbar die vorgelagerten Erhebungen überragt, besitzt seinen höchsten Punkt im Nordosten und fällt zu den Rändern hin auf etwa 540 m ab. Es wurde 1972 unter Naturschutz gestellt.

Der Name des Berges wird – wie der des unweit gelegenen Siegfriedsbrunnens – mit dem Drachen aus der Nibelungensage in Verbindung gebracht.[4] Unterhalb des im Südosten weit vorspringenden Felsens befinden sich zwei Höhlungen; die kleine wird „Drachenkammer“, die größere „Drachenhöhle“ genannt. Bis 1920 horstete im Fels ein Paar des Schlangenadlers.

Im Westteil des Plateaus haben Reste einer Befestigung aus römischer Zeit überdauert; der ehemalige Ringwall ist nur noch schwach unter Bewuchs erkennbar.

Vom sogenannten Westfelsen im Nordwesten sind im Norden der Donnersberg, im Nordwesten die Gipfel des Hunsrücks und im Westen die Stadt Kaiserslautern zu sehen.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen seiner zentralen Lage ist der Drachenfels von allen Seiten erreichbar, allerdings ausschließlich zu Fuß; da das Areal unter Naturschutz steht, darf dort weder geritten noch mit Mountainbikes oder anderen Zweirädern gefahren werden. Der Aufstieg ist recht steil und führt über teilweise unbefestigte Waldwege und Pfade. Der nächste Wanderparkplatz am Forsthaus Saupferch, wo sich eine Wegetafel des Pfälzerwald-Vereins befindet, kann von Norden her – B 37 Kaiserslautern–Bad Dürkheim – über eine etwa 2 km lange befestigte Straße angefahren werden. Der Fernwanderweg Staudernheim–Soultz-sous-Forêts führt über den Drachenfels.

Pflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gepflegt wird das Drachenfels-Areal durch den Drachenfels-Club.[4] Der Verein, der sich den Erhalt und die Verschönerung von Kulturdenkmälern in und um Bad Dürkheim zum Ziel gesetzt hat, wurde 1873 gegründet und leitete noch im gleichen Jahr die Erschließung des Drachenfels ein.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Drachenfels (Pfälzerwald) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lage und Höhe des Drachenfelsgipfels auf: Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise), abgerufen am 7. März 2021.
  2. a b c Die Vereinschronik. Drachenfels-Club, abgerufen am 24. Juli 2020.
  3. Die gelegentlich verwendete Bezeichnung „Kummerbrunnen“ ist falsch; vgl. Alf Rapp: Die Pfalz am Rhein. Bände 44–45 (1971), S. 129.
  4. a b Drachenfels. Drachenfels-Club, abgerufen am 7. März 2021.