Drienčany

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Drienčany
Wappen Karte
Wappen fehlt
Drienčany (Slowakei)
Drienčany
Drienčany
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Banskobystrický kraj
Okres: Rimavská Sobota
Region: Gemer
Fläche: 11,003 km²
Einwohner: 242 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Höhe: 243 m n.m.
Postleitzahl: 980 23 (Postamt Teplý Vrch)
Telefonvorwahl: 0 47
Geographische Lage: 48° 29′ N, 20° 4′ OKoordinaten: 48° 28′ 53″ N, 20° 4′ 19″ O
Kfz-Kennzeichen: RS
Kód obce: 514659
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Gemeindeteile
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Peter Švoňava
Adresse: Obecný úrad Drienčany
č. 10
980 23 Teplý Vrch
Webpräsenz: www.driencany.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Drienčany (ungarisch Derencsény) ist eine Gemeinde in der Mitte der Slowakei mit 242 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015), die im Okres Rimavská Sobota, einem Kreis des Banskobystrický kraj, liegt und zur Landschaft Gemer gezählt wird.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz des Gemeindeamtes

Die Gemeinde befindet sich im Südteil des Slowakischen Erzgebirges, genauer noch im Bergland Revúcka vrchovina und wird vom Flüsschen Blh durchflossen, das unmittelbar flussabwärts von Drienčany den Stausee Teplý Vrch speist. Nordwestlich von Drienčany findet man ein kleines Karstgebiet. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 243 m n.m. und ist 16 Kilometer von Rimavská Sobota entfernt.

Zur Gemeinde gehört neben dem Hauptort auch Papča (1964 eingemeindet).

Nachbargemeinden sind Hrušovo und Slizké im Norden, Budikovany im Osten, Teplý Vrch im Südosten, Padarovce im Süden, Lukovištia im Westen und erneut Hrušovo im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drienčany wurde zum ersten Mal 1291 als Drenchen schriftlich erwähnt, entstand aber schon in den Jahrhunderten davor an der Stelle einer älteren Siedlung. Das Dorf war Gut des Geschlechts Derencsény, das bei Drienčany eine Burg (erste schriftliche Erwähnung 1297) errichten ließ. Das dabei entstandene Herrschaftsgebiet umfasste den Oberlauf von Blh und Západný Turiec. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Dorf durch osmanische Truppen verwüstet, während die Burg am Ende des 17. Jahrhunderts unterging. Erst im 18. Jahrhundert kehrten die Einwohner nach Drienčany zurück. 1828 zählte man 74 Häuser und 580 Einwohner, die unter anderem als Korbmacher, Landwirte und Viehhalter beschäftigt waren.

Bis 1918/1919 gehörte der im Komitat Gemer und Kleinhont liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Drienčany 248 Einwohner, davon 215 Slowaken, acht Magyaren und fünf Roma. 20 Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

118 Einwohner bekannten sich zur Evangelischen Kirche A. B., 47 Einwohner zur römisch-katholischen Kirche und zwei Einwohner zur reformierten Kirche. 33 Einwohner waren konfessionslos und bei 48 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[1]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • evangelische Kirche im gemischten Renaissance- und Barockstil aus dem 17. Jahrhundert
  • Holzglockenturm im Renaissancestil aus dem frühen 17. Jahrhundert
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Drienčany

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Drienčany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien