EMB Energie Mark Brandenburg

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EMB Energie Mark Brandenburg GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 1991
Sitz Potsdam, Deutschland
Leitung Jens Horn
Umsatz 319 Mio. Euro (2014)
Branche Erdgas- und Stromversorger
Website www.emb-gmbh.de

Die EMB Energie Mark Brandenburg GmbH (EMB) ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen für das nördliche und westliche Brandenburg. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Potsdam-Babelsberg beliefert über 116.000 Haushalts- und Kleingewerbekunden, Stadtwerke und 500 Industriekunden hauptsächlich mit Erdgas, teilweise auch mit Elektroenergie. Das Unternehmen betreibt zehn Vertriebsbüros in den drei Regionalbereichen Oberhavel, Havelland und Teltow-Fläming (Gasversorgte Städte und Gemeinden: 286).

2013 verkaufte die EMB rund 6.675 Mio. kWh Erdgas sowie 151,4 Mio. kWh Strom und erzielte einen Umsatz von rund 342 Mio. Euro. Von der Gesamtmenge entfielen 46,5 % auf Haushalts- und Kleingewerbekunden, 28,9 % auf Industrie und Gewerbe und 24,6 % auf Stadtwerke und Regionalversorger. Die EMB betreibt zusätzlich drei Erdgastankstellen in Schmerzke (1997 als erste im Land Brandenburg eröffnet), Wittstock und Brück.

Geschäfts- und Kapitalanteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EMB ist ein Unternehmen des Gasag-Konzerns.

Gesellschafter der EMB sind

Die EMB hält ihrerseits u. a. Beteiligungen an der Gasversorgung Zehdenick GmbH (49 %), der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG (16,5 %), der StWB Stadtwerke Brandenburg an der Havel GmbH & Co. KG (12,25 %) sowie der Stadtwerke Premnitz GmbH (10 %).[2]

Im Januar 2006 gründete die EMB gemeinsam mit der Gasag die Konzerntochter NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. Die NBB ist als unabhängiger Netzbetreiber unter anderem für das Erdgasleitungsnetz der EMB zuständig. Die EMB konzentriert seitdem auf den Handel mit Energie und energienahen Dienstleistungen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EMB entstand 1991 als Erdgas Mark Brandenburg durch die Umfirmierung der Märkischen Gasversorgung Potsdam. Die Gesellschafter Gaz de France, Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen und die Westfälische Ferngas-AG hatten die Geschäftsanteile von der Treuhandanstalt erworben.

Bis 1994 wurde das bis dahin verwendete Stadtgas durch das kostengünstigere Erdgas ersetzt. In den folgenden Jahren wurde das derzeit rund 4.470 km lange Gasnetz komplett modernisiert und erweitert. Dabei wurden auch zahlreiche Ortschaften neu an das Erdgasnetz angeschlossen, allein 2004 und 2005 betraf dies über 90 Orte der Region.

Unter Beteiligung der EMB entstand in Rathenow-Heidefeld die zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme größte Bio-Erdgas-Anlage in Brandenburg. Aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenes Biogas wird hier seit Juli 2009 zu Bio-Erdgas aufbereitet und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist. Seit dem 1. Januar 2008 bietet das Unternehmen in mehreren Netzgebieten auch die Lieferung von Strom an, der zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EMB - Zahlen und Fakten Homepage der EMB, abgerufen am 12. Oktober 2016.
  2. Geschäftsbericht 2015 der EMB (PDF) Homepage der EMB, abgerufen am 12. Oktober 2016.