Egger Group

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EGGER Group

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1961
Sitz St. Johann in Tirol, Österreich
Leitung Walter Schiegl, Ulrich Bühler und Thomas Leissing
Mitarbeiterzahl 9600 (2019)[1]
Umsatz 2,68 Mrd. EUR (2017/2018)[2]
Branche Holzwerkstoffe
Website https://www.egger.com

Egger Holzwerkstoffe GmbH ist ein Hersteller von Holzwerkstoffen mit Hauptstandort im österreichischen St. Johann in Tirol.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Egger-Gruppe ist im Besitz der Brüder Michael und Fritz Egger, die als Eigentümer die strategischen Leitlinien mitbestimmen. Die operativen Geschäfte des Familienunternehmens werden von der Egger-Gruppenleitung geführt.[3]

Das Unternehmen beschäftigt rund 9600 Mitarbeiter.[4] Das Unternehmen produziert an 18 Standorten in Österreich, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Rumänien, Russland, Türkei und Argentinien Holzwerkstoffe mit einer Produktionskapazität von jährlich 8,5 Mio. m³ (Stand 2017/18).[5] Egger betreibt weltweit 25 Vertriebsbüros, großteils in Europa, aber auch vier Büros in Asien und jeweils eines in den USA, Australien und Chile. Die Produktpalette umfasst Holzwerkstoffe (Span-, OSB- und MDF-Platten) sowie Schnittholz. Damit erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von 2,68 Mrd. Euro.[5] Das Spektrum des Unternehmens umfasst außerdem Produkte für den Möbel- und Innenausbau, den konstruktiven Holzbau sowie für Fußböden (einschließlich Zubehör).[6][7]

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Egger in St. Johann in Tirol
Egger Holzwerkstoffe Brilon

Die Firma Egger wurde 1961 von dem Sägewerksbesitzer Fritz Egger sen. (1922–1982) gegründet.[8]

1961 erfolgte die Inbetriebnahme der ersten Spanplattenanlage in St. Johann in Tirol, bald gefolgt von der Übernahme des Faserplattenwerkes in Wörgl 1966 und der Inbetriebnahme eines Spanplattenwerkes in Unterradlberg 1970.[9] 1981 erwarb Egger 50 % der österreichischen Novopan in Leoben.[10] Zu diesem Zeitpunkt beträgt der Marktanteil bei den Holzspanplatte (dem damaligen Kernprodukt von Egger) in Österreich 68 %.[10] 1984 wurde eine der ersten modernen Contiroll-Spanplattenanlagen in St. Johann von der Firma Siempelkamp erbaut.[10]

1984 expandierte die Firma mit der Übernahme der Weyroc Gruppe und dem Neubau des Spanplattenwerkes in Hexham nach Großbritannien, in den 1990er Jahren nach Deutschland mit den Standorten Gifhorn (1989 Übernahme der Dekoflex und Einstieg in die Laminatproduktion), Brilon (1990), Bünde (1994 Übernahme Firma Otte), Bevern (1995), Wismar und Marienmünster (1999 Übernahme Hagedorn). 1998 baute die Firma ein Rohspanplattenwerk in Barony (Schottland)[10]. Auch in Frankreich siedelte sich die Firma mit den Standorten Rion-des-Landes (1994 Übernahme ROL Déko) und Rambervillers (2000). Die Expansion erfolgte hauptsächlich durch Übernahmen. Im 21. Jahrhundert wurden Produktionsstandorte im russischen Schuja (2005) und im rumänischen Rădăuți (2008) neu errichtet. 2010 wurde der Kantenhersteller Roma Plastik im türkischen Gebze erworben, 2011 ein Spanplattenwerk im russischen Gagarin.[9] Durch die Übernahme des Standorts in Concordia (Argentinien) gibt es seit 2017 auch außerhalb Europas ein Werk.[11] Seit 2017/2018 errichtet die Firma weitere Spanplattenwerke in Biskupiec (Polen) sowie in Lexington, NC (USA).[11]

Daneben gab es immer wieder Erweiterungen, Modernisierungen und den Neubau existierender Werke. 2008 erfolgte die Inbetriebnahme des ersten gruppeneigenen Sägewerks in Brilon.[12] Holzreste werden in eigenen Biomassekraftwerken thermisch genutzt.[13]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fritz Egger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Positive Bilanz zum Geschäftshalbjahr. egger.com, abgerufen 13. Februar 2019
  2. Daten & Fakten. Abgerufen am 22. Januar 2019.
  3. Michael Egger wechselt aus der Gruppenleitung in den Beirat (Memento des Originals vom 12. November 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moebelmarkt.de. In: Möbelmarkt Online vom 13. November 2008
  4. Egger Holzwerkstoffe GmbH St. Johann in Tirol Konsolidierter Halbjahresfinanzbericht zum 31. Oktober 2018. Abgerufen am 22. Januar 2019.
  5. a b Daten & Fakten - EGGER. Abgerufen am 27. März 2019.
  6. Produkte. In: Webseite des Unternehmens. Abgerufen am 16. November 2015.
  7. Egger musste am Anfang dicke Bretter bohren. In: www.derwesten.de – Abgerufen am 29. Oktober 2014
  8. EGGER Gruppe Unternehmensbroschüre, S. 8 (PDF; 10.597 KB)
  9. a b Egger - Unsere Geschichte. Abgerufen am 8. November 2017.
  10. a b c d Ulrich Bühler: Chancen erkennen und nutzten. Egger sieht in modernen Holzwerkstoffen den Baustoff der Zukunft. In: www.forum-holzbau.com. 2000, abgerufen am 16. November 2015.
  11. a b EGGER expandiert: "Haben große Schritte vor uns!" In: wirtschaft.tirol. 27. Juli 2017, abgerufen am 27. März 2019 (deutsch).
  12. Egger nimmt Sägewerk in Betrieb. In: egger.com. 9. Juli 2008, abgerufen am 16. November 2015.
  13. EGGER Umweltbroschüre. S. 4, abgerufen am 6. November 2017.

Koordinaten: 47° 30′ 22,1″ N, 12° 24′ 4,3″ O