Emil Dittmar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Emil Gerhard Dittmar (* 9. Juli 1842 in Lampertheim; † 15. Juli 1906 in Mainz) war Staatsminister des Großherzogtums Hessen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emil Dittmar besuchte das Gymnasium in Gießen und studierte dort ab 1860 zunächst Forstwissenschaften und ab 1862 Rechtswissenschaften und wurde am 28. November 1864 zum Dr. jur promoviert. Während seines Studiums wurde er 1860 Mitglied der Burschenschaft Germania Gießen. Nach dem Staatsexamen 1867 arbeitete er als juristischer Beirat bei der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft.

1870 bis 1888 war er Hof- und Landgerichtsadvokat in Gießen und ab dem 15. Mai 1888 Ministerialrat in Darmstadt. 1890 wurde er Mitglied der Redaktionskommission des BGB in Berlin und 1895 Kommissar des Reichskanzlers beim Bundesrat. 1896 wechselte er in das hessische Justizministerium und wurde dort Geheimer Rat. Ab 1898 stand der dem Ministerium als Justizminister vor. Hauptwirkungsfeld war die Ausarbeitung der hessischen Umsetzunggesetze zur BGB und der anderen in dieser Zeit erlassenen Reichsgesetzbücher. Er beendete mit dieser Arbeit die Zersplitterung des hessischen Rechts.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emil Dittmar war der Sohn des Lampertheimer Pfarrverwalters Karl Dittmar und dessen Frau Katharina geborene Braumann (1809–1896). Sein Bruder war Gustav Dittmar. Emil Dittmar, der evangelischer Konfession war, heiratete am 19. Februar 1873 in Oppenheim am Rhein Lina geborene Fitting (* 1854), die Tochter des Großherzoglich hessischen Obergerichtsrates Hermann Fitting und dessen Frau Karoline geborene Schneider. Der Sohn Gustav Dittmar (1884–1939) wurde später Polizeidirektor von Darmstadt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Schubert: Die Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuchs in systematischer Zusammenstellung der unveröffentlichten Quellen: Einführung, Biographien, Materialien. Materialien zur Entstehungsgeschichte des BGB, 1978, ISBN 3110074966, Seite 97, online
  • Klaus Schwabe (Hrsg.): Die Regierungen der deutschen Mittel- und Kleinstaaten : 1815–1933. Boldt Verlag. Boppard am Rhein 1983, ISBN 3-7646-1830-2, S. 296.
  • Dittmar, Emil. Hessische Biografie. (Stand: 25. März 2010). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  • Helge Dvorak: Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker, Teilband 1: A–E. Heidelberg 1996, S. 207–208.