Five Nights at Freddy’s 4

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Five Nights at Freddy’s 4
Leitende EntwicklerScott Cawthon
Erstveröffent-
lichung
Windows:
23. Juli 2015
Android:
25. Juli 2015
iOS:
5. August 2015
PlattformWindows, Android, iOS
Spiel-EngineClickteam Fusion 2.5
GenreHorror, Survival
SpielmodusEinzelspieler
SteuerungTastatur, Maus, Touchscreen
MediumDownload
SpracheEnglisch

Five Nights at Freddy’s 4 (deutsch etwa: Fünf Nächte bei Freddys 4; oft mit FNAF 4 bzw. FNaF-4 abgekürzt) ist ein Point-and-Click-Survival-Horror-Videospiel, das von Scott Cawthon erdacht und designt wurde und den vierten Teil der Serie Five Nights at Freddy’s darstellt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Five Nights at Freddy’s 4 handelt von den letzten fünf Nächten eines kleinen Jungen, für den eine Geburtstagsfeier in der gerüchteumwobenen Pizzeria Fredbear’s Family Diner vorbereitet wurde. Der Junge, der bislang namenlos bleibt, hat sich in seinen fünf finalen Nächten in seinem Kinderzimmer verschanzt, weil er von seinem ebenfalls namenlosen größeren Bruder gemobbt wird. Dieser findet großen Gefallen daran, seinen jüngeren Bruder zu erschrecken, indem er eine Foxy-Maske, die er kurz zuvor dem gleichnamigen Plüschtier abgerissen hat, anzieht, sich im Haus versteckt und dem Jungen auflauert.

Das häusliche Mobbing ist jedoch nicht das einzige Problem: Der kleine Junge wird, entweder vom großen Bruder oder vom Vater, ständig in die Pizzeria geschleift, obwohl er sich besonders vor den dort aufgestellten Animatronics und Maskottchen fürchtet. So kommt es, dass der Junge täglich und fast rund um die Uhr weinend und wimmernd unter den Tischen kauert. Sein großer Bruder schikaniert ihn dort ebenfalls: er sperrt ihn vorzugsweise im Ersatzteillager ein oder jagt ihn im Maskottchenkostüm durch das Lokal.

Während der Geburtstagsfeier kesseln der große Bruder und seine Freunde den kleinen Protagonisten ein, hieven ihn hoch und zerren ihn, trotz seines Flehens und Weinens, zur Showbühne, auf der gerade der Animatronik „Fredbear“ steht. Die Clique steckt den kleinen Jungen mit dem Kopf voran in das geöffnete Maul der „Fredbear“-Figur. Durch das verzweifelte Strampeln des Kindes wird die Auf- und Zuklappmechanik des Animatronics ausgelöst, „Fredbear“ schnappt zu und zerquetscht dabei Kopf und Schultern des Jungen, wodurch dieser augenblicklich ins Koma fällt.

Der Spieler erlebt die Erinnerungen des Kindes auf zwei Erzähl-Ebenen: in den Minigames erlebt er die letzten fünf Tage vor dem tödlichen Ereignis, im Hauptspiel hingegen die (vermutlich) letzten fünf bzw. acht freischaltbaren Nächte, bevor der Protagonist stirbt. Das letzte Minigame lässt die Vermutung zu, dass der Junge nicht überlebt hat: er trifft als weinender Geist auf seinen einzigen Freund, „Golden Freddy“. Dort hört er die Stimme seines Bruders, der Reue zeigt und sich für alles entschuldigt. Daraufhin erklärt das Fredbear-Plüschtier dem Jungen, dass sie noch immer Freunde sind und verspricht ihm, ihn „wieder zusammen zu setzen“. Unterdessen verlischt die Erinnerung des Kindes, bis nur noch Leere und Dunkelheit übrig bleibt. Dabei ist der leise, anhaltende Ton eines EKG-Gerätes zu vernehmen, wie er typisch bei einem Herzstillstand ertönt.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handlungsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen der Five-Nights-at-Freddy’s-Reihe ist der Handlungsort kein Sicherheitsbüro eines Nachtwächters, sondern ein Kinderschlafzimmer. Es gibt keine Kameras und es gibt auch keinen „Phone Guy“, der dem Spieler während des Spiels Instruktionen gibt. Stattdessen hält sich der Spieler in der Zimmermitte auf, von wo aus er – wahlweise – zur linken Tür, zum Wandschrank (mittig gegenüber), zur rechten Tür oder zum Kinderbett hinter sich laufen kann.[1]

Spielregeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gespielt wird im Einzelspielermodus. Die Aufgabe des Spielers ist es, die Türen, den Wandschrank und das Bett auf Animatronics zu überprüfen.[2] Der Spieler ist, ähnlich wie im zweiten Spiel, mit einer Taschenlampe ausgestattet, die aber diesmal keine Batteriebeschränkung hat.

Die Taschenlampe kann zum Abwehren von nahen Animatronics genutzt werden: Um ganz sicher zu gehen, muss der Spieler den langen Flur hinter der jeweiligen Tür ausleuchten. Etwaige Animatronics am Ende des Ganges werden sich sofort zurückziehen. Das Beleuchten des Flures birgt allerdings das Risiko, dass ein Animatronic bereits in der Türschwelle lauert, was einen Jump-Scare zur Folge hätte. Der Spieler kann jedoch hören, ob tatsächlich ein Animatronic in der Türschwelle lauert: bei gutem Hinhören kann ein gurgelndes, schweres Atmen vernommen werden. In diesem Falle sollte der Spieler umgehend die Tür schließen und für einige Sekunden zuhalten, bis er schweres Stapfen vernimmt. Dann hat sich der Animatronic zurückgezogen.[1]

Ein zweiter Hotspot ist der große Wandschrank. Er besitzt zwei große Klapptüren und steht immer etwas offen. Wann immer der Spieler den Wandschrank anleuchtet und die Tür sich bewegt, sollte der Spieler sofort zum Schrank eilen und ihn ausleuchten. Entweder wird der Spieler von einem fauchenden „Foxy“-Kopf begrüßt, oder er sieht einen halbaufrechten „Nightmare-Foxy“ im Schrank stehen. Der Spieler muss nun umgehend die Tür schließen und für einige Sekunden zuhalten (ganz wie bei den Flurtüren). Danach kann der Spieler den Schrank zur Sicherheit noch einmal ausleuchten. Der Wandschrank stellt eine deutliche Hommage an das „Pirate Cove“ aus dem ersten Teil dar.[1]

Der dritte Hotspot schließlich, ist das große Kinderbett. Unter diesem verbirgt sich der Hauptgegner, „Nightmare-Freddy“. Auf dem Bett erscheinen nach und nach drei Plüschtier-Versionen von Nightmare-Freddy, die der Spieler durch Anleuchten mit der Taschenlampe vertreiben sollte. Tut er es nicht, rufen die drei Minifreddys „Nightmare-Freddy“, welcher den Spieler sofort anfällt. Die drei Minifreddys sind also eine Art von Countdown und das Vermeidungsprinzip erinnert sehr an die Musik-Box aus FNaF-2.[1]

Minigames[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach jeder einzelnen geschlagenen Nacht kann der Spieler ein zeitlich abgepasstes Minigame mit dem Namen „Fun with Plushtrap“ (deutsch „Spaß mit Plushtrap“) spielen, jede Runde währt in Realzeit etwa 80 Sekunden. Der Spieler hat die Aufgabe, ein besessenes Plüschtier namens „Plushtrap“ innerhalb der 80 Sekunden an eine mit einem „X“ markierte Stelle auf dem Boden zu lotsen. Das Plüschtier sitzt auf einem kleinen Kinderstuhl, welcher sich am Ende eines langen Flures mit vier Türen befindet. Der Spieler muss seine Taschenlampe immer wieder ein- und ausschalten, sobald es dunkel ist, fängt Plushtrap an, sich zu bewegen. Wenn er angeleuchtet wird, solange er im Flur ist, hüpft Plushtrap sofort wieder auf seinen Stuhl zurück. Er wird deshalb von Tür zu Tür huschen und versuchen, sich zunächst in den Türrahmen zu verstecken und danach, sich an den Spieler heranzupirschen, bis er nah genug ist, um anzugreifen. Wenn der Spieler es zuwege bringt, dass Plushtrap auf dem „X“ landet, darf er die nächste Nacht um 02:00 Uhr starten. Dieser Bonus lässt sich nur einmal nutzen und nach einem Game Over (wenn der Spieler die Runde also verliert) startet die Nacht wieder um 00:00 Uhr.[1]

Daneben wird der Spieler, gleich zu Spielbeginn und nach jeder erfolgreichen Nacht, in ein Minigame versetzt, das die Hintergrundgeschichte zu FNaF-4 erzählen soll. Die Grafik der Minigames ist jener des Atari 2600 nachempfunden. Während der Minigames schlüpft der Spieler in die Rolle des jungen, namenlosen Protagonisten.

Antagonisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Five Nights at Freddy’s 4 gibt es insgesamt sieben Antagonisten. Es muss offenbleiben, ob sie „real“, traumagenerierte Albträume, oder bloße Spukerscheinungen sind. Allen Animatronics ist gemeinsam, dass sie seltsam abgegriffen und durchlöchert wirken.

Reguläre Gegner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nightmare Freddy: Er ist dem Animatronic „Freddy Fazbear“ aus dem ersten Spieleteil nachempfunden. Nightmare Freddy ist ein dicklicher, anthropomorpher Teddybär mit Zylinderhut und Fliege. Im Gegensatz zum Original besitzt Nightmare Freddy fünf, statt vier, Finger, die in nadelspitzen Klauen enden. Sein Maul ist mit mehreren Reihen aus nicht minder spitzen Zähnen bespickt. Sein Erscheinen und Verhalten sind ungewöhnlich: Auf dem Kinderbett des Protagonisten erscheinen nach und nach drei kleine „Mini-Freddys“, die der Spieler mit seiner Taschenlampe verscheuchen muss. Tut er es nicht, erscheint zunächst für sehr kurze Zeit ein loser Nightmare-Fredbear-Kopf auf dem Bett. Wenn der Spieler auch dessen Erscheinen verpasst, springt Nightmare-Freddy überraschend aus dem Bett heraus. Er kann aber auch mitten im Zimmer erscheinen.
  • Nightmare Bonnie: Er ist dem Animatronic „Bonnie, the bunny“ aus dem ersten Spieleteil nachempfunden. Auch Nightmare Bonnie ist ein lavendelblauer, anthropomorpher Hase. Wie bei Nightmare Freddy, so hat Nightmare Bonnie fünf-fingrige klauenbesetzte Hände. Außerdem stehen ihm zu beiden Seiten seiner Schnauze mehrere Schnurrhaare ab. Nightmare Bonnie erscheint stets im linken Flur.
  • Nightmare Chica: Sie ist dem Animatronic „Chica, the chicken“ aus dem ersten Spieleteil nachempfunden. Auch Nightmare Chica ist ein anthropomorphes, senfgelbes Küken mit Lätzchen um den Hals. Erstmals in der Five Nights at Freddy’s-Serie besitzt ihr Cupcake einen eigenen Jump-scare, weshalb dieser in vielen Spieleforen als eigenständiger Antagonist gehandelt wird. Nightmare Chica erscheint stets im rechten Flur.
  • Nightmare Foxy: Er ist dem Charakter „Foxy“ aus dem ersten Spieleteil nachempfunden. Nightmare Foxy ist ein anthropomorpher Rotfuchs mit Enterhaken anstelle der linken Hand. Er lauert im Wandschrank und nähert sich schrittweise der Klapptür. Der Wandschrank stellt damit eine klare Hommage an die „Pirate Cove“ aus FNaF-1 dar.
  • Plushtrap: Er sieht wie eine geschrumpfte Kopie des Animatronics „Springtrap“ aus Five Nights at Freddy’s 3 aus. Plushtrap ist ein knapp hüfthoher, anthropomorpher und graugelber Stoffhase mit großen, starren Kulleraugen und zwei Reihen spitzer Zähne. Durch sie sieht er aus, als würde er permanent grinsen. Plushtrap erscheint innerhalb einer Serie von zeitlich begrenzten Spezialrunden (sie dauern etwa 80 Sekunden), in denen er versucht, seinen Kinderstuhl zu verlassen. Gemäß den 8-Bit-Minigames ist Plushtrap aus einer Fingerfalle hervorgegangen.
  • Nightmarionne:(Halloween Edition) Er ist dem Charakter "The Puppet" nachempfunden. Er erscheint zwar selten, ist allerdings ein normaler Gegner. Er greift ausschließlich vom rechten Flur aus an, sein Jump-Scare sieht so aus: Der Spieler geht an die Tür, kann Nightmarionne allerdings nicht hören. Der Spieler erleuchtet den Gang und sieht den Animatronic, der die Taschenlampe kurzzeitig ausschaltet und den Spieler anstarrt. Nightmarionne erscheint etwa ab der 6. Nacht.
  • Nightmare Mangle (Halloween Edition) Nightmare Mangle ist dem Charakter "Mangle" aus Five Nights at Freddy's 2 nachempfunden. Er/Sie nimmt die Rolle von Nightmare Foxy ein und nimmt den Weg über den rechten Flur. Ist Er/Sie einmal im Schrank, Erzeugt Er/Sie die selben Geräusche wie in FNaF 2 und wird Er/Sie zulange nicht angeleuchtet, wird man im Raum gejumpscared.
  • Nightmare Ballon Boy(Halloween Edition) In der Halloween Edition nimmt Nightmare Ballon Boy die Rolle von Plushtrap ein und das Minigame heißt "Fun with Ballon Boy".

Spezialgegner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nightmare Fredbear: Er sieht Nightmare Freddy sehr ähnlich und ist rein äußerlich kaum von diesem zu unterscheiden. Allerdings ist sein Körper gelb und sein Zylinderhut und seine Fliege lila. Seine Wampe sieht aus, als würde sie aus einem geschlossenen Maul mit spitzen Zähnen bestehen. Nightmare Fredbear wird ab der 5. Nacht aktiv und ist besonders aufdringlich. Er kann in beiden Fluren, auf dem Bett und sogar im Wandschrank auftauchen. Ist Nightmare Fredbear erst einmal aktiv, wird er bis zum Ende der Nacht der einzige Gegner sein.
  • Nightmare: Auch er ist dem Charakter „Freddy Fazbear“ nachempfunden. Er ist jedoch pechschwarz, sein Zylinderhut und seine Fliege sind goldfarben und seine Augen leuchten rubinrot. Nightmare übernimmt die alleinige Rolle in der 7. Nacht. Er ist sehr schnell und die 7. und 8. Nacht sind deshalb sehr schwierig. Viele Spielefans sind überzeugt, dass Nightmare den Tod verkörpern soll.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Veröffentlichung ursprünglich für den 31. Oktober 2015 geplant war, wurde sie zunächst auf den 8. August und später auf den 23. Juli vorgezogen. Das Spiel war zunächst für Computer auf der Plattform Steam herunterladbar, am 25. Juli erschien eine Android-Version und eine iOS-Version folgte am 5. August 2015.[3][4]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Five Nights at Freddy’s 4 erhielt insgesamt durchschnittliche Kritiken. Die Spielewebsite Gamerankings.com verlieh dem Spiel 70 %. Andere Websites, wie zum Beispiel TouchArcade (3 von 5 Sternen), 148Apps (3,5 von 5 Sternen) und Gamezebo (4 von 5 Sternen) werten FNaF-4 ebenfalls positiv.[5]

Spielekritiker wie Nadia Oxford verliehen dem Spiel 4 von 5 möglichen Sternen und lobten die intensive Atmosphäre, die düstere Hintergrundgeschichte sowie das traurige Ende. Einzig bemängelt wurde die Tatsache, dass die -für die Hintergrundgeschichte so wichtigen- 8-Bit-Minigames in der Android-Version fehlen.[6] Ähnlich wohlwollend zeigte sich auch Angelo M. D'Argenio, welcher lobend hervorhob, dass der Spieler mehr auf sein gutes Gehör setzen müsse, als auf flackernde Kamerabildschirme.[1]

Andere Spielekritiker, wie zum Beispiel Nick Rowen, zeigten sich weniger gnädig und kritisierten vor allem, dass FNaF-4 einfallslos und unkreativ sei. Außerdem seien Spielemechanik und Charakterdesign zu sehr an den ersten Spieleteil angelehnt, was FNaF-4 enttäuschend vorhersehbar mache. Zu guter Letzt bemängelte Rowen, dass auch FNaF-4 - storytechnisch - nicht in der Lage sei, altbekannte Rätsel und Theorien um die Hintergrundgeschichte der Five Nights at Freddy’s-Saga aufzuklären und stattdessen nur noch mehr Gerüchte geschaffen habe.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Angelo M. D'Argenio: Five Nights at Freddy's 4 Review - Change, Improve, Jumpscare auf escapistmagazine.com. (Englisch)
  2. Hernandez, Patricia: Everything We Know About Five Nights at Freddy’s 4 (So Far). Kotaku. 24. Juli 2015. Abgerufen am 25. Juli 2015.
  3. Five Nights at Freddy’s 4 Jump-Scares - a Surprise Early Release auf ign.com. (Englisch)
  4. Infos zum iOS-Release auf gamerankings.com. (Englisch)
  5. Infos zu verschiedenen Wertungen auf gamerankings.com (Englisch).
  6. Nadia Oxford: "Hey! Listen!" auf gamezebo.com. (Englisch)
  7. Nick Rowen: "This guest has overstayed its welcome" auf destructoid.com. (Englisch)