Flammenblumen

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Dieser Artikel behandelt die Pflanze Phlox. Zur SF-Figur siehe Dr. Phlox.
Flammenblumen
Hoher Stauden-Phlox (Phlox paniculata)

Hoher Stauden-Phlox (Phlox paniculata)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae)
Gattung: Flammenblumen
Wissenschaftlicher Name
Phlox
L.

Flammenblumen, bekannter unter ihrem botanischen Namen Phlox, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae). Sorten einiger Phlox-Arten und -Hybriden werden in gemäßigten Gebieten fast weltweit als Zierpflanzen verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapselfrucht und Samen des Hohen Stauden-Phlox (Phlox paniculata)
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Phlox-Arten sind selten einjährige, meist mehrjährige krautige Pflanzen. Die meist gegenständigen, seltener wechselständigen Laubblätter sind einfach. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden rispige oder köpfchenförmige Blütenstände gebildet. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die fünf weißen, blauen, purpurfarbenen oder roten Kronblätter sind stieltellerförmig verwachsen. Die fünf Staubblätter sind mit der Blütenkrone in unterschiedlicher Höhe verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen; die Plazentation ist zentralwinkelständig.

Es werden fachspaltige Kapselfrüchte gebildet.

Phlox hirsuta ist City flower von Yreka
Phlox bietet einem Zitronenfalter Nahrung
Phlox ist Nahrungsquelle für Taubenschwänzchen

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Phlox kommt hauptsächlich in Nordamerika, aber auch in Nordasien bis ins europäische Russland vor.[1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gattung Phlox gibt es etwa 70 Arten (Auswahl):

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sorten einiger Phlox-Arten und -Hybriden werden in gemäßigten Gebieten fast weltweit als Zierpflanzen verwendet.

Beispiele (zufällige Auswahl) und botanische Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung enthält sowohl perennierende (mehrjährige) als auch einjährige krautige Pflanzen. Von den 27 nordamerikanischen Phlox-Arten kamen im 18. Jahrhundert etliche nach Europa, von denen inzwischen – nach einer regen Züchtungstätigkeit – viele wegen ihrer schönen, vorherrschend roten, aber auch rosa oder weißen, orangen, violetten und blauen, meist in doldentraubigen Blütenständen stehenden Blüten (einige sogar mit kontrastierender Mitte) als Zierpflanzen kultiviert werden. Inzwischen gibt es weit über tausend Sorten.

Phlox wurde zur Staude des Jahres 2006 gekürt.

Phlox (griechisch φλόξ) bedeutet „Flamme“. Wegen der leuchtend roten Blütenbüschel ihrer Wildart erhielt die Pflanze auch ihren deutschen Namen Flammenblume (der sich aber nicht durchsetzte; man spricht doch meist vom Phlox).

„Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer“ – diese Aussage des Staudenzüchters Karl Foerster, der etliche Sorten herausbrachte, wird oft zitiert, weil man heute an Phlox das ganze Jahr über Freude haben kann.

Phlox drummondii, der Einjährige Phlox blüht von März bis Mai. Die nächsten Phlox-Arten sind alle perennierend und winterhart: Phlox divaricata, der staudige Wald-Phlox, blüht als erster im April, Phlox subulata, der niedrige, immergrüne Polster-Phlox von April bis Mai, anschließend der Wander-Phlox (Phlox stolonifera). Dann folgen der Vorsommer-Phlox (Phlox glaberrima), Phlox maculata, der Wiesen-Phlox und die von Georg Arends um 1910 gezüchteten Arendsii-Hybriden (Frühsommer-Phlox-Sorten). Als letzte Gruppe folgen die duftenden Sommer-Phlox-Sorten oder Garten-Phlox-Sorten (Phlox paniculata), die bis in den Herbst hinein blühen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af Polemoniaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 25. Januar 2014.
  2. Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fuchs: Phlox – Stauden- und Polsterphlox. Ulmer, Stuttgart ISBN 3-8001-6539-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Phlox – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien