Flughafen Dakar-Léopold Sédar Senghor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flughafen Dakar-Léopold Sédar Senghor
PhareMamelles6.JPG
Kenndaten
ICAO-Code GOOY
IATA-Code DKR
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 11 km westlich von Dakar
Basisdaten
Betreiber zivil/militärisch
Passagiere 1.394.351 (2004)
Start- und Landebahnen
03/21 1500 m × 30 m Asphalt
18/36 3490 m × 45 m Asphalt

Der Flugplatz Dakar ist ein zivil und militärisch genutzter Flugplatz im Stadtbezirk Yoff von Dakar, Senegal.

Bis zum 7. Dezember 2017[1] war er als Aéroport international Léopold-Sédar-Senghor (französisch, englisch Léopold Sédar Senghor International Airport) der internationale Flughafen von Dakar, der Hauptstadt des Landes auf der Cap-Vert-Halbinsel. Der Flughafen war der bedeutendste des Senegal und wurde von Flugzeugen bis zur Größe der Boeing 747 angeflogen.

Im Jahr 2004 wurden 1.394.351 Passagiere abgefertigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Bedeutung hatte der ehemalige Flughafen Dakar seit dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, denn in den 1920er- und 1930er-Jahren mussten Flugzeuge, die von Europa nach Südamerika unterwegs waren, zum Auftanken zwischenlanden, was häufig in Dakar geschah. Auch der erste kommerzielle Flug der Air France mit dem Überschallverkehrsflugzeug Concorde, der im Jahr 1976 von Paris nach Rio de Janeiro führte, hatte einen Zwischenstopp in Dakar. Bis September 1987 war der Flughafen Dakar ein möglicher Notlandeplatz für das Space Shuttle bei einem Startabbruch.[2]

Er war einer der fünf Main Hubs der 2002 aufgelösten multinationalen Fluggesellschaft Air Afrique. Der Flughafen wurde 1996 nach dem bekannten Schriftsteller und ehemaligen Präsidenten Senegals Léopold Sédar Senghor benannt. Zuvor wurde er Aéroport International de Dakar Yoff genannt, nach dem Stadtbezirk im Norden von Dakar.

Der Flughafen wurde früher auch aus deutschsprachigen Ländern direkt angeflogen, so zum Beispiel von Lufthansa, Swissair, German Cargo, Lufthansa Cargo, Condor und Hapag Lloyd. Es gab auch Verbindungen mit Air France von Paris, mit Brussels Airlines von Brüssel, mit Iberia von Madrid sowie mit TAP von Lissabon. Delta Air Lines startete im Dezember 2006 eine Route zwischen Atlanta und Johannesburg, Südafrika, mit einem Zwischenstopp in Dakar.

Da langfristig der bestehende Flughafen den Ansprüchen an steigende Passagierzahlen und Frachtraten nicht genügte, wurde 45 km östlich von Dakar, in der Region Thiès bei Diass (Ndiass) seit 2007 der neue internationale Flughafen Aéroport international Blaise Diagne gebaut. Dieser wurde am 7. Dezember 2017 eröffnet.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 25. Juni 1953 überrollte eine aus Paris kommende De Havilland Comet 1A der Union Aéromaritime de Transport (UAT) (Kennzeichen F-BGSC) bei der Landung auf dem Flughafen Dakar-Yoff das Landebahnende. Sie kreuzte dabei einen Entwässerungsgraben, was zum Verlust ihres Fahrwerks führte, und blieb rund 40 Meter hinter dem Landebahnende auf dem Rumpf liegen. Alle zehn Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder überlebten. Die erst acht Wochen alte Maschine wurde irreparabel beschädigt.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le Monde: Le Sénégal espère que son nouvel aéroport deviendra le hub aérien d’Afrique de l’Ouest (franz., vom 7. Dezember 2017)
  2. Space Shuttle Transoceanic Abort Landing (TAL) Sites: Banjul, The Gambia (Memento vom 29. Oktober 2011 im Internet Archive)
  3. Unfallbericht G-AHEZ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.
  4. Unfallbericht Comet 1A F-BGSC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. August 2017.
  5. Unfallbericht F-BHBC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]