Flughafen Kangerlussuaq
| Flughafen Kangerlussuaq grönländisch Mittarfik Kangerlussuaq dänisch Kangerlussuaq Lufthavn | ||
|---|---|---|
| Flughafen Kangerlussuaq (2010) | ||
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| Kenndaten | ||
| ICAO-Code | BGSF | |
| IATA-Code | SFJ | |
| Koordinaten | 67° 1′ 1″ N, 50° 41′ 22″ W | |
| Höhe über MSL | 50 m (164 ft) | |
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 20. Oktober 1941 | |
| Betreiber | Mittarfeqarfiit | |
| Start- und Landebahn | ||
| 09/27 | 2810 m × 60 m Asphalt | |
Der Flughafen Kangerlussuaq (IATA-Code: SFJ, ICAO-Code: BGSF) ist ein Flughafen in Kangerlussuaq im westlichen Grönland. Er war der größte Flughafen und das Drehkreuz des Landes. Der größte Teil des Verkehrs wurde im November 2024 zum Flughafen Nuuk verlagert, nachdem dort die neue verlängerte Landebahn und das neue Terminal eröffnet wurde.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Flughafen liegt inmitten des Flughafendorfs Kangerlussuaq, das nur wegen des Flughafens gegründet worden war. Er liegt auf einer Höhe von 50 Meter.
Geschichte
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Der Flughafen stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde am 20. Oktober 1941 als Bluie West Eight als Militärbasis der US Air Force eröffnet und erhielt nach Ende des Kriegs den Namen Sondrestrom Air Base. Neben der militärischen Funktion wurde der Flughafen ab 1954 auch zivil benutzt, als SAS Scandinavian Airlines begann, dort auf dem Weg zwischen Skandinavien und den USA zwischenzulanden. Ab Ende der 1950er Jahre fungierte der Flughafen als Drehkreuz für den Hubschrauberverkehr Grönlands. 1967 wurde die Linienverbindung zwischen Kangerlussuaq und Kopenhagen aufgenommen. Am 30. September 1992 wurde die Militärbasis aufgelöst und an die grönländische Regierung übergeben.[1]
Der Flughafen Kangerlussuaq verfügt über ein geringes direktes Einzugsgebiet. Mit der 2019/20 begonnenen Ausweitung der Flughäfen Nuuk und Flughafen Ilulissat zu internationalen Flughäfen wurde der Flughafen Kangerlussuaq ab 2024 teilweise überflüssig.[2] Zudem beschädigt der auftauende Permafrostboden die Landebahn.[3] Im Januar 2021 gab die grönländische Regierung jedoch bekannt, dass das dänische Militär den Flughafen weiterhin benötigt und dieser deswegen ab 2023 renoviert werden soll.[4] Am 28. November 2024 löste der Flughafen Nuuk Kangerlussuaq schließlich als grönländischen Hauptflughafen ab.[1]
Ausstattung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Flughafen verfügt über eine asphaltierte Landebahn (09/27) mit einer Länge von 2810 m und einer Breite von 60 m. Die Landebahn ist von Bergen umgeben und hat eine Steigung, die den Eindruck einer zu kurzen Landebahn erweckt. Es gibt Flächenenteisungsanlagen. In Betriebsrichtung 09 sind Nicht-Präzisionsanflüge mittels Landekurssender und über das ungerichtete Funkfeuer mit der Kennung SF verfügbar, Sichtflug ist aber ebenfalls gestattet.[5]
Militärische Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am Flughafen ist nach wie vor ein kleines Kontingent der Flyvevåbnet, die "Air Group West" stationiert.[6] Der Platz soll dahingehend ertüchtigt werden, dass von hier aus auch F-35-Jets eingesetzt werden können.[7]
Fluggesellschaften und Ziele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Flughafen Kangerlussuaq war bis 2024 das Drehkreuz für den grönländischen Flugverkehr. Für 2025 bietet Air Greenland nur noch eine saisonale Verbindung zum Flughafen Kopenhagen an. Von Kangerlussuaq aus werden die Flughäfen Narsarsuaq, Nuuk, Sisimiut und Ilulissat angeflogen.[8]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Bo Naamansen: Kangerlussuaq. Danmarks Nationalleksikon.
- ↑ Fem scenarier vedrørende Kangerlussuaq Lufthavns fremtid. Naalakkersuisut.
- ↑ Kangerlussuaq, Greenland to close within five years - report. ch-aviation.com (26. November 2019).
- ↑ Status på arbejdet om Kangerlussuaqs fremtid. Qeqqata Kommunia (21. Januar 2021).
- ↑ Flughafen Kangerlussuaq. Luftfahrthandbuch (AIP) von Naviair (englisch, dänisch).
- ↑ Trump und Grönland: Dänemark stärkt Souveränität. ES&T (28. Januar 2025).
- ↑ Ryan Finnerty: Denmark eyes Greenland airport upgrades to support F-35 fighter deployment. FlightGlobal (14. Januar 2025).
- ↑ Flugnetz 2025. Air Greenland.
