Fondation Beyeler

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Fondation Beyeler
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Ansicht vom Park, im Januar 2017
Daten
Ort Riehen BS
Art klassische Moderne
Architekt Renzo Piano
Eröffnung 18. Oktober 1997
Besucheranzahl (jährlich) 368.705 (2012)[1]
Leitung Sam Keller
Website www.fondationbeyeler.ch

Die Fondation Beyeler ist ein Schweizer Kunstmuseum und eine Stiftung mit Sitz in Riehen im Kanton Basel-Stadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1982 gegründete Stiftung ist Eigentümerin der von den Eheleuten Hildy und Ernst Beyeler während etwa 50 Jahren zusammengetragenen Kunstsammlung. Erstmals 1989 öffentlich im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid gezeigt liegt ihr Schwerpunkt in der klassischen Moderne und Gegenwartskunst.

Direktor war zunächst Ernst Beyeler selbst, ab 1. April 2003 Christoph Vitali, seit Januar 2008 ist es Sam Keller.

Im Jahr 2013 zählte die Stiftung 335.000 Besucher.[2]

Seit September 2015 verbindet ein Skulpturenweg mit zwölf Werken des Bildhauers Tobias Rehberger die Fondation Beyeler mit dem Architekturpark „Campus“ der Weiler Firma Vitra.[3] Weitere zwölf Skulpturen kamen im Juni 2016 hinzu. Das Projekt heißt 24 Stops.[4][5][6][7]

Museumsgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Foyer der Ausstellungsräume, im Januar 2017
Lichtdurchflutete Ausstellungsräume
Skulpturen von Alexander Calder (vorn) und Ellsworth Kelly im Park der Fondation

1994 erhielt der Architekt Renzo Piano den Auftrag, für die Sammlung ein öffentliches Museum zu bauen, das am 18. Oktober 1997 im Park des Berowerguts in Riehen BS eröffnet wurde. Der Museumsbau zeichnet sich durch seine Einbettung in die Umgebung, mit Blick auf Obstwiesen in den Langen Erlen, das Flusstal der Wiese aus. Der 127 Meter lang gestreckte Bau liegt an der verkehrsreichen Baselstrasse; gegen deren Lärm wird er von einer mit Porphyrplatten verkleideten Mauer abgeschirmt.

Im Januar 2015 machte die Fondation ihre Absicht zur Errichtung eines Erweiterungsbaus im benachbarten, bisher privaten Iselin-Weber-Park öffentlich. Eine Jury wählte im September 2016 den Projektvorschlag des Schweizer Architekturbüros Peter Zumthor & Partner aus.[8]

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung Beyeler, die rund 250 Werke der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst enthält, dokumentiert den persönlichen Blick des Galeristen-Ehepaars Hildy und Ernst Beyeler auf die Kunst des 20. Jahrhunderts. Unter anderem werden Werke von Degas, Cézanne, Monet, Rousseau, van Gogh, Kandinsky, Matisse, Léger, Giacometti, Picasso, Miró, Calder, Klee, Ernst, Mondrian, Warhol, Lichtenstein oder Bacon gezeigt.[9] Die Rothko Rooms sind eine ausserhalb der USA einmalige Präsentation von Werken des Künstlers. Den Kunstwerken der klassischen Moderne werden etwa 25 Objekte der Stammeskunst aus Afrika, Ozeanien und Alaska gegenübergestellt.

1999 wurde der grosse Saal im Norden des Gebäudes um zwölf Meter erweitert, so dass seither ein Drittel der insgesamt 3800 Quadratmeter grossen Ausstellungsfläche für Sonderausstellungen reserviert werden kann, welche die ständige Sammlung ergänzen oder mit ihr in einen Dialog treten. Auch im umgebenden Garten des Museums werden immer wieder Sonderausstellungen gezeigt, die ohne Eintritt in das Museum zugänglich sind. Aufsehen erregte die Verhüllung der Bäume des Parks durch Christo und Jeanne-Claude im November/Dezember 1998. Ab September 2011 bis Januar 2012 fand die Präsentation von Louise Bourgeois’ Monumentalskulptur Maman in Bern, Zürich, Genf und in der Fondation Beyeler anlässlich des 100. Geburtstags der Künstlerin statt.[10] 2005 war die Stiftung Partnerorganisation der Skulpturenausstellung Blickachsen 5 in Bad Homburg vor der Höhe.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museums-Check mit Markus Brock: Fondation Beyeler in Riehen bei Basel. Dokumentarfilm, 29:30 Min., Buch und Regie: Martina Klug. Video von 3sat, mit Dani Levy und Direktor Sam Keller. Erstausstrahlung: 13. November 2011

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Hosch: Architekturführer Schweiz, die besten Bauwerke des 21. Jahrhunderts, Callwey, München 2015, ISBN 978-3-7667-2149-5, S. 258.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fondation Beyeler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besucherstatistik, Homepage Museen Basel (siehe Abschnitt «Monografisches»), abgerufen am 9. August 2013
  2. Reto E. Wild: Reiseland Schweiz. Migros Magazin, Zürich 13. Juli 2015, Seite 8
  3. Ulrich Senf: Weil am Rhein: Kunst setzt die Regio in Bewegung. Badische Zeitung, ; abgerufen am 5. Mai 2016.
  4. Jochen Fillisch: Weil am Rhein: Schaudepot soll neuen Besucherschub bei Vitra bringen. Badische Zeitung, ; abgerufen am 5. Mai 2016.
  5. Rehberger-Weg. Abgerufen am 5. Mai 2016.
  6. Rehberger-Weg zwischen Vitra Campus und Fondation Beyeler, Stefan Tolksdorf, Badische Zeitung, 11. Juni 2016, abgerufen 12. Juni 2016
  7. Roswitha Frey: Ausstellungen: Kunst in der Natur: Rehbergers "24 Stops" vom Vitra Campus bis zur Fondation Beyeler. Badische Zeitung, ; abgerufen am 14. Juni 2016.
  8. Erweiterungsprojekt. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  9. Liste der Künstler der Sammlung Fondation Beyeler, abgerufen am 2. September 2013.
  10. Louise Bourgeois, fondationbeyeler.ch, abgerufen am 16. April 2013.
  11. Dalí, Magritte, Miró – Surrealismus in Paris, Fondation Beyeler, abgerufen am 30. Oktober 2011
  12. Edgar Degas Homepage Fondation Beyeler, abgerufen am 3. Oktober 2012
  13. Schenkung Collection Renard Die Tageswoche, abgerufen am 9. August 2013
  14. Maurizio Cattelan My Art Guides, abgerufen am 9. August 2013

Koordinaten: 47° 35′ 17,3″ N, 7° 39′ 3,8″ O; CH1903: 615980 / 270849