Frances de la Tour

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Frances de la Tour (* 30. Juli 1944 in Bovingdon, Hertfordshire, England) ist eine britische Schauspielerin mit französischen Vorfahren.

Leben und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frances de la Tour ist die Tochter von Moyra (geb. Fessas) und Charles de la Tour. Sie besuchte das französische Mädchengymnasium Lycée Français in London und das Drama Centre London. Danach wurde sie 1965 Mitglied der Royal Shakespeare Company (RSC) wo sie bei Michel Saint-Denis lernte. Die nächsten sechs Jahre übernahm sie die Rollen vieler Stücke, wobei diese immer größer wurden. Bis hin zu Hoyden in Der Rückfall und die gefährdete Tugend (von John Vanbrugh) und ihr Höhepunkt in Peter Brook Fassung von Ein Sommernachtstraum, in welchem sie die Helena spielte. Seit den 1970ern erscheint sie auch als Fernseh- und Leinwandschauspielerin. So spielte sie unter anderem die französische Schulleiterin Olympe Maxime in Harry Potter und der Feuerkelch.

Sie ist die Schwester des Schauspielers und Drehbuchautors Andy de la Tour, und war kurzzeitig verheiratet mit dem Dramatiker Tom Kempinski. Sie hat einen Sohn und eine Tochter.[1]

Sie ist Sozialistin und engagierte sich in den 1970ern politisch bei der Vorläuferin der Socialist Equality Party, der Workers Revolutionary Party.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 wurde de la Tour mit dem Tony Award in der Kategorie Beste Schauspielerin in einer Nebenrolle für ihren Part der Mrs. Lintott in der Broadway-Inszenierung von Alan Bennetts The History Boys ausgezeichnet. 2007 wurde de la Tour für den gleichen Part in der Verfilmung des Theaterstückes für den British Academy Film Award nominiert, der Preis ging jedoch an Jennifer Hudson.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: Country Dance
  • 1970: Every Home Should Have One
  • 1972: Our Miss Fred
  • 1977: Wombling Free
  • 1977: Maggie: It’s Me
  • 1980: Rising Damp
  • 1981: Duet for One
  • 1985: Murder with Mirrors
  • 1987: Clem
  • 1991: Bejewelled
  • 1993: Genghis Cohn

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971: The Marty Feldman Comedy Machine
  • 1974–1976: Play for Today (zwei Episoden)
  • 1974–1978: Rising Damp (24 Episoden)
  • 1976: Crown Court (eine Episode)
  • 1977: The Galton & Simpson Playhouse (eine Episode)
  • 1978: Leave It to Charlie (eine Episode)
  • 1980: Flickers
  • 1982: ITV Playhouse (eine Episode)
  • 1983: The Bounder (eine Episode)
  • 1984: Ellis Island
  • 1986: Unnatural Causes (eine Episode)
  • 1988: A Kind of Living (eine Episode)
  • 1993: Every Silver Lining
  • 1993: Stay Lucky (eine Episode)
  • 1994: Downwardly Mobile
  • 1996: Cold Lazarus (vier Episoden)
  • 1997: The History of Tom Jones, a Foundling (fünf Episoden)
  • 1998: Heartbeat (eine Episode)
  • 2003: Born and Bred (eine Episode)
  • 2004: Agatha Christie’s Poirot (eine Episode)
  • 2004: Waking the Dead – Im Auftrag der Toten (eine Episode)
  • 2005: Sensitive Skin (eine Episode)
  • 2006: Agatha Christie’s Marple (eine Episode)
  • 2006: New Tricks – Die Krimispezialisten (eine Episode: Old Dogs)
  • 2006: 3 lbs (eine Episode)
  • seit 2013: Vicious

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frances de la Tour Biografie. In: filmreference.com. Abgerufen 2. Oktober 2014.