Freier Deutscher Autorenverband

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Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) ist eine Berufsorganisation für deutschsprachige Autoren. Seine Mitglieder sind Schriftsteller, Texter, Kritiker, Librettisten, sonstige publizierende Kulturschaffende und Autorenerben.

Der FDA ist als Mitglied der Deutschen Literaturkonferenz mittelbar auch an dem Deutschen Kulturrat beteiligt, der die kulturellen, sozialen und ökonomischen Belange und Interessen der Autoren vor Mandatsträgern und der Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union vertritt.[1] Ferner wirkt der FDA am Deutschen Literaturfonds und der Künstlersozialkasse mit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FDA entstand aus der im Frühjahr 1972 gebildeten „Fraktion unabhängiger Schriftsteller im VS“, als konservative Mitglieder des bayrischen Landesverbandes einen Beitritt des Verbands deutscher Schriftsteller (VDS) zu der als links geltenden IG Druck und Papier nicht mittragen wollten und bei der Vorstandswahl unterlagen. Der Trennung, zunächst nur auf Bayern beschränkt und von Otto Zierer mitinitiiert, folgte am 23. Februar 1973 die Gründung in München auf Bundesebene als gewerkschaftsunabhängige Autorenvereinigung.[2][3] 1974 besetzte der FDA im Verwaltungsrat der VG Wort drei der sechs für die schöngeistige Literatur vorgesehenen Plätze, darunter Luis Trenker und der FDA-Präsident Hubertus Prinz zu Löwenstein.[4]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesverband FDA gliedert sich in ein Präsidium aus Präsident, Vizepräsident, Schatzmeister, Justitiar, Europabeauftragter, Wettbewerbs- und Jugendbeauftragter, Sonderbeauftragter für Gremienarbeit und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit sowie in derzeit zehn Landesverbände mit jeweils eigenen Landesvorständen.

Folgende Präsidenten bzw. Präsidentinnen standen dem FDA seit seiner Gründung vor:

Aufnahmekriterien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufnahmekriterien unterliegen den Vorgaben der jeweiligen Landesverbände. Generell gilt jedoch, dass im FDA auch „unabhängige Autoren“ und „Selfpublisher“ (Ersteller von Selbstpublikationen) ohne Buchveröffentlichungen in regulären Publikumsverlagen Mitglied werden können.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Detlef Gojowy: Dokumentation zum 30-jährigen Bestehen 2003 und der Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr. Pandion, Simmern 2004, ISBN 3-934524-49-4.

Überregionale Periodika:

  • Für den Autor. FDA-Informationsblatt / FDA-Information. FDA, München, 1973–1985(?)
  • Wartburg-Dokumentation des Freien Deutschen Autorenverbandes. Bouvier, Bonn, seit 1995.
  • FDA aktuell. Mitteilungsblatt des Freien Deutschen Autorenverbandes. FDA, Sankt Augustin, 1999–2006.
  • Journal. Jahresheft des Freien Deutschen Autorenverbands. Salon Literatur-Verlag, München, seit 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetseite der Deutschen Literaturkonferenz
  2. Autoren-Gesplitter, in: Die Zeit vom 5. Mai 1972, Nr. 20
  3. Schriftsteller: Ende einer schönen Fiktion, in: Der Spiegel vom 4. September 1972
  4. Thomas Keiderling: Geist, Recht und Geld: Die VG Wort 1958–2008. Walter de Gruyter, 2008, ISBN 978-3-899494501, S. 71.
  5. FDA: Mitglied werden (Memento des Originals vom 7. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fda.de, online unter fda.de