Fußball-Militärweltmeisterschaft

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Fußball-Militärweltmeisterschaft
Voller Name CISM World Football Trophy
Verband Conseil International du Sport Militaire
Erstaustragung 1946
Hierarchie Globale Fußballmeisterschaft
Titelträger IrakIrak Irak
↑ Military World Games (Fußball bei den Militärweltspielen)

Die Fußball-Militärweltmeisterschaft, von 2001 bis 2005 offiziell World Military Cup (Welt-Militär-Cup), ist ein seit 1946 ausgetragener und seit 1949 vom Conseil International du Sport Militaire (CISM) organisierter Fußballwettbewerb für Männer-Nationalmannschaften der nationalen Streitkräfte.

Blick auf die Zuschauerränge bei der Veranstaltung in Catania (2003)

Bis 1969 fand der Männerwettbewerb jährlich statt, ab 1972 mit wenigen Ausnahmen alle zwei Jahre. Mit Einführung der im Vier-Jahres-Rhythmus stattfindenden, polysportiven Militärweltspiele (1995) wurde das Fußballturnier in diese Spiele integriert; darüber hinaus gab es aber bis 2005 noch weitere eigenständige Weltmeisterschaften.

Seit 2013 wird parallel zu dem Fußball-Wettbewerb der Militärweltspiele im Vier-Jahres-Rhythmus die CISM World Football Trophy ausgetragen. So ist das heutige System mit dem Profifußball vergleichbar, bei dem der Weltmeister alle vier Jahre bei der FIFA Fußball-Welmeisterschaftermittelt wird und der Gewinner des olympischen Fußball-Turniers die Goldmedaille erhält. Deshalb zählen seit 2013 die Goldmedaillen-Gewinner der Militärweltspiele nicht mehr als Fußball-Militärweltmeister, sondern nur der Gewinner der CISM World Football Trophy. Das nächste Turnier findet 2017 in Oman statt.

Seinen Höhepunkt bezüglich der Teilnehmerzahl erreichte das Männerturnier zwischen Mitte der 1960er und Ende der 1970er Jahre.

2001 wurde zusätzlich auch eine Frauenfußball-Weltmeisterschaft, die World Military Women's Championship, eingeführt, die ab 2007 ebenfalls in die Militärweltspiele integriert, aber danach auch weiterhin separat ausgetragen wurde. 2016 wurde der erste CISM Women's World Football Cup ausgetragen, womit das System fortan das gleiche ist, wie bei den Männern. Die offiziellen Weltmeisterinnen ab 2016 sind also die jeweiligen Gewinner des CISM Women's World Football Cup.

Die Turniere im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

n.a. = nicht ausgetragen, n.b. = nicht bekannt; n.V. = nach Verlängerung, i.E. = im Elfmeterschießen

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Gastgeber Teiln. Finale Spiel um Platz drei
Sieger Ergebnis 2. Platz 3. Platz Ergebnis 4. Platz
1946 Prag,
Tschechoslowakei
11 England n.b. Tschechoslowakei Belgien n.b. n.b.
1947 Hannover,
Deutschland
9 Belgien n.b. Niederlande Dänemark n.b. n.b.
1948 Kopenhagen,
Dänemark
8 Frankreich n.b. Belgien Dänemark n.b. Luxemburg
1949 Lille/Paris,
Frankreich
5 Frankreich 3:1 Türkei Belgien 3:1 Niederlande
1950 Den Haag,
Niederlande
7 Italien 2:1 Belgien Frankreich (a)4:4(a) Niederlande
1951 Kairo,
Ägypten
6 Italien 3:1 Ägypten Frankreich 3:1 Belgien
1952 Athen,
Griechenland
6 Griechenland 3:2 Belgien Niederlande 1:0 Türkei
1953 Ankara/Istanbul,
Türkei
7 Belgien Ligamodus Türkei Griechenland 3er-Endrundengruppe
1954 Brüssel,
Belgien
10 Belgien 5:1 Türkei Portugal 1:0 Frankreich
1955 Rom,
Italien
12 Türkei Ligamodus Italien Ägypten Niederlande
1956 Lissabon,
Portugal
9 Italien Ligamodus Portugal Ägypten Türkei
1957 Buenos Aires,
Argentinien
13 Frankreich Ligamodus Argentinien Italien Brasilien
1958 Lissabon,
Portugal
11 Portugal 2:1 Frankreich Niederlande 4:3 Belgien
1959 Florenz,
Italien
11 Italien Ligamodus Portugal Frankreich 3er-Endrundengruppe
1960 Oran,
Französisch-Nordafrika
9 Belgien Ligamodus Türkei Griechenland Frankreich
1961 Ankara,
Türkei
n.b. Türkei Ligamodus Griechenland Frankreich Niederlande
1962 Seoul,
Südkorea
13 Griechenland 3:1/1:2 Südkorea Türkei n.b. n.b.
1963 Athen/Thessaloniki,
Griechenland
10 Griechenland Ligamodus Belgien Frankreich, Türkei
1964 Ankara/Istanbul,
Türkei
16 Frankreich Ligamodus Türkei Deutschland, Niederlande
1965 Madrid,
Spanien
18 Spanien n.b. Türkei Marokko n.b. Belgien
1966 Rabat,
Marokko
14 Türkei 2:1/0:0 Marokko (b)Niederlande, Spanien(b)
1967 Brüssel,
Belgien
15 Türkei Ligamodus Belgien (b)Marokko, Niederlande(b)
1968 Bagdad,
Irak
18 Griechenland n.b. Türkei (b)Niederlande, Spanien(b)
1969 Athen,
Griechenland
13 Griechenland kampflos Algerien Iran 1:1 Südkorea
1972 Bagdad,
Irak
16 Irak Ligamodus Italien Griechenland Türkei
1973 Brazzaville,
Republik Kongo
16 Italien Ligamodus Irak Kuwait Republik Kongo
1975 Hagen,
BR Deutschland
21 Deutschland 1:0 Niederlande Kuwait 6:5 n.V. Kamerun
1977 Damaskus,
Syrien
27 Irak 0:0 n.V.
(5:4 i.E.)
Kuwait Italien 3:1 n.V Frankreich
1979 Kuwait-Stadt,
Kuwait
27 Irak 0:0 n.V.
(4:3 i.E.)
Italien Kuwait 3:1 Österreich
1981 Doha,
Katar
17 Kuwait 1:0 Katar Syrien 2:0 Frankreich
1983 Kuwait-Stadt,
Kuwait
20 Kuwait 2:0 Belgien n.b. n.b. n.b.
1987 Arezzo,
Italien
n.b. Italien 2:0 Deutschland Ägypten 4:1 Belgien
1989 Caserta,
Italien
n.b. Italien 3:0 Marokko Belgien 1:0 Vereinigte Arabische Emirate
1991 Arnhem/Apeldoorn,
Niederlande
14 Italien 3:3 n.V.
(5:4 i.E.)
Deutschland Türkei 1:0 Frankreich
1993 Rabat,
Marokko
12 Ägypten 3:2 n.V. Marokko Deutschland 3:0 Frankreich
1997 Teheran,
Iran
12 Griechenland 1:0 Italien Frankreich 3:2 n.V Burkina Faso

„World Military Cup“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 Kairo,
Ägypten
11 Ägypten 3:0 Griechenland Nordkorea 5:0 Guinea
2005 Warendorf,
Deutschland
9 Ägypten 1:0 Algerien Katar 3:1 Deutschland

„CISM World Football Trophy“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 Baku,
Aserbaidschan
16 Irak 3:2 Oman Elfenbeinküste 1:0 Aserbaidschan
2017 Oman
(a) Frankreich wurde aufgrund der höheren Zahl eigener Eckbälle zum Gewinner erklärt
(b) gemeinsam auf Rang 3 gesetzt

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Gastgeber Teiln. Finale Spiel um Platz drei
Sieger Ergebnis 2. Platz 3. Platz Ergebnis 4. Platz
2001 Niederlande 4 Deutschland Ligamodus Niederlande England Kanada
2002 Kingston,
Kanada
4 Vereinigte Staaten 1:0 Deutschland Niederlande 4:0 Kanada
2003 Warendorf,
Deutschland
4 Deutschland 7:3 Niederlande Vereinigte Staaten 1:0 Kanada
2004 Newport News,
USA
n.b. Niederlande 3:0 n.V Deutschland Vereinigte Staaten 3:1 Kanada
2006 Assen,
Niederlande
6 Niederlande 2:0 Vereinigte Staaten Deutschland 6:4 n.V Frankreich
2008 Ede,
Niederlande
7 Deutschland 3:0 Frankreich Niederlande 2:1 Südkorea
2009 Biloxi,
USA
7 Brasilien 1:0 Südkorea Niederlande 2:1 Frankreich
2010 Cherbourg-O.,
Frankreich
8 Brasilien 1:0 Südkorea Frankreich 2:1 Niederlande
2012 Warendorf,
Deutschland
8 Deutschland 1:0 Südkorea Brasilien 2:0 Frankreich
2015 Mungyeong,
Südkorea
8 Brasilien 2:1 n.V. Frankreich Südkorea 3:0 Niederlande
2016 Bretagne,
Frankreich
8 Frankreich 2:1 Brasilien Südkorea 3:3
4:3 i.E.
Kamerun

Ranglisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine Platzierung unter den vier turnierbesten Mannschaften werden 4 Punkte für den Sieger, 3 für den Zweiten, 2 für den Dritten und 1 Punkt für den Vierten vergeben.

Die Tabelle „Männer (Insgesamt)“ zeigt den Stand aller ausgetragenen Weltmeisterschaften. Die Tabelle „Männer“ hingegen, die von der CISM offizielle ins Leben gerufene, organisierte und ausgetragene Weltmeisterschaften seit der ersten dieser Art im Jahr 2013

Männer
Rang Land 1. 2. 3. 4. ges. Punkte
1
Italien 8 4 3 0
15
50
2
Türkei 4 7 3 3
17
46
3
Belgien 4 6 3 4
17
44
4
Frankreich 5 1 6 6
18
41
5
Griechenland 6 3 3 0
12
39
6
Ägypten 5 3 3 0
11
35
7
Niederlande 0 2 5 5
12
21
8
Kuwait 2 1 3 0
06
17
9
Deutschland 1 2 2 2
07
16
10
Irak 3 1 0 0
04
15
11
Marokko 0 3 2 0
05
13
12
Portugal 1 2 1 0
04
12
Frauen (ohne 2013, 2014)
Rang Land 1. 2. 3. 4. ges. Punkte
1
Deutschland 4 2 1 0
7
23
2
Niederlande 2 2 3 1
5
21
3
Brasilien 3 1 1 0
6
17
4
Frankreich 1 2 1 3
7
15
5
Südkorea 0 3 2 1
6
14
6
Vereinigte Staaten 1 1 2 0
4
11
7
Kanada 0 0 0 4
4
04
8
England 0 0 1 0
1
02
9
Kamerun 0 0 0 1
1
01

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]