G Data Software

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G Data Software AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1985
Sitz Bochum, Deutschland
Leitung

Kai Figge
Andreas Lüning

Mitarbeiterzahl

über 400 [1]

Branche Software
Website www.gdata.de

Kai Figge, Andreas Pinkwart und Andreas Lüning bei der Eröffnung des G DATA Campus

Die G Data Software AG (Eigenschreibweise: G DATA Software AG) ist ein deutsches Softwarehaus mit Schwerpunkt auf IT-Sicherheitslösungen. Das Unternehmen wurde 1985 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Bochum. G Data gehört zu den größten Herstellern von Sicherheitslösungen im IT-Bereich in Deutschland.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endanwenderprodukte unterstützen in der aktuellen Version 2015 die Windows-Betriebssysteme XP (ab Service Pack 2, nur 32-Bit) sowie Vista, 7, 8 und 10[2] jeweils in der 32- und 64-Bit-Version. Für große Netzwerke und Firmenkunden gibt es besondere Versionen, welche zentral verwaltet werden können.

Seit Anfang Mai 2011 ist das Antivirenprogramm Mobile Security für das Android-Betriebssystem verfügbar. Seit Juni 2015 ist der Nachfolger G Data Internet Security für Android auf dem Markt, das neben Schadcode-Schutz auch Datenschutzkomponenten enthält.

Im Juli 2013 erweiterte G Data sein Produktportfolio und unterstützt nun auch die Mac OS X-Plattform mit G Data AntiVirus für Mac.

Produkte für Endanwender
  • G Data Antivirus
  • G Data InternetSecurity
  • G Data Total Security (ehemals Total Protection)
  • G Data Internet Security für Android
  • G Data Secure Chat für Android
  • G Data AntiVirus für Mac
G Data Business Produkte für Unternehmen
  • G Data AntiVirus Business
  • G Data ClientSecurity Business
  • G Data EndpointProtection Business
  • G Data Exchange MailSecurity
  • G Data PatchManagement (als Modul in G DATA Unternehmenslösungen)
  • G Data Managed Endpoint Security - powered by Microsoft Azure
Ehemalige Produkt-Serien
  • DaViDeo (Brennprogramm)
  • Logox (Text-to-Speech)
  • PowerDictate (Diktierprogramm)
  • GeoRoute/PowerRoute (Routenplanung)
  • PowerInfo (Telefonbuch mit Routenplaner für PC)
  • G Data IS für HomeServer
  • G Data CloudSecurity
  • G Data NotebookSecurity
  • G Data InternetSecurity für Netbooks
  • G Data BankGuard
  • G Data SmallBusiness Security

Die Software wird europaweit, in Nord- und Südamerika, Afrika sowie in Asien vertrieben und ist in 14 Sprachen erhältlich.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

G DATA War Room

Ein Merkmal von G Data AntiVirus ist die sogenannte „DoubleScan“-Engine welche mit Hilfe von zwei unabhängigen Virenscan-Engines (bis Version 2013: Avast Antivirus und BitDefender) eine hohe Virenerkennung erreichen soll.[3] Ab der Version 2014 wurde die Avast-Engine durch die CloseGap-Engine ersetzt, die G Data selbst entwickelt,[4] während als zweite Virenscan- und Spyware-Engine weiterhin BitDefender eingesetzt wird.[5]

Die Produkte enthalten eine Clouderkennung namens OutbreakShield, um den Virenschutz unabhängig von Signatur-Updates zu erhöhen, und eine Whitelisting-Funktion für Dateien vertrauenswürdiger Hersteller sowie Prüfsummengenerierung („Fingerprinting“) bereits geprüfter Dateien, um Virenprüfungen zu beschleunigen. Die OutbreakShield-Technologie stammt vom israelischen Sicherheitssoftware-Hersteller Cyren (ehemals Commtouch).[5]

Seit 2012 bietet der Hersteller mit BankGuard eine Technologie zur Absicherung des Online-Banking an, die signaturunabhängig in Echtzeit vor bekannten und unbekannten Banking-Trojanern schützen soll.

Anfang September 2014 brachte G Data den USB Keyboard Guard[6] heraus. Ein kostenloses Programm, das schädliche Angriffe von USB-Sticks mit infizierter Firmware (oder anderen kompromittierten USB-Geräten) – die sich als USB-Tastatur ausgeben – verhindern kann, indem der Anwender explizit bestätigen muss, dass es sich bei dem angeschlossenen USB-Gerät auch wirklich um eine Tastatur handelt. Bisher sind keine anderen Möglichkeiten der Abwehr solcher Angriffe bekannt, auch Antivirenprogramme sind hier machtlos.

G Data engagiert sich im sozialen Bereich. Pro verkauftem Neuprodukt, das über den eigenen Online-Shop gekauft wird, spendet das Unternehmen seit 2008 1 Euro an Plan International.[7]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde das Unternehmen nach einem Besuch der Hannover Messe 1985 durch einen 20-jährigen Studienanfänger und einen 19-jährigen Schüler.[8] Kai Figge und Andreas Lüning teilten dort die Begeisterung für den Atari ST und beschlossen, das knappe Angebot an Software selbst zu erweitern und aus einer Garage heraus zu verkaufen.

1987 programmierte Andreas Lüning das vielleicht erste kommerzielle Virenschutzprogramm für Atari ST, dem 1990 eines mit grafischer Benutzeroberfläche für MS-DOS folgte.[8]

Im Jahr 1993 entwickelte G Data die Software GeoRoute. Sie war der erste Routenplaner mit intelligenter Karte.

1997 folgte Logox, ein Programm zur Sprachausgabe für Windows.[9]

Im November 2000 wurde die im März 1990 gegründete GmbH gleichen Namens in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.[10]

Der Name G Data Security etablierte sich 2002. Ebenso wurde die DoubleScan-Technologie, wobei zwei Virenscanner unabhängig und parallel zueinander arbeiten, veröffentlicht.

Auf der CeBIT 2004 stellte G Data erstmals ihr Produkt „InternetSecurity“ vor.

Im Jahr 2005 veröffentlichte G Data als erstes Unternehmen einen Echtzeit-Virenschutz für ihre Produkte „AntiVirenKit“ und „G DATA InternetSecurity“.

2006 expandierte das Unternehmen weiter, es folgte der Markteintritt in verschiedenen Ländern. Die Eröffnung einer japanischen Niederlassung in Tokio fand 2004 statt. Im Jahr 2007 hatte G Data rund 100 Beschäftigte.[11] In den Jahren 2008 und 2009 schritt die Expansion durch den Markteintritt in Brasilien und Mexiko, sowie in den USA, Kanada und Russland weiter voran. Im Jahr 2009 machte G Data rund 25 Millionen Euro Umsatz, und im Sommer 2010 hatte das Unternehmen rund 300 Beschäftigte.[11] Im Jahr 2010 eröffnete G Data eine Zweigstelle in Italien, 2011 folgten Zweigstellen in Frankreich, den Niederlanden und Belgien. G DATA Sicherheitslösungen sind in über 90 Ländern erhältlich.

Mit der 2013 vorgestellten CloseGap-Technologie verwendet G Data erstmal eine eigene Technologie zur Virenerkennung (siehe Besonderheiten).[12]

Das EU-Gemeinschaftsprojekt IPACSO zeichnete G DATA 2014 als innovativstes IT-Sicherheitsunternehmen Europas aus und lobte die schnelle Reaktion auf neue Bedrohungen.[13]

2014 erwarb G Data als Mieter zweier Etagen im ehemaligen Hauptgebäude des Konsumvereins Wohlfahrt das gesamte Gelände des Sitzes seit 1991.[8] Die Gebäude auf dem sogenannten G Data Campus stehen unter Denkmalschutz.[14]

Seit 2015 ist G Data als AV-Hersteller exklusiver Launch-Partner der Microsoft Cloud in Deutschland, die Mitte 2016 in Deutschland verfügbar sein wird.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über G DATA. G DATA Software AG. Abgerufen am 3. September 2016.
  2. G Data Sicherheitslösungen sind Windows 10 kompatibel, Tojaner-Info.de, 1. August 2015.
  3. AV-Comparatives: On-demand Detection of Malicious Software (Februar 2010; PDF; 750 kB)
  4. Ingo Pakalski: G Data bringt Virenscanner mit eigener Scan-Engine, Golem.de, 7. März 2013.
  5. a b https://help.gdatasoftware.com/b2c/GDAV/2015/de/4345345.htm
  6. G Data Whitepaper – G Data USB Keyboard Guard
  7. Plan Patenschaften - G DATA Software AG
  8. a b c Von der Garage in die Welt. In: Wirtschaft im Revier. Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet, Oktober 2015, ISSN 0724-4142, S. 60 f. (PDF; 5,67 MB).
  9. c’t 15/1997, S. 62
  10. Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag.
  11. a b Die Virenjäger aus dem Revier. Funke Mediengruppe. Juli 2010.
  12. Hans-Christian Dirscherl: G Data bringt neue Sicherheits-Technologie CloseGap, PC-Welt, 8. März 2013
  13. EU’s First Cyber Security & Privacy Innovation Awards, 24. Oktober 2014.
  14. Konsumverein Wohlfahrt, Königsallee 178. Stadt Bochum.
  15. IT-Security als Managed Service - Powered by Microsoft Azure. G Data Software AG.