Gandia

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Gemeinde Gandia
Wappen Karte von Spanien
Gandia (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Valencia Valencia
Provinz: Valencia
Comarca: La Safor
Koordinaten 38° 58′ N, 0° 11′ WKoordinaten: 38° 58′ N, 0° 11′ W
Höhe: 22 msnm
Fläche: 60,83 km²
Einwohner: 74.562 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.226 Einw./km²
Postleitzahl(en): 46700, 46701, 46702, 46730
Gemeindenummer (INE): 46131 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: José Manuel Prieto Part
Website: www.gandia.es

Gandia (spanisch Gandía) ist eine Stadt in der Valencianischen Gemeinschaft im Osten Spaniens mit 74.562 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019).

In Gandia soll die valencianische Nudelpaella Fideuà erfunden worden sein.

Ortslage und Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gandia liegt am Mittelmeer, genauer an der Costa del Azahar, 65 km südlich von Valencia und 96 km nördlich von Alicante.

Heute gehört Gandia zu den größeren Küstenstädten der Region, es ist ein lebendiges Zentrum des Handels und des Tourismus. Die Stadt besteht aus zwei Teilen, Gandia Vila um das alte Stadtzentrum mit den historischen Baudenkmälern, dem Bahnhof und den hauptsächlichen Einkaufsstraßen und Gandia Platja, wo man vor allem die Ferienwohnungen und Sommerhäuser findet, die meist nur während der Sommerzeit bewohnt werden. Strand und Stadtzentrum sind ungefähr 2 km voneinander entfernt, wodurch Tourismus und Lebensalltag der Einwohner voneinander getrennt sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gandia war ein wichtiges kulturelles und kommerzielles Zentrum während des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts. Von 1548 bis 1772 bestand die von Jesuiten getragene und geleitete Universität Gandia. Einer ihrer Professoren war Emmanuel Sá. Infolge der Aufhebung des Jesuitenordens wurde die Universität geschlossen wurde. Damit verlor die Stadt ihr intellektuelles Zentrum.

Vor allem ist die Stadt bekannt durch die Borgia, die Herzöge von Gandía, deren Palast, das Geburtshaus von Francisco de Borja, eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt darstellt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gandia war Knotenpunkt zweier Bahnstrecken: von Carcaixent nach Dénia und von Alcoi zum Hafen von Gandia. Bis heute in Betrieb ist lediglich ein Teil des ehemaligen Astes nach Carcaixent, dort fahren heute S-Bahn-artige Cercanías-Züge nach Valencia.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausiàs March (* um 1397 in Gandia; † 1459 in Valencia), valencianisch-katalanischer Dichter
  • Joanot Martorell (* 1410 in Gandia; † 1465), valencianisch-katalanischer Schriftsteller
  • Benito Sanz y Fores (* 1828 in Gandia; † 1895 in Madrid), römisch-katholischer Theologe, Hochschullehrer und Erzbischof
  • Enrique Llopis (* 2000), Hürdenläufer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gandia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).