Gaukler- und Kleinkunstfestival (Koblenz)

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Le Mime Daniel, Preisträger 2011 (1. Preis)
Kay Ray bei einem Bühnenauftritt auf dem Gaukler- und Kleinkunstfestival in Koblenz 2005
Pantomime Pablo Zibes - Sonderpreis 1.999

Das Internationale Gaukler- und Kleinkunstfestival Koblenz (GAUKLERFESTung) ist ein Festival für Gaukler, Akrobaten, Komiker und ähnliche Künstler, das in der Altstadt von Koblenz (Rheinland-Pfalz) ausgerichtet wird. Die seit 1992, dem Jahr der 2000-Jahr-Feier der Stadt Koblenz, jeweils Ende Juli oder Anfang August stattfindende Veranstaltung wird alljährlich von rund 50.000 Menschen besucht.[1]

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Festival der Kleinkunst dauert drei Tage und startete, bis zur Verlegung der Veranstaltung auf die Festung Ehrenbreitstein, mit einer Varieté Gala am Freitagabend auf dem Schulhof des Görres-Gymnasiums. Samstags und sonntags waren in der Altstadt unter freiem Himmel internationale Gaukler, Walk-Act-Künstler, Jongleure und Clowns unterwegs um Besucher jeden Alters auf Bühnen, Plätzen, Gassen und im Gauklerzelt zu unterhalten. Am Samstagabend findet jährlich die Gauklergala statt, beim großen Finale am Sonntagabend stellen einige Künstler ihr Programm vor. Eine Jury ermittelt die Gewinner und verleiht die Koblenzer Gauklerpreise.

Im Jahr 2009 wurde erstmals für die drei Abendprogramme Eintritt erhoben, die restlichen Auftritte waren gratis. Im Jahr 2010 nahmen rund 80 nationale und internationale Künstler an dem Festival teil.[2] Veranstalter des „Internationalen Gaukler- und Kleinkunstfestivals Koblenz“ ist die Koblenz-Touristik, die künstlerische Leitung übernimmt das Café Hahn. Das Festival ist Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz und wird damit vom Land gefördert.

Unter dem Motto „GAUKLERFESTung“ fand 2013 erstmals die Veranstaltung nicht in der Koblenzer Altstadt, sondern auf der Festung Ehrenbreitstein statt.[3] Nachdem 2015 das Festival zum zweiten Mal auf der Festung stattfand, fiel die Entscheidung, die Veranstaltung zukünftig immer, organisiert durch den „Förderverein Kultur im Café Hahn“ auf Ehrenbreitstein auszurichten. Neben der Belebung der durch eine Seilbahn an die Altstadt angebundene Festung, ist die Refinanzierung durch Eintrittserlöse ein Argument für den neuen Veranstaltungsort.[4]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewinner der Kleinkunstpreise der Stadt Koblenz lauten:

Jahr 1. Preis 2. Preis 3. Preis Sonderpreise Der Goldene Arsch mit Ohren
2015 Manic Freak Show Twin Spin Duo Charisma Comagnie Feuervogel Heri Lehnert
2014 Gabor Vosteen Mr. Dyvinetz Stefan Waghubinger Stone Age, Federico E. Galván und Sante D´Amours Fortunato Roberto Capitoni
2013 Heloise & Will Jens Heidtmann Hinz & Kunz Horses of Menorca Willi und Ernst
2012 Michael Hatzius Jeff Hess Alakazam (Al Millar) XL Insects und Tukkersconnexion Karl-Heinz Helmschrot
2011 Le Mime Daniel Magic Pepe Stenzel und Kivits Comedy Dog Show und Stef Vetters Paul Morocco
2010 Anne Klinge Barto David Werker Theater Pikante und Die Jazzpolizei Dave Davis
2009 Ass-Dur Le Bo Trio Dave Davis Dynamogène und Jochen, der Elefant Leo Bassi
2008 Pop Eyed René Marik Kotini Jr., Raymond & Mr. Sputnik Bouldegom Théâtre und So! ...und nicht anders Rob Spence
2007 Starbugs Erik Ivarsson Elastic Dirty Fred und Mabó Band Jango Edwards
2006 Le Mime Daniel Farellos Stenzel und Kivits Theater Rue Piétonne und Trio Sorrentino -
2005 Laura Kibel extra art Shirlee Sunflower Duo Gi Jo und Heinz baut Kay Ray
2004 Christoph Engels junge, junge & Andreas Römer Trifolie Basso Doble, Les Sages Fous und Matthias Jung -
2003 Planet Banana Judith Lanigan Bobarino Gravittini Irrwisch und Théâtre de la Toupine Ausbilder Schmidt
2002 Stefan Zimmermann & Sylvia Oelkrug Mario Barth
2001 Gogol & Mäx Die Niegelungen
2000 Scott the Magician
1999 Elliot „British Event Theatre Company“ und Pantomime Pablo Zibes[5][6]
1998 Magic Pepe Les Frites Foutures
1997 Flügzüg Robert Blake
1996 Flöz und Söhne
1995 Fundus
1994 Duo Naseweis
1993 Get a Grip
1992 The Flying Dutchmen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besucherzahl lt. Festivalticker.de
  2. Gaukler- und Kleinkunstfestival in Koblenz 2010 in: General-Anzeiger Bonn, 14. Juli 2010
  3. Finanzierung steht: Gauklerfest zieht auf die Festung Ehrenbreitstein in: Rhein-Zeitung, 16. März 2013
  4. Koblenz: Gauklerfest dauerhaft auf der Festung Ehrenbreitstein - Eifel - Zeitung. In: eifelzeitung.de. 28. Januar 2016; abgerufen am 27. März 2016.
  5. http://www.koblenz.de/bilder/stadtchronik_1999.pdf Seite 24
  6. http://www.pablo-zibes.de/walking-acts