Generalsekretär (österreichische Ministerien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mit Generalsekretär wird eine Führungsposition bezeichnet, die in verschiedenen österreichischen Bundesministerien besteht.

Stellung und Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Funktion ist zwischen die Ebene des Bundesministers, dem Ressortchef, und die Ebene der Sektionschefs, den als Leitern der Sektionen regulär höchsten Ministerialbeamten, eingeschoben. Im Unterschied zu einem Staatssekretär, der ebenfalls zwischen Minister und Beamtenschaft steht, besitzt der Generalsekretär gegenüber den unterstehenden Sektionsleitern Weisungsbefugnis.

Die Funktion war ursprünglich nur im Außenministerium vorgesehen, seit 1. April 2000 ist sie in allen Ministerien möglich. Mit 8. Jänner 2018 wurde der Generalsekretär unmittelbarer Vorgesetzter aller Sektionsleiter des Ministeriums, was zuvor nur im Außenministerium vorgesehen war.[1]

Einen Höchststand an Generalsekretären gab es in der Bundesregierung Kurz I. In der Bundesregierung Bierlein wurden dagegen ursprünglich nur zwei Generalsekretäre[2]; wenige Wochen später wurde der Generalsekretär im Bundeskanzleramt wieder abgeschafft.

Generalsekretäre der österreichischen Ministerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen Generalsekretär gab es mit Stand 30. Juni 2019 mit Johannes Peterlik nur im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.

Generalsekretäre nach Bildung der Bundesregierung Kurz II im Jänner 2020:[3][4]

  • Bildungsministerium: Martin Netzer
  • Kanzleramt: Bernd Brünner
  • Verteidigungsministerium: Dieter Kandlhofer
  • Finanzministerium: Dietmar Schuster[5]
  • Innenministerium: Helmut Tomac
  • Außenministerium: Peter Launsky-Tieffenthal
  • Landwirtschaftsministeriums: Gernot Maier[6]
  • Umwelt- und Verkehrsministerium: Herbert Kasser[7]
  • Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport: Eva Wildfellner[8][9]
  • Sozialministerium: Ines Stilling[10]

Keine Generalsekretäre im Sinne des Gesetzes waren oder sind:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Klatzer: Mächtige Posten in den Ministerien. In: ORF.at. 20. Dezember 2017, abgerufen am 4. Juni 2019.
  2. Lisa Nimmervoll: Kanzlerin Bierlein lässt die Generalsekretariate evaluieren. In: Der Standard. 4. Juni 2019, abgerufen am 4. Juni 2019.
  3. Neue Heimat für Minister, neue Mandatare, neue Sprecher. In: Die Presse. 7. Januar 2020, abgerufen am 8. Januar 2020.
  4. Tomac wird Generalsekretär im Innenministerium. In: ORF.at. 4. Januar 2020, abgerufen am 7. Januar 2020.
  5. meineabgeordneten.at: Dr. Dietmar Schuster, abgerufen am 19. Mai 2020
  6. Gernot Maier ist Generalsekretär des Landwirtschaftsministeriums. In: bauernzeitung.at. 9. Januar 2020, abgerufen am 9. Januar 2020 (österreichisches Deutsch).
  7. Gewessler macht Sektionschef zum Generalsekretär. In: ORF.at. 17. Januar 2020, abgerufen am 17. Januar 2020.
  8. Kogler ernennt Wildfellner zu Generalsekretärin. In: Oberösterreichische Nachrichten. 23. Januar 2020, abgerufen am 23. Januar 2020.
  9. Eva Wildfellner wird Generalsekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport. 22. Januar 2020, abgerufen am 23. Januar 2020.
  10. Ex-Ministerin Stilling neue Generalsekretärin im Sozialministerium. In: Die Presse. 28. Mai 2020, abgerufen am 23. August 2020.