Gerlinde Hämmerle

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Gerlinde Hämmerle (* 5. Juni 1940 in Wolfach) ist eine baden-württembergische Politikerin der SPD in die sie 1967 eintrat.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Fichte-Gymnasium in Karlsruhe und einer Ausbildung an der Frauenfachschule studierte Hämmerle an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und erwarb die Lehrbefähigung für das Lehramt an beruflichen Schulen. Danach trat sie in den Schuldienst in Baden-Württemberg ein. Von 1985 bis 1987 war sie Studiendirektorin und noch einige Jahre stellvertretende Schulleiterin an der Helene-Lange-Schule in Karlsruhe.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hämmerle ist seit 1967 Mitglied der SPD.[1] Von 1976 bis 1986 war sie Ortsvereinsvorsitzende und von 1983 bis 1987 Mitglied im Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg, ab 1985 im Präsidium des Landesvorstands.

Von 1971 bis 1987 war sie Mitglied im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe, ab 1982 als Vorsitzende der SPD-Fraktion. 1987 wurde sie über die Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag gewählt. 1988 wurde sie dort Mitglied im SPD-Fraktionsvorstand und ab 1991 Parlamentarische Geschäftsführerin. 1991 bis 1992 war sie eines von 31 Mitgliedern der vom Bundestag eingesetzten Unabhängigen Föderalismuskommission. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag war sie vom 1. August 1994 bis zum 5. Juni 2005 Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Karlsruhe, auch nach Ablösung der Großen Koalition durch die CDU-FDP-Koalition von 1996.

Seit über 20 Jahren ist sie Vorsitzende der Freunde des Badischen Landesmuseums.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerlinde Hämmerle ist Trägerin der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (2005),[2] der Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg und der Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe (2006).[3] Im Juli 2010 wurde ihr die Ehrenbürgerwürde der Stadt Karlsruhe verliehen.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerlinde Hämmerle war Stellvertretende Bundesvorsitzende der AWO und Mitglied des Bezirksvorstands der AWO Baden.

Sie gehörte dem ZDF-Fernsehrat und dem Zentralen Familienrat des Familienbundes deutscher Katholiken an und sie ist Mitglied in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und bei den Naturfreunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ina Hochreuter: Hrsg.: Landtag von Baden-Württemberg. 3. Auflage. Stuttgart 2012, ISBN 978-3-923476-16-9, S. 325.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ina Hochreuter: Frauen im Parlament, Südwestdeutsche Parlamentarierinnen von 1919 bis heute. Hrsg.: Landtag von Baden-Württemberg. 3. Auflage. Stuttgart 2012, ISBN 978-3-923476-16-9, S. 325.
  2. Liste der Ordensträger 1975–2019. (PDF; 180 kB) Staatsministerium Baden-Württemberg, S. 50, abgerufen am 12. Juni 2019.
  3. Mitteilung zur Verleihung der Ehrenmedaille in der Stadtzeitung Karlsruhe