Gukowo

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Stadt
Gukowo
Гуково
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Südrussland
Oblast Rostow
Stadtkreis Gukowo
Bürgermeister Boris Trofimow
Gegründet 1878
Stadt seit 1955
Fläche 37 km²
Bevölkerung 67.278 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1818 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 255 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 86361
Postleitzahl 347870–347881
Kfz-Kennzeichen 61, 161
OKATO 60 415
Website gukovo.donland.ru
Geographische Lage
Koordinaten 48° 3′ N, 39° 56′ OKoordinaten: 48° 3′ 0″ N, 39° 56′ 0″ O
Gukowo (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Gukowo (Oblast Rostow)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Rostow
Liste der Städte in Russland

Gukowo (russisch Гуково) ist eine russische Stadt in der Oblast Rostow im Föderationskreis Südrussland mit 67.278 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Nordwesten der Oblast, knapp 100 km Luftlinie nördlich von deren Hauptstadt Rostow am Don, nahe der Grenze zur Ukraine und etwa 15 km westlich der Bahnlinie Rostow–Moskau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung wurde 1878 als Zentrum der Bauernhöfe und Farmen im Umland gegründet und wurde wenig später das Zentrum des Kohlebergbaus in dieser Gegend. Der Ort ist mit dem Kohlebergbau gewachsen, sodass heute die Vororte mehrere Kilometer von Zentrum entfernt liegen. 1955 erhielt Gukowo das Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 8.837
1959 52.969
1970 65.105
1979 68.080
1989 67.336
2002 66.648
2010 67.278

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den allgemeinbildenden Schulen gibt es am Ort zwei Berufsschulen, ein Lyzeum, eine Bergwerkuniversität und ein Institut für Volkswirtschaft und Recht. Weiterhin gibt es zwei städtische Zeitungen, die Prowinzija und die Schachtjorskaja Nedelja sowie die beiden Fernseh- und Radiogesellschaften Nika und Helios, ebenso das einzige Bergbau-Museum dieser Art im europäischen Teil Russlands. Jährlich finden hier Rennen im Rahmen der russischen Rallye-Meisterschaft statt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwirtschaftszweig ist auch heute noch der Kohlebergbau. Die geförderte Anthrazit-Kohle wird zu einem großen Teil exportiert. Daneben haben sich Lebensmittelindustrie und holzverarbeitende Betriebe gebildet. Im Jahr 2006 waren 368 Gewerbe- und Industriebetriebe angemeldet. Seit einigen Jahren wird das Gebiet des Unterlaufs des Don bis zum Asowschen Meer für den Tourismus erschlossen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]