Donezk (Russland)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stadt
Donezk
Донецк
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Südrussland
Oblast Rostow
Stadtkreis Donezk
Bürgermeister Juri Tarassenko
Gegründet 1681
Stadt seit 1951
Fläche 110 km²
Bevölkerung 50.098 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 455 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 120 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 86368
Postleitzahl 346330–346342
Kfz-Kennzeichen 61, 161
OKATO 60 417
Website www.donetsk-ro.narod.ru
Geographische Lage
Koordinaten 48° 20′ N, 39° 57′ OKoordinaten: 48° 20′ 0″ N, 39° 57′ 0″ O
Donezk (Russland) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Donezk (Russland) (Oblast Rostow)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Rostow
Liste der Städte in Russland

Donezk (russisch Донецк) ist eine Stadt in der Oblast Rostow (Russland) mit 50.098 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1] Sie ist nicht zu verwechseln mit der Millionenstadt Donezk in der Ukraine.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in den nordöstlichen Ausläufern des Donezrückens etwa 170 km nördlich der Oblasthauptstadt Rostow am Don zwischen dem rechten Ufer des Sewerski Donez und seinem rechten Nebenfluss Bolschaja Kamenka. Unmittelbar nördlich, westlich und südlich der Stadt verläuft die Grenze zur Ukraine.

Donezk ist der Oblast administrativ direkt unterstellt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist Endpunkt der Fernstraße M21 von Wolgograd, die hier am Grenzübergang Donezk–Iswaryne (russisch Iswarino) die Ukraine erreicht und weiter als M 04 über Luhansk, Donezk (Ukraine) und Dnipro nach Snamjanka führt. Die M21 ist Teil der Europastraße 40.

Südlich der Stadt verlief die 1916 als Nord-Donez-Eisenbahn fertiggestellte Eisenbahnstrecke CharkiwLymanRodakoweLichowskoi (Station Lichaja) bzw. –Swerewo. Seit der Erlangung der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 liegt der von der Stadt zuvor genutzte, acht Kilometer entfernte Bahnhof Iswaryne jedoch im Ausland; zudem hatte die auf diesem Abschnitt eingleisige Strecke ihre Bedeutung auch im Güterverkehr bereits zuvor an andere Strecken verloren. Der Betrieb auf dem grenzüberschreitenden Abschnitt wurde daher eingestellt, sodass Donezk heute keine Eisenbahnanbindung hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1681 von Donkosaken als Staniza Gundorowka gegründet. Mit dem Beginn des Abbaus der Steinkohlevorkommen des Gebietes entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Bergmannssiedlung.

Die Siedlung erhielt 1951 das Stadtrecht. 1955 erfolgte die Umbenennung in Donezk nach dem Fluss Sewerski Donez. Zu diesem Zeitpunkt hieß die weitaus größere und bekanntere Stadt Donezk in der Ukraine noch Stalino (umbenannt 1961).

2016 fand hier ein international umstrittener Gerichtsprozess gegen die ukrainische Militärpilotin Nadija Sawtschenko statt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 42.369
1970 38.134
1979 44.147
1989 48.673
2002 48.040
2010 50.098

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donezk ist eines der Industriezentren des östlichen Donezbeckens. Neben der Steinkohlenförderung gibt es ein Werk für Bagger sowie Betriebe der Textil- und Lebensmittelindustrie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. http://orf.at/stories/2328699/2328701/ Pilotin als Symbol des Ukraine-Konflikts: „Volksheldin“ vs. „Mörderin“, orf.at 13. März 2016, abgerufen 13. März 2016.