Höhnstedt

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51.50277777777811.7375161Koordinaten: 51° 30′ 10″ N, 11° 44′ 15″ O

Höhnstedt
Gemeinde Salzatal
Ehemaliges Gemeindewappen von Höhnstedt
Höhe: 161 m
Fläche: 14,05 km²
Einwohner: 1549 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06179
Vorwahl: 034601
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Lage von Höhnstedt in Salzatal

Höhnstedt

Höhnstedt

Höhnstedt ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Salzatal im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde Salzatal am 1. Januar 2010[1] war Höhnstedt eine selbständige Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis. Letzter Bürgermeister Höhnstedts war Uwe Ringleb.

Geografie[Bearbeiten]

Höhnstedt liegt ca. 20 km westlich von Halle (Saale), zwischen Saale und Süßem See.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1121 erstmals urkundlich als Hostede erwähnt und lag im halberstädtischen Archidiakonatsbezirk Eisleben. Die gleichnamige ritterliche Adelsfamilie „von Höhnstedt“, die vom 13. bis zum 16. Jahrhundert nachgewiesen ist, entstammt dem Ort und hatte hier ihren Stammsitz.

Wappen[Bearbeiten]

Das älteste Gemeindesiegel stammt aus dem Jahr 1747. Es stellt einen Bauern dar, der in der rechten Hand drei Kornähren und in der linken Hand eine Weintraube hält. Zu seinem rechten Fuß sind Umrisse zu sehen, die vielleicht Felsen oder Säcke darstellen.

Das Wappen, das am 7. November 1997 durch das Regierungspräsidium Halle genehmigt wurde zeigt: „In Grün ein stehender goldener Winzer mit Kopfbedeckung, in der rechten Hand drei aufrechte goldene Ähren am Halm, in der linken eine gestielte hängende goldene Weintraube haltend.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirche St. Lucia und Ottilie

Die evangelische Kirche St. Lucia und Ottilie wurde in den Jahren 1830 bis 1832 im Stil der Neugotik erbaut und ersetzte die vorherige Kirche St. Maria. Der kreuzförmige Grundriss mit angrenzendem Westturm entstand nach Plänen des halleschen Stadtbaumeisters J. J. P. Schulze, dem Erbauer des Schauspielhauses in Halle (1836/37). Die Innenausstattung der Kirche ist einheitlich klassizistisch. [2]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Winzerfest im September

Vereine[Bearbeiten]

  • Verein zur Förderung und Erhaltung von Traditionen des Wein- und Obstbau in Höhnstedt
  • Höhnstedter Carnevalsclub Blau Gold (HCC)
  • SV Höhnstedt
  • Biks Höhnstedt e.V.
  • Weinbauverein Höhnstedt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Weinanbau[Bearbeiten]

Das Höhnstedter Weinanbaugebiet gilt als das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands und gehört zur Saale-Unstrut-Region. Schon in einer Urkunde Ottos II. (22. Oktober 973), die einen Tauschvertrag zwischen dem Erzbistum Magdeburg und einer Abtei in Fulda besiegelt, werden in der Region vineis, also Weinberge oder -gärten, erwähnt. Später entstand eine Vielzahl von Weinbauhütten, die heute das Bild der Weinberge prägen. Auf rund 60 ha werden gegenwärtig sieben Rebsorten in Höhnstedt angebaut. Im Jahr 2003 wurde die Weinstraße „Mansfelder Seen“ (ZappendorfUnterrißdorf) gegründet, die auf einer Länge von 21 km an 24 Sehenswürdigkeiten entlangführt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Höhnstedt liegt 7 km nördlich der Bundesstraße 80, die Halle (Saale) mit Eisleben verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  2. Kirche St. Lucia und Ottilie einschl. Innenaufnahmen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Höhnstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien