Höhnstedt

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Koordinaten: 51° 30′ 10″ N, 11° 44′ 15″ O

Höhnstedt
Gemeinde Salzatal
Ehemaliges Gemeindewappen von Höhnstedt
Höhe: 161 m
Fläche: 14,05 km²
Einwohner: 1549 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06198
Vorwahl: 034601
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Lage von Höhnstedt in Salzatal

Höhnstedt

Höhnstedt

Höhnstedt ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Salzatal im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde Salzatal am 1. Januar 2010[1] war Höhnstedt eine selbständige Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis. Letzter Bürgermeister Höhnstedts war Uwe Ringleb.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höhnstedt liegt ca. 20 km westlich von Halle (Saale), zwischen Saale und Süßem See.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1121 erstmals urkundlich als Hostede erwähnt und lag im halberstädtischen Archidiakonatsbezirk Eisleben. Die gleichnamige ritterliche Adelsfamilie „von Höhnstedt“, die vom 13. bis zum 16. Jahrhundert nachgewiesen ist, entstammt dem Ort und hatte hier ihren Stammsitz.

Höhnstedt gehörte zum Amt Seeburg im Distrikt Schraplau der Grafschaft Mansfeld.[2] Bei der Teilung der Grafschaft Mansfeld 1738/80 kam der Ort mit dem Amt Seeburg zu dem Anteil, den das preußische Herzogtum Magdeburg erhielt. Mit dem Frieden von Tilsit wurde der Ort Höhnstedt im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Er kam zum Kanton Seeburg.[3] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 das Gebiet. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Höhnstedt im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Mansfelder Seekreis angegliedert. [4]

Im Zuge der ersten Kreisreform in der DDR wurde Höhnstedt am 1. Juli 1950 in den Saalkreis umgegliedert. Mit der zweiten Kreisreform 1952 kam Höhnstedt in den neu zugeschnittenen Saalkreis im Bezirk Halle, der 2007 im Saalekreis aufging.[5] Bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde Salzatal am 1. Januar 2010 [6] war Höhnstedt eine selbständige Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis. Ortsbürgermeister der Ortschaft Höhnstedt ist Michael Scheffler.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste Gemeindesiegel stammt aus dem Jahr 1747. Es stellt einen Bauern dar, der in der rechten Hand drei Kornähren und in der linken Hand eine Weintraube hält. Zu seinem rechten Fuß sind Umrisse zu sehen, die vielleicht Felsen oder Säcke darstellen.

Das Wappen, das am 7. November 1997 durch das Regierungspräsidium Halle genehmigt wurde zeigt: „In Grün ein stehender goldener Winzer mit Kopfbedeckung, in der rechten Hand drei aufrechte goldene Ähren am Halm, in der linken eine gestielte hängende goldene Weintraube haltend.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Lucia und Ottilie

Die evangelische Kirche St. Lucia und Ottilie wurde in den Jahren 1830 bis 1832 im Stil der Neugotik erbaut und ersetzte die vorherige Kirche St. Maria. Der kreuzförmige Grundriss mit angrenzendem Westturm entstand nach Plänen des halleschen Stadtbaumeisters J. J. P. Schulze, dem Erbauer des Schauspielhauses in Halle (1836/37). Die Innenausstattung der Kirche ist einheitlich klassizistisch. [8]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winzerfest im September

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höhnstedter Carnevalsclub Blau Gold (HCC)
  • SV Höhnstedt
  • Biks Höhnstedt e.V.
  • Weinbauverein Höhnstedt
  • Junior Campus Höhnstedt e.V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinanbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Höhnstedter Weinanbaugebiet gilt als das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands und gehört zur Saale-Unstrut-Region. Schon in einer Urkunde Ottos II. (22. Oktober 973), die einen Tauschvertrag zwischen dem Erzbistum Magdeburg und einer Abtei in Fulda besiegelt, werden in der Region vineis, also Weinberge oder -gärten, erwähnt. Später entstand eine Vielzahl von Weinbauhütten, die heute das Bild der Weinberge prägen. Auf rund 60 ha werden gegenwärtig sieben Rebsorten in Höhnstedt angebaut. Im Jahr 2003 wurde die Weinstraße „Mansfelder Seen“ (ZappendorfUnterrißdorf) gegründet, die auf einer Länge von 21 km an 24 Sehenswürdigkeiten entlangführt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höhnstedt liegt 4 km nördlich der Bundesstraße 80, die Halle (Saale) mit Eisleben verbindet.

Blick auf Höhnstedt oberhalb der Welle

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  2. Beschreibung des Herzogtums Magdeburg und der Grafschaft Mansfeld magdeburgischen Anteils, S.476
  3. Beschreibung des Saale-Departements
  4. Der Mansfelder Seekreis im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Höhnstedt auf gov.genealogy.net
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  7. Ortschaft Höhnstedt auf der Webseite der Gemeinde Salzatal, abgerufen am 30. Oktober 2015
  8. Kirche St. Lucia und Ottilie einschl. Innenaufnahmen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Höhnstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien