Harald Döring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Harald Döring (* 29. Mai 1941 in Neudorf in Pommern; † 21. Dezember 1997 in Halberstadt) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Dörings kam 1946 als Aussiedler nach Löderburg. Dort besuchte Döring von 1947 bis 1955 die Grundschule. Von 1955 bis 1958 absolvierte er eine Lehre als Saatzüchter. Von 1959 bis 1961 besuchte er die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Rostock, und von 1961 bis 1965 studierte er bei Wolfgang Frankenstein und Konrad Homberg am Institut für Kunsterziehung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Dort hatte er 1964 seine erste Einzelausstellung. Mit Unterstützung durch Fritz Cremer und Willi Sitte wechselte er 1965 an die Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein, wo er bis 1969 bei Lothar Zitzmann und Willi Sitte Malerei studierte. Sein Schaffen wurde insbesondere von Sitte und Ronald Paris beeinflusst. Von 1969 bis 1971 arbeitete Döring freischaffend als Maler in Halle, vor allem im Porträtfach. Dabei beschäftigte er sich auch mit den Werken des irischen Malers Francis Bacon, was sich in seinen Arbeiten widerspiegelte.[1] In dieser Zeit entstanden als Auftragsarbeiten von Betrieben der Chemieindustrie in Buna/Leuna einige wichtige Werke. Von 1971 bis 1974 war Döring Meisterschüler von Walter Womacka an der Akademie der Künste der DDR.  Danach arbeitete er freischaffend in Halle und ab 1975 vor allem in Langenstein. Bei einem Studienaufenthalt in der Sowjetunion 1972/73 beschäftigte er sich u. a. in Museen in Moskau und Leningrad intensiv mit den Werken Édouard Manets und Claude Monets.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Döring gehörte mit seiner ganz eigenen Sicht auf die Wirklichkeit zu den aussichtsreichsten Künstlern der 70er und 80er Jahre. Mit Erfolg wurden seine Stillleben, Landschaften, Porträts und Gruppenbilder im nationalen Rahmen, aber auch international mit Erfolg gezeigt und besonders geehrt. Sie sind auch heute noch aktuelle Zeugnisse künstlerischer Auseinandersetzung mit Spannungsfeldern im persönlichen und gesellschaftlichen Umfeld.“[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Porträt eines Wissenschaftlers (Ölgemälde, 1970; ausgestellt 1972 auf der VII. Kunstausstellung der DDR)[3]
  • Bildnis der Familie Grumbach vor Landschaftskulisse Langenstein (Ölgemälde, 1976; ausgestellt 1977 auf der VIII. Kunstausstellung der DDR)[3]
  • . . . Döring (Ölgemälde, 1980; ausgestellt 1982/83 auf der IX. Kunstausstellung der DDR)[3]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979 Halle, Staatliche Galerie Moritzburg
  • 2020 Halle, Kunststiftung Sachsen-Anhalt

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lothar Lang: Malerei und Graphik in der DDR. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 1983; S. 249
  2. a b https://www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de/veranstaltungen/harald-doering-1941-1997/
  3. a b c Bildindex der Kunst & Architektur