Harter Brocken: Der Geheimcode

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Episode der Reihe Harter Brocken
OriginaltitelDer Geheimcode
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge88 Minuten
EinordnungEpisode 4 (Liste)
Erstausstrahlung19. Dezember 2019 auf Das Erste
Stab
RegieMarkus Sehr
DrehbuchHolger Karsten Schmidt
MusikTobias Wagner
Justin Michael La Vallee
Steven Schwalbe
KameraKristian Leschner
SchnittStefen Rocker
Besetzung
Chronologie

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Harter Brocken: Der Bankraub

Der Geheimcode ist ein deutscher Kriminalfilm von Markus Sehr aus dem Jahr 2019. Er wurde von der H & V Entertainment GmbH im Auftrag von der ARD Degeto Film für die ARD produziert. Es handelt sich um den vierten Kriminalfilm der Harter-Brocken-Reihe mit Aljoscha Stadelmann als Polizist Frank Koops.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinstadtpolizist Frank Koops ist gerade dabei, auf einer Landstraße im Harz eine allgemeine Geschwindigkeitskontrolle durchzuführen, als plötzlich ein herannahender PKW aus unersichtlichem Grund von der Straße abkommt. Koops eilt sofort zur Unfallstelle, kann dem Fahrer aber nicht mehr viel helfen. Im Sterben übergibt der Mann dem Polizisten einen Umschlag. Als er diesen auf dem Revier öffnet, findet er darin zwei Fotos und den ersten Teil eines Geheimcodes. Um diesen seltsamen Fall zu lösen, begibt sich Koops zunächst an die letzte Arbeitsstelle des Mannes, den er als Simon Schürer identifizieren konnte. Er hatte für einen großen Pharmakonzern gearbeitet und wollte ein paar Tage in seinem Ferienhaus im Harz verbringen. Dort trifft Koops unerwartet seine Kollegin Mette Vogt aus Braunlage, die hier einen Einbruch klären soll. Zurück auf seinem Revier erscheint bei Koops eine Claudia Böhm, die angibt, von Schürer als Personenschützerin engagiert worden zu sein. Da sie angeblich von dem Mann bereits bezahlt worden war, will sie Koops dabei unterstützen, den Tod ihres Klienten aufzuklären, von dem beide vermuten, dass es kein einfacher Unfall gewesen war. Dieser Verdacht erhärtet sich, als plötzlich auf Koops und Böhm geschossen wird und sich dabei herausstellt, dass hier ein Profikiller am Werk ist.

Am nächsten Tag trifft Koops auf Maria Joseph, die sich, wie vor ihr schon Böhm, bei ihm meldet. Sie besitzt einen eben solchen Brief, wie Schürer ihn Koops gegeben hatte. Ihr Brief enthält den zweiten Teil des Geheimcodes. Den dritten Teil soll eine Annett Kruse erhalten haben und gemeinsam sollten die drei entscheiden, was mit der Entdeckung passieren soll, die der Absender des Briefes gemacht hatte. Kurz vor seinem Tod hatte er die Briefe seinem Notar übergeben, der sie nun an die drei Empfänger gesandt hatte. Die drei kennen sich zwar nicht, sollten sich aber hier im Harz treffen, um den Code zu entschlüsseln und ihre Entscheidung zu treffen – so die Maßgabe des Wissenschaftlers, der vor vier Tagen umgebracht wurde. Eine Rückfrage beim Notar ist Koops nicht mehr möglich, weil auch jener gerade ermordet wurde. Zusammen mit Maria Joseph macht sich Koops auf die Suche nach Annett Kruse, die er im Hotel in St. Andreasberg vermutet, dort aber nicht finden kann. Dennoch gelingt es den beiden, des Rätsels Lösung näher zu kommen. Dem Absender des Briefes war es gelungen, eine Möglichkeit zu finden, ein sehr wirksames Krebsmedikament zu entwickeln, doch da die Herstellung auch Gefahren in sich bergen würde, war er sich nicht sicher, ob er seine Entdeckung der Öffentlichkeit freigeben darf. Deshalb sollten drei unabhängige Personen: der Wissenschaftler Schürer, die Philosophieprofessorin Maria Joseph und Annett Kruse darüber beraten, ob seine Formel angewendet werden sollte. Für Maria Joseph ist klar, obwohl sie selber unheilbar krebskrank ist, dass die Umsetzung der Formel nicht zu verantworten wäre. Das Agieren des Hauptkonzerns, für den der Entdecker gearbeitet hatte, und dem die Formel rechtlich gehört, würde im Endeffekt mehr Menschen schaden, als es den Erkrankten nutzte.

Inzwischen hat sich Claudia Böhm als Agentin des Pharmakonzerns geoutet, der die Formel um jeden Preis haben will, wird aber bei einer ersten direkten Konfrontation mit Koops und dem Killer getötet. Dieser setzt nun das Leben von Annett Kruse als Pfand für die Formel ein und bestellt Koops zu sich. Koops macht sich zusammen mit Maria Joseph auf den Weg zu einem abgelegenen Gebäudekomplex, wo der Killer auf sie wartet. Als Joseph den Umschlag mit der Formel an den Killer übergibt, stürzt sie sich mit ihm zusammen aus dem Fenster. Da dieser darauf nicht gefasst war, konnte er nicht mehr entsprechend reagieren. Beide sterben und für die Philosophin hat damit ihr früher Tod einen Sinn bekommen. Koops befreit Annett Kruse und erfährt, dass ihr krebskranker Sohn an einer Studie teilgenommen hatte, weshalb auch ihre Ansicht zählen sollte. Doch auch sie ist der Meinung, dass die Formel eine Gefahr darstellt und deshalb nicht verwendet werden sollte. Koops findet allerdings, dass die Menschen nicht umsonst gestorben sein sollten und veröffentlicht die Formel für jeden und weltweit zugänglich im Internet.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten erfolgten vom 16. Oktober bis zum 25. November 2018 unter dem Arbeitstitel Die dunkle Seite des Mondes in Sankt Andreasberg, Braunlage (Maritim Berghotel) und Umgebung im Harz.[1]

Als Eingangsmusik ist More than a Feeling der Gruppe Boston zu hören.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung im Ersten erfolgte am 19. Dezember 2019 um 20:15 Uhr. Er wurde von 5,01 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte damit einen Marktanteil von 16,7 Prozent.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Gehringer von Tittelbach.tv urteilte „In der Folge ‚Geheimcode‘ wird das beschauliche St. Andreasberg im Harz zum Schauplatz einer ebenso wilden wie originellen Thrillerkomödie um den letzten Willen eines Molekular-Biologen.“ „Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt verzichtet auf puren Realismus und penible Krimi-Logik und unterhält stattdessen bestens mit Tempo, Witz, sympathischen Typen und ein wenig philosophischem Tiefgang.“[2]

Bei der evangelische.de wertete Tilmann P. Gangloff: „Es ist gerade die Kombination gänzlich unterschiedlicher Tonfälle, die den großen Reiz des Films darstellt und ‚Harter Brocken‘ zu einer Ausnahmereihe im deutschen Fernsehen werden lässt.“[3]

Martin Seng von Quotenmeter.de äußerte sich ebenfalls positiv und schrieb: Der Geheimcode„eignet sich optimal für eine gute und spannende Abendunterhaltung. Die Mischung aus Humor, entsättigten Farben, dem verworrenen, aber zugleich interessanten Fall machen diesen Einsatz von Koops besonders ansprechend. Dazu kommt der gute Antagonist, den so manch anderer Krimi öfters vermissen lässt. Alles in allem bekommt man hier keinen harten Brocken vorgesetzt, sondern sehr gute Krimikost.“[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Geheimcode bei crew-united.com, abgerufen am 7. Januar 2020.
  2. a b Thomas Gehringer:Stadelmann, Fischer, Canonica, Weisz, Schmidt, Sehr. Der Polizist und die Philosophin bei tittelbach.tv, abgerufen am 7. Januar 2020.
  3. Filmkritik bei evangelisch.de, abgerufen am 7. Januar 2020.
  4. Martin Seng: Kritik zum Film bei Quotenmeter.de, abgerufen am 7. Januar 2020.