Haus Vorst

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Haus Vorst
Schlossgebäude im Innenhof

Schlossgebäude im Innenhof

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: gut
Ständische Stellung: Rittersitz
Ort: Leichlingen (Rheinland)
Geographische Lage 51° 5′ 22″ N, 7° 1′ 12,5″ OKoordinaten: 51° 5′ 22″ N, 7° 1′ 12,5″ O
Höhe: 82 m ü. NHN
Haus Vorst (Nordrhein-Westfalen)
Haus Vorst

Haus Vorst ist eine gut erhaltene Höhenburg im westlichen Bergischen Land am Übergang zur Rheinebene.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg liegt im Süden der Stadt Leichlingen (Rheinland) an der Grenze zu dem Leverkusener Ortsteil Bergisch Neukirchen. Sie erhebt sich auf einer bewaldeten Anhöhe, dem Vorster Busch, über einer Schleife der Wupper auf der rechten Seite des Flusses. Haus Vorst ist vom Zentrum Leichlingens aus über den Haus-Vorster-Weg zu erreichen.

Haus Vorst 03.jpg
Wehrturm
Haus Vorst 01.jpg
Außenansicht mit Eingang


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Hauses Vorst beginnt mutmaßlich im 11. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wurde die spätere Burg allerdings erst 1297 als Hof eines Hermanus de Foresto. In den darauffolgenden Jahrhunderten diente sie als Rittersitz bis sie durch französische Truppen etwa 1795 niedergebrannt wurde. Danach wurde die Anlage als Jagdschloss genutzt.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wird über den Halsgraben durch das im Westen stehende Burgtor mit angebautem Torwärterhaus betreten. Der runde Bergfried befindet sich im südlichen Burghof, während das in den Jahren 1832–1834 im neugotischen Stil auf den Fundamenten des alten Palas erbaute Herrenhaus nördlich des Burghofes liegt.

Im Jahre 1948 erwarb der Maler Werner Peiner die Burg und restaurierte sie. Bis zu seinem Tod nutzte er die Räume teilweise als Atelier. Bis Ende 2014 war die Burganlage, die 1984 in die Denkmalliste der Stadt Leichlingen eingetragen wurde, im Eigentum der Familie Albanus. Der Förderverein Kunst und Kultur auf Haus Vorst e.V. veranstaltete Ausstellungen und Konzerte auf dem Burggelände. 2015 erfolgte der Verkauf an einen Düsseldorfer Unternehmer, der die Burg als privaten Wohnsitz nutzt und den Zutritt zur Anlage nicht mehr gestattet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Petri, Georg Droege, Klaus Fink (Hrsg.): Nordrhein-Westfalen (= Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 3). 2. neubearbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1970.
  • Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Köln (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 4, Teil 1). Schwann, Düsseldorf 1897 (Nachdruck bei Pädagogischer Verlag Schwann-Bagel, 1983).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]