Hendrik Hoppenstedt

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Hendrik Hoppenstedt (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Hendrik Hoppenstedt (* 14. Juni 1972 in Großburgwedel) ist ein deutscher Jurist und Politiker der CDU. Er ist seit dem 14. März 2018 Staatsminister bei der Bundeskanzlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hendrik Hoppenstedt besuchte die Grundschule in Thönse und ging dann auf das Gymnasium Großburgwedel mit einem Auslandsaufenthalt in Abingdon in England. Nach dem Abitur leistete er seinen einjährigen Wehrdienst und ließ sich zum Reserveoffizier ausbilden. Anschließend studierte er bis 1999 Rechtswissenschaften an den Universitäten Passau, Lausanne und Würzburg, was er mit der Promotion beendete. In den kommenden zwei Jahren war er als Rechtsreferendar am Landgericht Hannover, bei der Staatsanwaltschaft Hannover und bei der Bezirksregierung Hannover beschäftigt, sowie beim Bundesrat und in der Deutschen Botschaft in den Vereinigten Staaten. Bis 2005 war er Bereichsleiter der Allianz SE in Berlin und als Rechtsanwalt tätig.

Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde am 31. Oktober 2004 zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Burgwedel in der Region Hannover gewählt[1] und bei der Kommunalwahl 2011 mit 73,1 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Zur Bundestagswahl im September 2013 trat Hendrik Hoppenstedt im Bundestagswahlkreis Hannover-Land I als Direktkandidat für die Christdemokraten an.[2] Er gewann den Wahlkreis mit 44,3 Prozent der Erststimmen gegen die bisherige Vertreterin Caren Marks von der SPD erstmals seit 1994 für die CDU und wurde damit Bundestagsabgeordneter. Das Amt des Bürgermeisters hat er mit Annahme des Bundestagsmandates aufgegeben.[3] Im Deutschen Bundestag war Hendrik Hoppenstedt von 2016 bis März 2018[4] stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz und Mitglied im Unterausschuss Europarecht sowie stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Zudem war Hoppenstedt stellvertretendes Mitglied im 2. Untersuchungsausschuss der 18. Wahlperiode.

Hoppenstedt ist Kreisverbandsvorsitzender der CDU Hannover-Land sowie Vorsitzender der CDU in der Region Hannover. Weiter bekleidet er seit dem 25. März 2015 den Dienstgrad eines Oberstleutnants der Reserve.[5]

Er zählt zu den 75 Unionsabgeordneten – 68 von der CDU (26,9 % aller CDU-Abgeordneten) und 7 von der CSU (12,5 % aller CSU-Abgeordneten) – die im Juni 2017 für die Gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt haben.[6]

Hoppenstedt ist seit der Bildung des Kabinett Merkel IV Staatsminister bei der Bundeskanzlerin und verantwortlich für die Koordination der Bund-Länder-Beziehungen.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hendrik Hoppenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marktspiegel Burgwedel, abgerufen am 30. Mai 2011
  2. Bernd Haase, Martin Laubner: Hendrik Hoppenstedt zieht es nach Berlin. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 25. Mai 2012, S. 14
  3. Martin Lauber:CDU will Nachfolger bald wählen Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 23. September 2013
  4. Pressemitteilung des Deutschen Bundestags vom 21. März 2018
  5. Journal des Bundesministeriums für Verteidigung vom 25. März 2015, letzter Satz des Artikels.
  6. DW: Ehe für alle: Welcher Abgeordnete dafür und welcher dagegen stimmte. In: welt.de. 30. Juni 2017, abgerufen am 7. Oktober 2018.
  7. Hendrik Brandt: Hendrik Hoppenstedt soll ins Kanzleramt wechseln. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 25. Februar 2018.