Henry Tesch

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Henry Tesch (* 4. November 1962 in Schwerin) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er war von 2006 bis 2011 Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule absolvierte Tesch von 1979 bis 1982 eine Berufsausbildung mit Abitur und diente bis 1985 als Soldat bei der Nationalen Volksarmee. Danach studierte er bis 1990 Germanistik und Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Leipzig. Im Anschluss daran war er bis 2006 als Lehrer für Deutsch und Geschichte am Gymnasium Carolinum in Neustrelitz tätig. Seit 2002 ist Tesch Schulleiter des Gymnasium Carolinum. Seit 2011 ist Tesch Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Residenzschloss Mirow e. V.[1]

Henry Tesch ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Politik[Bearbeiten]

Seit 1994 gehörte Tesch der Gemeindevertretung seines Wohnortes Roggentin an. Seit 1999 war er Bürgermeister der Gemeinde Roggentin, das 2014 von Mirow eingemeindet worden ist. 2006 trat Tesch der CDU bei. Nach der Landtagswahl 2006 kam es zur Großen Koalition von SPD und CDU, Tesch wurde als Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur in die von Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) geführte Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern berufen. 2009 war Tesch turnusmäßig Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Vom nachfolgenden Ministerpräsidenten Erwin Sellering wurde Tesch mehrfach kritisiert.

Wirkung[Bearbeiten]

Als Minister erreichte er 2009 die Verabschiedung des ersten Schulgesetzes für Mecklenburg-Vorpommern. Darin wurden den Schulen mehr Rechte zur Selbststeuerung übertragen. In der Lehrerausbildung wurden 2011 die wesentlichen Aufgaben von den Studienseminaren direkt an die Schulen übertragen. Als KMK-Präsident setzte er in einer Empfehlung der KMK durch, dass der 9. November als Projekttag in den Schulen aufzugreifen sei. Auch erreichte er 2011 die Einsetzung des Deutsch-polnischen Ausschusses für Bildungszusammenarbeit. Erste Schulversuche zur Inklusion begannen auf Rügen. Tesch schlug 2012 die im Land unübliche Verbeamtung von Lehrkräften vor, um Lehramtsreferendare im Land zu halten und zusätzliche Anreize für eine Lehrertätigkeit an einer staatlichen Schule zu schaffen. Sein Nachfolger Mathias Brodkorb (SPD) setzte dies um.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Träger des norwegischen Verdienstordens
  • Träger des französischen „Ordre des Palmes Académiques“ (verliehen am 17. September 2013 bei einem Festakt in der französischen Botschaft in Berlin)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/neustrelitz/schlossverein-will-nach-charlottes-spuren-suchen-1.366606