Herbert Trimbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Herbert Trimbach
Herbert Trimbach

Herbert Josef Trimbach (* 18. August 1954 in Schwärzelbach/Unterfranken) ist ein deutscher Jurist und seit 1. Februar 2012 Leiter der Abteilung „Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Polizei, Ordnungsrecht, Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen“ im Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg.[1] Trimbach ist Mitglied im AK II „Innere Sicherheit“ sowie seit 1. Juli 2015 Vorsitzender des Arbeitskreises V „Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung“ der Innenministerkonferenz. In diesem Gremium verständigen sich die Länder und der Bund unter anderem zu Themen wie dem Katastrophenschutz, den Folgen der Bundeswehrreform, den Aufgaben des Zivil- und Bevölkerungsschutzes sowie insbesondere auch zu den Auswirkungen des demografischen Wandels und den daraus resultierenden Konsequenzen auf die Bereiche Feuerwehr, Katastrophenschutz und das Ehrenamt. Darüber hinaus spielen der Schutz kritischer Infrastrukturen und die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes mit Blick auf den Klimawandel eine wesentliche Rolle.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trimbach absolvierte nach dem Abitur am Frobenius-Gymnasium in Hammelburg von 1974 bis 1975 den Grundwehrdienst. Von 1975 bis 1980 studierte er Rechtswissenschaft und Geschichte in Würzburg und Speyer. Sein Studium schloss er 1983 mit der 2. Juristischen Staatsprüfung in München ab.

Im Anschluss arbeitete Trimbach im Freistaat Bayern als Staatsanwalt und Richter sowie im Bundesministerium der Justiz in Bonn. Während er als Referent im Ministerium schwerpunktmäßig im öffentlichen Recht tätig war, konzentrierte er sich in seiner Tätigkeit als Richter am Landgericht Schweinfurt auf Zivil- und Handelsrecht, sowie das Strafrecht. 1988 promovierte er an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg bei Franz-Ludwig Knemeyer zum Dr. iur. utr.

Von 1984 bis 1992 war Trimbach Mitglied des Stadtrates in Hammelburg und des Kreistages im Landkreis Bad Kissingen. Im August 1992 wechselte er in das Land Brandenburg. Nach einer Richtertätigkeit am Bezirksgericht Potsdam arbeitete er bis 2007 im von Hans-Otto Bräutigam geführten Justiz- und Europaministerium. Hier war er Referatsleiter für Zivilrecht, Zivilprozessrecht und Grundbuchrecht und ab 1997 stellvertretender Leiter der Abteilung Öffentliches Recht, Privatrecht und Rechtspolitik, Abteilungsleiter war Dirk Brouër, der spätere Direktor des Bundesrates. Während dieser Zeit hat sich Trimbach intensiv mit den rechtlichen Regelungen zum Thema „offene Vermögensfragen“ auseinandergesetzt. Ab 2002 war Trimbach nebenamtlich Vorsitzender des Personalrates im Justizministerium und ab 2005 Mitglied im Landespersonalausschuss.

Von 2007 bis 2012 war Trimbach Vorsitzender Richter am Brandenburgischen Oberlandesgericht, wo er den 13. Zivilsenat und den 4. Familiensenat leitete.

Seit dem 1. Februar 2012 ist er als Ministerialdirigent Leiter der Abteilung „Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Polizei, Ordnungsrecht, Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen“ im Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg und trat damit die Nachfolge von Jürgen Storbeck an.

Trimbach ist Referendarausbilder und nebenamtlicher Prüfer im 1. und 2. juristischen Staatsexamen und Autor wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu juristischen und rechtspolitischen Themen (z. B. in Neue Juristische Wochenschrift, Neue Justiz (NJ)). Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift „pvt – Polizei Verkehr + Technik“. Trimbach ist Mitglied der SPD und der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Darüber hinaus war er Gründungsmitglied und Vizepräsident der Deutsch-Ukrainischen Juristenvereinigung.

Seit 1975 ist er Mitglied der Europa-Union Hammelburg. Trimbach setzt sich im Rahmen von Vorträgen und Seminaren, auch im europäischen Ausland, für den Gedanken des geeinten Europas ein. Für sein Engagement im Rahmen seiner 40-jährigen Mitgliedschaft erhielt er 2015 eine Ehrenurkunde des Landkreises Bad Kissingen.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dirk Brouër, Herbert Trimbach u .a.: Offene Vermögensfragen, ein Ratgeber. Rowohlt 1995, ISBN 3-499-13672-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf Herbert Trimbach auf den Seiten des Ministerium des Innern und für Kommunales (PDF, 32 kByte) vom 29. April 2013, abgerufen am 22. September 2015
  2. 40jaehrige Mitgliedschaft in der Europa-Union Hammelburg, vom 22. April 2015, abgerufen am 29. September 2015