Hupac

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Hupac AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft [1]
Gründung 1. März 1967
Sitz Chiasso TI SchweizSchweiz Schweiz
Leitung Bernhard Kunz
(Direktor)
Hans-Jörg Bertschi
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 440 (31. Dezember 2014)
Umsatz 470,63 Mio. CHF (2016)
Branche Logistik
Website www.hupac.ch

Die Hupac AG (offiziell ital: Hupac SA[1]) ist eine im alpenquerenden Güterverkehr auf dem Schienenweg tätige Schweizer Unternehmensgruppe. Sie betreibt sowohl begleitet (ganzer Sattelzug) wie unbegleitet (nur Sattelauflieger oder Seecontainer ohne Zugfahrzeug) den sogenannten kombinierten oder intermodalen Verkehr. Der Name wurde aus Huckepack hergeleitet, der nicht mehr gebräuchlichen Bezeichnung für den kombinierten Güterverkehr. Der Hauptsitz befindet sich im Grenzort Chiasso im Kanton Tessin. Direktor der Hupac-Gruppe, die Ende 2014 aus 13 Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, in Deutschland, Italien, den Niederlanden, Belgien und Russland bestand, ist Bernhard Kunz.[2]

Hupac beschäftigte per Ende 2016 insgesamt 440 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Umsatz von 470.3 Millionen Schweizer Franken. Das Unternehmen beförderte mit täglich 110 Zügen insgesamt 737'311 Strassensendungen (2009: 607'284) mit einem Gesamtgewicht von 11,96 Millionen Tonnen (2009: 10,7 Millionen Tonnen), wovon 431'839 Strassensendungen bzw. 8,2 Millionen Tonnen im transalpinen Verkehr.[2]

Am Aktienkapital von 20 Millionen Franken sind mit 72 % Transport- und Speditionsunternehmen aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden sowie mit 28 % mehrere Bahnunternehmen beteiligt. Die Hupac AG ihrerseits hält an verschiedenen Unternehmen im Tätigkeitsumfeld des kombinierten Verkehrs wesentliche Minderheitsbeteiligungen, darunter die Kombi-Operateure Cemat und RAlpin, die Terminalgesellschaft Combinant und der Datenverarbeitungsdienstleister Cesar Information Services.[2]

Da die Schweizerische Verkehrspolitik eine Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zum Ziel hat, kann Hupac auf staatliche Fördermittel aus Treibstoffzöllen zählen. So wurde beispielsweise die Terminals in Busto Arsizio-Gallarate in Norditalien und Singen (Hohentwiel), mit solchen Fördergeldern aus der Schweiz finanziert.[2]

Hupac-Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HUPAC-Lokomotive des Typs EuroSprinter

Unter dem Dach der Hupac AG mit Sitz in Chiasso, welche das Anlagevermögen bewirtschaftet, wird das operative Geschäft über verschiedene Beteiligungsgesellschaften betrieben. Von den rund 400 Mitarbeitern sind 50 % bei den Tochtergesellschaften in Italien beschäftigt.[2]

  • Hupac Intermodal AG, Chiasso (100 %)
  • Hupac SpA, Mailand (97 %), ein Eisenbahnverkehrsunternehmen
  • Hupac GmbH, Singen (100 %)
  • Termi AG, Chiasso (100 %)
    • Termi SpA, Busto Arsizio (5 % direkt, 95 % über Termi AG, Chiasso)
  • Fidia SpA, Mailand (97 %)
  • Hupac Intermodal BVBA, Antwerpen (99,94 % direkt, 0,06 % über Hupac Intermodal NV, Rotterdam)
  • Hupac Intermodal NV, Rotterdam (100 %)
  • Hupac GmbH, Singen (Hohentwiel) (100 %)
  • Centro Intermodale SpA, Mailand (100 %)
    • Terminal Piacenza Intermodale SrL, Piacenza
  • Hupac LLC, Moskau (98 %)
  • Intermodal Express LLC, Moskau (75 %, 25 % bei Andrey Munkin)

Die Hupac LLC in Moskau wurde im Februar 2014 gegründet; ihre Aufgabe ist die Beschaffung und Vermietung von Rollmaterial.

  • Hupac International Logistics (Shanghai) Co. Ltd, Shanghai (100 %)

Ferner hält Hupac folgende Minderheitsbeteiligungen:

  • Cemat SpA, Mailand (34,48 %)
  • Cesar Information Services Scarl, Bruxelles (25,1 %)
  • Combinant NV, Antwerpen (35 %)
  • RAlpin AG, Olten (30 %)
  • SBB Cargo International (25 %)
  • PCC Intermodal S.A. (13,94 %)[3]

Verbindung der Rollenden Autobahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 wird die RoLa durch die Schweiz von der Tochtergesellschaft RAlpin betrieben.

Verbindungen im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spezialwaggon der HUPAC für Sattelauflieger

Ca. 170 Verbindungen auf folgenden Strecken:

  • Skandinavien ⇔ Italien
  • Deutschland ⇔ Italien
  • Niederlande ⇔ Italien
  • Belgien ⇔ Italien
  • Import/Export Schweiz transalpin
  • Binnenverkehr Schweiz transalpin
  • Import/Export Schweiz nicht transalpin
  • Benelux/Deutschland ⇔ Südosteuropa
  • Benelux/Deutschland ⇔ Polen
  • Belgien ⇔ Südfrankreich/Spanien

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hupac betreibt Umladeterminals in der Schweiz, Italien, Deutschland und Niederlande (Busto Arsizio-Gallarate, Singen, Antwerpen, Aarau, Basel, Chiasso, Piacenza, Lugano Vedeggio, Novara).

Der Rollmaterialpark umfasst rund 5200 Bahnwagen. Ein Instandhaltungswerk in Busto Arsizio ist für den Unterhalt der Fahrzeuge zuständig.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag der «Hupac SA» im Handelsregister des Kantons Tessin
  2. a b c d e Geschäftsbericht 2014
  3. Hupac steigt in den polnischen Container-Transport ein. In: verkehrsrundschau.de. 18. Juni 2015; abgerufen am 7. August 2015.