Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr

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Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr
— IT-AmtBw —
Wappen des IT-AmtBw
Staatliche Ebene Bund
Stellung Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium der Verteidigung
Gründung 1. Juli 2002
Auflösung 30. September 2012 [1]
Hauptsitz Koblenz
Behördenleitung zuletzt Brigadegeneral Klaus Veit (in Vertretung)
Bedienstete ca. 1000
Website www.it-amtbw.de (Memento vom 24. Juli 2012 im Internet Archive)
Standort Bonn des IT-AmtBw (März 2012)

Das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr (IT-AmtBw) war eine Bundesoberbehörde (Bundeswehrverwaltung)[2] im Organisationsbereich Rüstung mit Hauptsitz in Koblenz.

Aufgabe des Amtes war es, Streitkräfte und Wehrverwaltung mit aufgabengerechten, modernen und wirtschaftlichen IT-Verfahren und IT-Systemen auszustatten.

Das Amt war eine Ausgründung aus dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung sowie einigen militärischen Ämtern[A 1] (z. B. Amt für Fernmelde- und Informationssysteme der Bundeswehr). Sein Hauptsitz befand sich in Koblenz-Rauental.[A 2]

Das Amt unterstand in fachlicher, organisatorischer und personeller Hinsicht der Abteilung Modernisierung[A 3] des BMVg.

Zum 30. September 2012 wurde das Amt aufgelöst,[1] die Aufgaben gingen auf das neue Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) sowie auf das ebenfalls neu aufgestellte Betriebszentrum IT-System der Bundeswehr über. Die weiteren Angaben beziehen sich auf den Stand vor der Auflösung.[A 4]

Das Amt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Struktur des Amtes orientierte sich an seinem Aufgabenspektrum. Sie war darauf ausgerichtet, die Verfahrensbestimmungen für die Bedarfsermittlung und Bedarfsdeckung in der Bundeswehr (Customer Product Management) effektiv umzusetzen. Die querschnittlichen Aufgaben Informationsmanagement, Konzeption, Vertrag, Haushalt und Wirtschaftlichkeit wurden so eng mit den Aufgaben der Projektierung, der Einführung und des Nutzungsmanagements verzahnt.

Organigramm IT-AmtBw

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt wurde von einem zivilen Präsidenten geleitet, ein militärischer Vizepräsident vertritt ihn. Die Leitung des Amtes wurde unmittelbar durch den Leitungsstab/Controlling sowie die Zentrale Unterstützung bei der Wahrnehmung administrativer Aufgaben unterstützt.

Nachgeordnete Behörde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Amt nachgeordnet war das Zentrum für Informationstechnik der Bundeswehr (IT-ZentrumBw).[A 5] Das IT-ZentrumBw nahm Aufgaben der IT-Sicherheit, der Systemintegration, der Projektunterstützung sowie der konkreten IT-Unterstützung für den Einsatz wahr. Zusätzlich war der Stab Feldversuch Führungsinformationssystem Heer als temporäres Organisationselement des IT-ZentrumBw eingerichtet. Er koordinierte und steuert die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Feldversuchen und Einsatzprüfungen für das Führungsinformationssystem Heer.

Die Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abteilung A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abteilung A bildete den konzeptionellen Kern des Amtes . Die Aufgaben umfassten Informationsmanagement, Interoperabilität sowie die Festlegung von Standards und Sicherheitsarchitekturen. Ziel war es, die Streitkräfte so auszustatten, das sie im Verbund Aufklärung – Führung – Wirkung zur Vernetzten Operationsführung befähigt wurden.

Abteilung B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abteilung B war für die vertragliche Umsetzung der Projekte des Amtes zuständig. Sie sicherte, z. B. durch Preisprüfung, die Wirtschaftlichkeit der Beschaffung und führte die Planung, Bewirtschaftung und Abrechnung der Haushaltsmittel durch.

Abteilung C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abteilung C war für die Projektrealisierung und das Nutzungsmanagement der Systeme zur Informationsversorgung im Einsatz verantwortlich. Hierzu gehörten die Informationssysteme zur Führungsunterstützung und die Kommunikationsplattform Einsatz mit u. a. Funkkommunikationssystemen, Data Link Systemen, Satellitenkommunikationssystemen sowie verlegefähigen Netzen.[A 6]

Sonderorganisation „Grundbetrieb IT-SystemBw“ (HERKULES)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisationseinheit bearbeitete das auftraggeberseitige Projektmanagement und -controlling HERKULES.

Abteilung G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgaben „Informationssysteme Unterstützung“ der Abteilung G umfassten die Steuerung der Softwarepflege und -änderung der bestehenden Fachinformationssysteme der Bundeswehr (Systeme in Nutzung) sowie Nutzungs- und Produktmanagement für die aus der Realisierung von SASPF (Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien) übernommenen Anteile.

Realisierungsorganisation SASPF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Realisierungsorganisation SASPF – ein temporäres Organisationselement – war verantwortlich für die Realisierung von SASPF in der Bundeswehr. Mit Einführung von SASPF für administrative und logistische Aufgaben wurden die bisherigen Systeme in Nutzung so weit wie möglich durch eine SAP R/3-basierte Lösung schrittweise abgelöst.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mit dem IT-AmtBw versuchte die Bundeswehr erstmals, Aufgaben des Bedarfsträgers (Bedarfsfeststellung, Materialverantwortung) und des Bedarfsdeckers (Entwicklung und Einführung von Informationstechnik) unter einem Dach zusammenzuführen. Um den rechtlichen Vorgaben (Artikel 87a / 87b GG) zu entsprechen, wurde das Amt trotz Aufgabenzusammenführung organisatorisch im Bereich der Wehrverwaltung angesiedelt (nachzulesen im Haushaltsgesetz). Insofern trägt die häufig zu hörende Kritik, die Konstruktion sei nicht im Einklang mit dem Grundgesetz, nicht. Die Aufgabenzusammenführung wurde in der Form auch für die Neugründung BAAINBw übernommen.
  2. In der Liegenschaft in Rauental war auch das BWB bis zu seiner Auflösung angesiedelt. Heute sitzt hier das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.
  3. Die Abteilung Modernisierung wurde im Rahmen der Neuausrichtung eingespart, erhalten blieb die vormalige Gruppe II (Informationstechnik) als Unterabteilung IV der neuen Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (AIN).
  4. Das IT-AmtBw wurde während seiner Existenz mehrfach umorganisiert, es gab auch die Abteilungen D, E, und F. Die angegebenen Strukturen waren ab 1. April 2010 bis zur Auflösung gültig.
  5. Das IT-ZentrumBw war von der Auflösung des IT-AmtBw nur mittelbar betroffen. Es wechselte die Unterstellung zum BAAINBw.
  6. Ausgenommen davon sind die im Rahmen des HERKULES-Vertrages durch die BWI Informationstechnik zu erbringenden Leistungen der Modernisierung und des Betriebes der administrativen Informationstechnik und der Kommunikationsnetze der Bundeswehr im Inland. Dazu gehören unter anderem feste Netze, der Betrieb der Rechenzentren sowie die Bereitstellung von IT-Diensten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Aus der Geschichte des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. 30. September 2012. Bundeswehr, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  2. Bundeshaushaltsplan 2012. Einzelpan 14, Kapitel 1404. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 12. Dezember 2013 (pdf).