Ingrid Haebler

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Haebler in dem Keukenhof (1966)

Ingrid Haebler (* 20. Juni 1929 in Wien) ist eine österreichische Pianistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingrid Haebler ist die Tochter des Industriellen Armin Freiherrn von Haebler und seiner Ehefrau Charlotte von Schüch. Aufgewachsen in Polen, erhielt mit sechs Jahren von ihrer Mutter den ersten Klavierunterricht. Es folgten bald auch erste Kompositionsversuche. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges siedelte sie mit ihrer Familie nach Salzburg über, wo sie als Elfjährige ihr Konzertdebüt mit einem Stück von Mozart und einer eigenen Komposition gab. Danach studierte sie bei Paul Weingarten in Wien und schließlich am Salzburger Mozarteum. 1950 ging sie nach Genf zu weiteren Studien bei Nikita Magaloff und nach Paris zu Marguerite Long.[1]

Ingrid Haebler gewann zweimal den 2. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in Genf und 1954 den Ersten Preis beim Wettbewerb der ARD. Danach begann ihre Weltkarriere. Seit 1969 war Ingrid Haebler Professorin am Salzburger Mozarteum.

Ingrid Haebler wurde vor allem durch ihre Interpretation des Klavierwerkes von Wolfgang Amadeus Mozart bekannt.[1] Gelobt wurde die Natürlichkeit und schlichte Diktion ihres Spiels sowie die Nüchternheit in der Darstellung gepaart mit Wärme und Gefühl, ein „singendes Allegro“.[1] Mit Henryk Szeryng und mit Arthur Grumiaux nahm sie Mozarts Violinsonaten auf.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Gerhard R. Koch: Im Zeichen Mozarts. Der Pianistin Ingrid Haebler zum Neunzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. Juni 2016, S. 16.
  2. Inschrift Deutschordenshof, Durchgang: Ingrid Haebler 1970 (abgerufen am 7. Juni 2014).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]