Jakob Funke

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Jakob Funke (* 4. Mai 1901 in Essen; † 1. Februar 1975 in Essen-Bredeney) war ein deutscher Verleger, Journalist und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakob Funke wurde als Sohn eines Handwerkers geboren. Nach seiner Schulzeit war Funke als Journalist in Essen tätig. Er arbeitete zunächst bei der Rheinisch-Westfälischen Zeitung und wurde 1926 Redakteur beim Essener Anzeiger.[1] Als die Nationialsozialisten 1941 das Ende des Essener Anzeigers erzwangen, war er dessen Chefredakteur.[2] Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war er als Büroleiter beim Deutschen Nachrichtenbüro in Essen tätig.[1]

Funke, der sich nach dem Krieg der CDU angeschlossen hatte, gründete 1948 gemeinsam mit dem Journalisten und Sozialdemokraten Erich Brost die Tageszeitung Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ).[3] Beide verfügten über jeweils 50 Prozent der Gesellschaftsanteile am Verlag.[4] Bis zu seinem Lebensende fungierte Funke als Verlagsleiter und Mitherausgeber der WAZ.[1] Ein Jahr nach seinem Tod wurde das Unternehmen in Zeitungsgruppe WAZ umbenannt.

Funke war verheiratet und hatte vier Töchter: Gisela Holthoff, Renate Schubries, Ute de Graffenried und Petra Grotkamp (seit 1960 verheiratet mit Günther Grotkamp). Er wurde auf dem Friedhof Bredeney in Essen beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Haunfelder: Nordrhein-Westfalen. Land und Leute 1946-2006: Ein biographisches Handbuch. Aschendorff-Verlag, Münster 2006, ISBN 978-3-402-06615-7, S. 161.
  • Erwin Dickhoff: Essener Köpfe. Hrsg.: Stadt Essen–Historischer Verein für Stadt und Stift Essen. Klartext-Verlag, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1231-1, S. 112.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Elisabeth Klaus (Hrsg.) et al.: Medienfrauen der ersten Stunde. „Wir waren ja die Trümmerfrauen in diesem Beruf“. Edition Ebersbach im eFeF-Verlag, Zürich 1993, ISBN 3-905493-42-X, S. 233.
  2. Westdeutsche Allgemeine Zeitung: Die Gründer
  3. Katharina Heimeier: Eigentümerstrukturen deutscher Zeitungsverlage. Eine Betrachtung der Entwicklung und Organisation klassischer Familienverlage im Vergleich mit alternativen Eigentumsformen. De Gruyter, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-030156-4. S. 153.
  4. Erich Schumann ist tot: Miteigentümer der WAZ-Mediengruppe im Spital gestorben