Jumanji

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Dieser Artikel behandelt den Abenteuerfilm Jumanji aus dem Jahr 1995. Für die Fortsetzung aus dem Jahr 2017 siehe Jumanji: Willkommen im Dschungel.
Filmdaten
Deutscher Titel Jumanji
Originaltitel Jumanji
Produktionsland USA
Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Joe Johnston
Drehbuch Greg Taylor
Jim Strain
Chris Van Allsburg
Jonathan Hensleigh
Produktion Scott Kroopf
William Teitler/Columbia
Musik James Horner
Kamera Thomas E. Ackerman
Schnitt Robert Dalva
Besetzung
Synchronisation

Jumanji ist ein US-amerikanischer Fantasy-Abenteuerfilm aus dem Jahr 1995 von Joe Johnston.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt im Jahr 1869 und zeigt, wie zwei Jungen nachts in einem Waldstück eine Holzkiste vergraben in der Absicht, dadurch etwas Unheimliches loszuwerden.

Nach einer Zeitblende in das Jahr 1969 wurde dieser Ort mittlerweile zu einer Baustelle. Alan Parrish, Sohn eines Schuhfabrikanten und dem Terror einer Jugendgang ausgesetzt, stößt in der Baugrube auf die Kiste. Er öffnet sie und findet darin ein altes Würfelspiel. Alan beginnt dieses Spiel mit seiner Freundin Sarah Whittle zu spielen. Das stellt sich aber bald als großer Fehler heraus. Einmal angefangen, muss dieses Spiel zu Ende gespielt werden. Bereits beim ersten Zug von Sarah erscheinen aus dem Kamin Fledermäuse; anschließend wird Alan bei seinem ersten Zug in den Dschungel (sprich: in das Spiel) „gesaugt“.

26 Jahre später ziehen die Waisen Judy und Peter Sheperd in Begleitung ihrer Tante Nora in das ehemalige prunkvolle Haus von Alans Eltern ein. Auch sie entdecken Jumanji und setzen das Spiel fort. Glücklicherweise können sie den um 26 Jahre gealterten Alan aus dem magischen Dschungel befreien. Um das Spiel fortzusetzen, müssen sie Sarah finden und zum Weiterspielen überreden. Bei jedem Zug erscheint ein weiteres Hindernis, das sie auf ihrem Weg zum Ziel behindert. Diese „Hindernisse“ sind Tiere (z. B. Moskitos, Affen, ein Löwe, eine Herde Elefanten), Naturkatastrophen (Monsun, Treibsand, Erdbeben), Stampede u. Ä. aus dem Dschungel. Gemeinsam mit der durch das damalige Ereignis traumatisierten und etwas hysterisch gewordenen Sarah beenden sie nach vielen Abenteuern schließlich den von Jumanji hervorgerufenen Spuk.

Nachdem das Spiel beendet ist, dreht sich die Zeit bis zu dem Zeitpunkt zurück, bevor Alan und Sarah das Spiel begonnen hatten. Beide sind wieder die Kinder von damals, behalten jedoch die Erinnerung an ihre Erlebnisse. Jumanji werfen sie mit Steinen beschwert in einen Fluss. Alan versöhnt sich mit seinem Vater, mit dem er am Anfang des Films zerstritten war. Zusammen können Alan und Sarah, die nun ein gemeinsames Leben führen, im Jahr 1995 den Unfall verhindern, bei dem Judys und Peters Eltern starben. Man sieht allerdings in der letzten Szene, wie Jumanji an einen Strand angeschwemmt wird und die vom Spiel erzeugten Trommelklänge Spaziergänger anlocken.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Chris Van Allsburg, der mit dem 1981 erschienenen Buch ein Jahr später die Caldecott Medaille gewann. Das weitverbreitete Brettspiel Parcheesi war vermutlich die Inspiration für das Spiel Jumanji im Buch und Film.

Bei einem geschätzten Budget von 50 Millionen US-Dollar nahm der Film allein in den USA 100 Millionen Dollar ein. Weltweit waren es 262 Millionen Dollar.[1]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synchronisation übernahmen:[2][3]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Alan Parrish Robin Williams Peer Augustinski
Judy Sheperd Kirsten Dunst Laura Maire
Peter Sheperd Bradley Pierce Benjamin Krause
Sarah Whittle Bonnie Hunt Katharina Lopinski
Nora Sheperd Bebe Neuwirth Sibylle Nicolai
Carl Bentley David Alan Grier Thomas Rau
Sam Parrish / van Pelt Jonathan Hyde Joachim Höppner
Carol Anne Parrish Patricia Clarkson Dagmar Dempe
Alan Parrish – 1969 Adam Hann-Byrd Manuel Straube
Sarah Whittle – 1969 Laura Bell Bundy Natalie Löwenberg

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein in den Actionszenen rasant inszeniertes Fantasy-Abenteuer, das weniger auf Humor und Poesie als auf Horroreffekte setzt. Auf die Perfektionierung der animatorischen Tricktechnik wurde mehr Sorgfalt verwandt als auf die Entwicklung der Geschichte und die Durchzeichnung der Figuren. Wegen teilweise beängstigender Effekte und altbackener Rollenklischees keine Unterhaltung für jüngere Zuschauer.“

„Regisseur Joe Johnstons hat seinen munteren Familienfilm ganz auf die Computer-Tricks zugeschnitten. An ihnen sieht man allerdings auch, welch eine rasante Entwicklung die Tricktechnik seither genommen hat, denn manches wirkt heute schon wieder ein wenig veraltet. Das gibt unter dem Strich eine unterhaltsame Nummernrevue, in der Robin Williams einmal mehr nach Herzenslust den Kasper machen kann.“

„Einwände gegen die holprige Story werden von Nashörnern plattgemacht. Die seinerzeit revolutionären Tricks sind heute leicht angestaubt. Wohl auch deshalb wird "Bad Teacher"-Regisseur Jake Kasdan bald ein Remake drehen. Fazit: Effektsafari von gestern, aber zeitlos flott.“

Rezeption und Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum und der deutsche Film Manatu – Nur die Wahrheit rettet Dich basieren in wesentlichen Teilen auf dem Konzept von Jumanji.

Im Dezember 2017 erscheint die Fortsetzung Jumanji: Willkommen im Dschungel.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erschien in Deutschland zuerst auf VHS, im Jahr 2011 erschien Jumanji auf Blu-ray Disc.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saturn Awards
  • 1996 – Auszeichnung in der Kategorie Beste Spezial Effekte für Stan Parks
  • 1996 – Auszeichnung für Bonnie Hunt als Beste Nebendarstellerin
Young Artist Awards
  • 1996 – Auszeichnung in der Kategorie Best Family Feature – Action-Adventure[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einspielergebnisse laut Internet Movie Database
  2. http://www.dubdb.de/filmtab.php?suche=Jumanji
  3. http://www.synchronkartei.de/index.php?action=show&type=film&id=1741
  4. Jumanji. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  5. Filmkritik auf prisma.de
  6. Filmkritik auf cinema.de
  7. Auszeichnungen laut Internet Movie Database