Karl Ahrens

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Karl Ahrens (* 13. März 1924 in Hilter; † 6. März 2015)[1] war ein deutscher Politiker (SPD) und von 1969 bis 1990 (6. bis 11. Wahlperiode) Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft studierte Ahrens Jura und wurde zum Dr. jur. promoviert. Später war er als Ministerialdirektor im niedersächsischen Innenministerium tätig. Weitere Tätigkeiten: Stadtdirektor in Northeim, Direktor im Kommunalverband Großraum Hannover und Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen e.V. im Deutschen Siedlerbund e.V. – jetzt Verband Wohneigentum e.V.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1942 trat Ahrens in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 9.128.937).[2]

Er war vom 20. Oktober 1969 bis zum 20. Dezember 1990 für Niedersachsen Abgeordneter der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) im Deutschen Bundestag. Bei den Bundestagswahlen 1969, 1972 und 1976 gewann er das Direktmandat im Wahlkreis Holzminden. Bei den drei folgenden Wahlen zog er jeweils über die Landesliste der SPD Niedersachsen ins Parlament ein.

Von 1983 bis 1986 amtierte er als Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Strasbourg. Anschließend war er dort bis 1991 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion. Bereits von 1978 bis 1982 war er Vorsitzender des Ausschusses für Raumordnung und Kommunalfragen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates gewesen. In der Versammlung der Westeuropäischen Union war er von 1983 bis 1991 Sprecher der deutschen Delegation, seit 1987 war er dort zudem Vorsitzender des Politischen Ausschusses.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Vierhaus und Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1, A–M, Saur, München 2002, ISBN 3-598-23781-2, S. 8.
  • Kürschners Volkshandbuch Deutscher Bundestag 10. Wahlperiode 1983, NDV, Rheinbreitbach.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Traueranzeige in der HAZ vom 14. März 2015
  2. Helmut Gewalt: Angehörige des Bundestags / I. - X. Legislaturperiode ehemaliger NSDAP- & / oder Gliederungsmitgliedschaften (pdf-Datei, abgerufen am 19. November 2011; 63 kB).
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)