Kazim Akboga

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Kazim Akboga (* 20. August 1982 in Schweinfurt[1] als Kazım Akboğa; † 9. Februar 2017 in Falkensee) war ein deutscher Werbetexter, YouTuber und Musiker. Bekannt wurde er 2015 mit seinem Lied Is mir egal.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akboga wuchs als Sohn türkischer Einwanderer in Schweinfurt auf.[2] Sieben Jahre lang betrieb er zusammen mit seinen Eltern einen Dönerladen. Danach absolvierte er eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten für Englisch und Spanisch.[2][3] Parallel entstanden erste Gedichte und Texte.[2] Mehrere Jahre arbeitete er in Hamburg als Werbetexter.[3] 2013 zog er nach Berlin-Neukölln, wo er kurzzeitig weiter in einer Werbeagentur beschäftigt war und sich dann auf seine Musik konzentrierte, die er über YouTube veröffentlichte.[2]

2014 veröffentlichte er sein Album Albüm is mir egal, auf dem auch das Musikstück Is mir egal enthalten war. Mit diesem trat Akboga im Februar 2015 bei der 12. Staffel der Casting-Show Deutschland sucht den Superstar auf. Zwar konnte er mit seinem Auftritt nicht den Recall in der Show erreichen, wurde aber einem breiteren Publikum bekannt, was zu einer viralen Verbreitung des Songs im Internet führte.[4]

Im Dezember 2015 verwendeten die Berliner Verkehrsbetriebe eine Abwandlung das Musikstücks für einen Werbeclip, in dem Akboga als Fahrkartenkontrolleur und Busfahrer auftrat. Diese Aktion wurde ein durchschlagender Erfolg, binnen der ersten sechs Stunden sahen sich bereits 640.000 Menschen auf der BVG-Facebook-Seite das Video an, das Video verbreitete sich global viral und erreichte bald über 10 Millionen Aufrufe.[5][6] Den Kult gewordenen Spruch „Is mir egal“ ließ er sich auch auf seinen Oberarm tätowieren.[7]

2016 war Akboga mit seinem Titel Kebab get up erneut bei Deutschland sucht den Superstar und konnte auch hier die Jury nicht überzeugen.[8] Akboga war in Felix Charins Spielfilm Therapie aus dem Jahr 2016 in einer Nebenrolle zu sehen. In einer Folge der Serie Der Wedding kommt trat er 2017 noch einmal in der Rolle eines Kontrolleurs auf. Später erschienen weitere Musikstücke. Live trat Akboga unter anderem mit dem Stimmungssänger Willi Herren und dem Rapper Serc auf. Im Ullstein Verlag erschien im März 2017 sein Buch Zebra ist schwarz und weiß – und trotzdem glücklich.

Im Februar 2017 beging Akboga im Alter von 34 Jahren Suizid.[9][10]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Albüm is mir egal
  • 2014: Is mir egal
  • 2014: Weihnach is da!
  • 2015: Serc feat. Kazim Akboga – Is’ mir egal
  • 2015: Willi Herren und Kazim – Is’ mir egal
  • 2016: Deutschland is gute Land
  • 2016: Ficken für den Frieden
  • 2016: Ganz normal
  • 2016: Kebab get up

Schrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lieber Kazim, Du bist uns nicht egal. In: RTL.de, 18. Februar 2017
  2. a b c d Doris Akrap: Er war niemals egal. In: die tageszeitung, 14. Februar 2017.
  3. a b Sören Kittel: „Is mir egal“: Comedian Kazim Akboga hat keinen Ehrgeiz. In: Berliner Morgenpost, 7. Juli 2016.
  4. DSDS 2015: Kazim Akboga kann mit seinem eigenen Song „Is’ mir egal“ nicht punkten. In: RTL, 10. Februar 2015.
  5. BVG „Is mir egal“ (feat. Kazim Akboga). In: YouTube, 11. Dezember 2015.
  6. Neues Kult-Video: Kazim Akboga wird zum BVG-Superstar. In B.Z. vom 11. Dezember 2015
  7. Nicht der erste Selbstmordversuch: Jetzt spricht der Vater des toten Kazim Akboga. In: express.de. 15. Februar 2017, abgerufen am 13. Juli 2017.
  8. DSDS 2016: Kazim Akboga kann die Jury mit „Kebab get up“ nicht überzeugen. In: RTL, 16. Januar 2016.
  9. Boris Rosenkranz: Is nicht egal. In: uebermedien.de, 16. Februar 2017.
  10. "Is mir egal"-Sänger: Kazim Akboga ist tot. In: Spiegel Online. 14. Februar 2017 (spiegel.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).