Kazushi Ōno

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kazushi Ōno (jap. 大野 和士, Ōno Kazushi, geboren 1960 in Tokio) ist ein japanischer Dirigent.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ono studierte an der Tokyo National University of Fine Arts and Music und war Schüler von Leonard Bernstein in Tanglewood und von Wolfgang Sawallisch und Giuseppe Patanè an der Bayerischen Staatsoper in München. 1987 gewann er den ersten Preis beim internationalen Arturo -Toscanini-Wettbewerb für Dirigenten.

Von 1990 bis 1996 war er Chefdirektor des Sinfonieorchesters von Zagreb, danach bis 2002 Generalmusikdirektor der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, wo er den kompletten Ring des Nibelungen von Wagner aufführte. Daneben war er Erster Dirigent des Tokyo Philharmonic Orchestra. 2002 folgte er Antonio Pappano als musikalischer Direktor des Königlich Belgischen Opernhauses La Monnaie nach. Hier führte er u. a. Strauss' Elektra, Mozarts Don Giovanni, Brittens Peter Grimes, Wagners Tannhäuser, Verdis Aida und Strauss' Die Frau ohne Schatten auf. Ab 2008/09 ist Ono an der Opera de Lyon als Künstlerischer Leiter verpflichtet, weiterhin gastiert er u .a. an der Metropolitan Opera, der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala, u. a. mit drei Konzerten mit Gustav Mahlers 7. Symphonie.

Seit 2015 ist er Chefdirigent des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und des Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya. Daneben wirkt er u. a. als Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra, des Boston Symphony Orchestra, des NDR Sinfonieorchesters, des Gewandhausorchesters, der Münchner Philharmoniker, des Danish National Radio Symphony Orchestra, des BBC Symphony Orchestra, des Orchesters der RAI in Turin, des Ensemble intercontemporain, des City of Birmingham Symphony Orchestra, des Orchestre Philharmonique de Radio France und des Radio Symphonie Orchesters Wien.

Das besondere Interesse Onos gilt den Komponisten des 20. Jahrhunderts, und er dirigierte u. a. Werke von Olivier Messiaen, György Ligeti, Wolfgang Rihm, Mauricio Kagel, Salvatore Sciarrino, Sofia Gubaidulina, Alfred Schnittke, Toru Takemitsu, Toshio Hosokawa und John Adams sowie die japanischen Erstaufführungen von Hans Werner Henzes achter und neunter Sinfonie. Er dirigierte auch die Uraufführungen von Luca Francesconis Ballatta, Toshio Hosokawas Hanjo, Philippe Boesmans' Julie und – am 12. November 2017 in der Oper FrankfurtArnulf Herrmanns Der Mieter, inszeniert von Johannes Erath.[1]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard R. Koch: Es tropfen die Hähne, es klopfen die Nachbarn, Wenn Wohnen zum Albtraum wird: Arnulf Herrmanns Oper „Der Mieter“ nach dem Roman von Roland Topor erlebt ihre Uraufführung in Frankfurt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, aktualisiert am 14. November 2017