Kiel-Südfriedhof

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Südfriedhof
Stadt Kiel
Koordinaten: 54° 18′ 43″ N, 10° 7′ 0″ O
Fläche: 3,19 km²
Einwohner: 14.895 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 4.674 Einwohner/km²
Postleitzahl: 24114
Vorwahl: 0431
Karte
Lage von Südfriedhof in Kiel

Südfriedhof ist ein Stadtteil von Kiel.[1]

Stadtteilgrenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Stadtteil Südfriedhof wird das Gebiet bezeichnet, das im Norden von dem Hasseldieksdammer Weg, im Nordosten von dem Kronshagener Weg, der Hermann-Weigmann-Straße, der Ringstraße, dem Sophienblatt, der Raiffeisenstraße und dem Hörnufer begrenzt wird; im Osten dann durch eine Gerade zwischen Südostecke der Hörn, durch die Gablenzstraße, die Werftstraße und die Straße Zum Brook; im Süden entlang der Bahnlinie; ferner südwestlich des Fernheizwerks Kiel-Süd und der Müllverbrennungsanlage und westlich von plaza und der Kfz-Zulassungsstelle. Ferner gehören zum Stadtteil die Dudweilerstraße und Mettlachstraße mit allen Grundstücken sowie ein Teil der Ottweilerstraße. Von der Ecke Arfrade/Mühlenweg geht die Grenze nordwärts zur Autobahn, entlang der Autobahn bis zur Bahnlinie am Hasseldiek und nordwärts bis zum Übergang der Hofholzallee in den Hasseldieksdammer Weg.[2]

Im Nordwesten grenzt der Stadtteil Hasseldieksdamm an, im Norden der Stadtteil Schreventeich, im Osten die Stadtteile Exerzierplatz und Gaarden-Ost, im Süden Gaarden-Süd und Kronsburg sowie im Süden und Westen der Stadtteil Hassee.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kieler Stadtfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahrhunderten nach der Gründung Kiels gehörte der größte Teil des heutigen Stadtteils Südfriedhof zu dem Kieler Stadtfeld. Es wurde als Weide- und Ackerland genutzt. Am Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte eine Unterteilung in Haupt- und Nebenschläge. Aus dieser Zeit stammen z. B. die Namen Prüner Schlag, Stadtfeldkamp, Hummelwiese, Moorteich, Papenkamp und Lehmbrook, die noch heute gebräuchlich sind.[3]

Straßen und Wege im 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitt aus der Karte Nr. 21 von Major Gustav Adolf von Varendorf

Bereits 1789 sind auf der „Topographisch Militärischen Charta des Herzogtums Holstein (1789–1796)“ Nr. 21 von Major Gustav Adolf von Varendorf folgende Straßen und Wege – noch ohne Namen – eingezeichnet:

  • Königsweg – gilt als älteste Zugangstraße nach Kiel. Bereits 1426 als Teilstück der Verbindung Jütland-Altona als „Via Regia“ der dänischen Könige genannt.
  • Hamburger Chaussee – ab dem heutigen Rondeel, als Fortsetzung des Königsweges. Alte Heerstraße von Kiel nach Hamburg.
  • Lübecker Chaussee – ab dem heutigen Rondeel. Alte Heerstraße von Kiel nach Lübeck.
  • Sophienblatt – Verbindungsstraße zwischen Vorstadt und Rondeel. Erstmals 1658 als „Salvienblade“ erwähnt. Salvia – eine zum Bierbrauen benutzte Hopfenart, die hier angepflanzt wurde. Aus Salvienblatt, Sefienblatt entwickelte sich Sophienblatt.
  • Winterbeker Weg – ehemalige Landstraße zwischen Vorstadt und dem Dorf Winterbek.
  • Hasseer Weg – ehemaliger Verbindungsweg zwischen Vorstadt und der Dorfstraße in Hassee. Heute: Kirchhofallee, Saarbrückenstraße, Hasseer Straße.[4]

Bekannte Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friedhof wurde am 30. April 1869 unter dem Namen Neuer Kirchhof eingeweiht. Im Jahre 1901 erhielt er seinen heutigen Namen. Nach ihm ist auch der Stadtteil benannt.
Erbaut zwischen 1895 und 1911.
Eingeweiht 1909.
Erbaut zwischen 1922 und 1926.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grund- und Hauptschule
Jahnschule
  • Realschule
Klaus-Groth-Schule
  • Gymnasien
Käthe-Kollwitz-Schule
Max-Planck-Schule
Berufliche Schule am Schützenpark – Technik
Berufliche Schule am Schützenpark – Bau und Nahrung
Berufliche Schule am Schützenpark – Sozialwirtschaft
Ludwig-Erhard-Schule – Europaschule
Berufliche Schule am Königsweg – Sozialwirtschaft und Sozialpädagogik

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heilandskirche (ev.-luth.)
  • Neuapostolische Kirche – Einweihung 24. Juni 1951[5]
  • St.-Jürgen-Kirche (ev.-luth.) – Grundsteinlegung 3. Juli 1954, Einweihung 12. Dezember 1954
  • Vicelin-Kirche (ev.-luth.) – Grundsteinlegung 24. April 1949, Einweihung 12. März 1950[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Bevölkerung in den Kieler Stadtteilen 2014. (PDF) Landeshauptstadt Kiel
  2. a b Stadtplan der Stadt Kiel herausgegeben von der Stadt Kiel mit detaillierten Stadtteilgrenzen
  3. Vera Stoy:Kiel auf dem Weg zur Großstadt, Kiel 2003
  4. Hans-G. Hilscher, Dietrich Bleihöfer: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch das Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Februar 2017 (Suchbegriff hier eingeben: kiel.de).
  5. http://nak-norddeutschland.de/index/bezirke-gemeinden/bereich-hamburg/kiel/gemeinden/kiel-mitte/chronik.html
  6. Vicelin-Kirche. In: archINFORM; abgerufen am 10. Februar 2010.