Kik Messenger

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Kik Messenger
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Entwickler Kik Interactive Inc.
Erscheinungsjahr Oktober 2010
Aktuelle Version 10.7.0.6811  (Android
Google Play Store)
22. Juni 2016[1]

10.7.0 iOS
25. April 2016[2]

1.2.0 (Windows 10 Mobile)
10. April 2012

Betriebssystem Android, iOS, Blackberry OS (5, 6, 7) Nokia Series 40, Windows 10 Mobile
Kategorie Instant Messaging
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
www.kik.com

Kik Messenger ist ein kostenloser, seit 2010 verfügbarer Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones und Tablets. Die Software lässt sich über die offiziellen Vertriebskanäle der jeweiligen Plattformen wie Google Play, iTunes Store oder dem Windows Store beziehen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2009 wurde die Kik Interactive Inc. von Studenten der University of Waterloo in Ontario, Kanada gegründet. Nach der Veröffentlichung der ersten Version des Kik Messengers im Oktober 2010 wuchs die Nutzerzahl beständig an.

Im November 2013 verzeichnete die kostenlose App über 100 Millionen Benutzer. Die Mehrheit der User des Messengers ist zwischen 11 und 15 Jahre alt.[4]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kik Messenger gehört zur Gruppe der Instant-Messaging-Programme und ist im Gegensatz zu SMS kein eigener Dienst des Mobilfunkanbieters, sondern nutzt den Internetzugang. Die Anwendung ist für die Betriebssysteme Android, Apple iOS, Blackberry OS, Nokia Series 40 und Windows Phone erhältlich.

Kik lässt sich auch auf nicht-GSM-fähigen Mobilgeräten installieren, etwa Tablet-Computern.[5]

Zusätzlich zum Senden von Textnachrichten besteht die Möglichkeit, Foto- und Videodateien auszutauschen sowie YouTube-Videos und selbstgezeichnete Bilder, so genannte Sketches, zu teilen.

Zum Kontaktieren anderer Benutzer wird nicht deren Telefonnummer, sondern deren Benutzername verwendet. Es gibt keine Kontaktanfrage. Personen können ohne deren explizite Einwilligung kontaktiert werden.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriminologen und Jugendschützer warnen, Kik Messenger sei für Pädokriminelle besonders attraktiv, weil Chats anonym ohne Angabe der Handynummer und der Tausch von Mediendateien uneingeschränkt möglich sind. Im Bewertungsbereich des Play Stores finden sich ausdrücklich an Minderjährige gerichtete Kontaktgesuche wie auch Nutzer, die sich gegen Kontaktanbahnungen durch Pädophile wehren.[4]

Anfang 2016 versuchte ein Anwalt den Inhaber des npm-Paketes kik zur Umbenennung seiner Software zu zwingen, da er damit Namensrechte verletzt habe. Nachdem der Paketinhaber sich weigerte, wurde ihm vom npm-Support das Besitzrecht am Paket mit dem Namen kik entzogen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Downloadseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 23. Juni 2016.
  2. Downloadseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 15. Juni 2016.
  3. Kik.com, abgerufen am 31. März 2015
  4. a b golem.de: Whatsapp-Alternative und Jugendschutz: Kriminologe warnt vor Kik-Messenger, 28. Februar 2014, abgerufen am 31. März 2015
  5. Kik.com About, abgerufen am 31. März 2015
  6. Azer Koçulu: I’ve Just Liberated My Modules. In: Medium. 22. März 2016, abgerufen am 25. März 2016.