ARA Winterthur-Hard

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Abwasserreinigungsanlage (ARA) von Stadtwerk Winterthur
Die Kläranlage nach der Erweiterung 1991
Die Kläranlage nach der Erweiterung 1991
Lage: Winterthur-Hardau
Ablauf: Töss
Abwasserreinigung von: Winterthur, Brütten, Kyburg, Turbenthal, Wiesendangen, Wila und Zell sowie teilweise von Elsau, Fischingen, Sternenberg, Weisslingen und Wildberg.
ARA Winterthur-Hard (Kanton Zürich)
ARA Winterthur-Hard
Koordinaten 692548 / 263461Koordinaten: 47° 30′ 55″ N, 8° 40′ 2″ O; CH1903: 692548 / 263461
Daten zum Bauwerk
Ausbaugröße: 180'000[1]
Angeschlossener Einwohnerwert: 123'535[1]
Bauzeit: 1951
Wassermengen
Abwassermenge: 55.000 m³/a
Mittlere Ablaufwerte
BSB5: 2 mg/l
Pges: 0,5 mg/l
NH4-N: 0,009 mg/l
Reststoffe
Schlammtrockenmasse: 320 m³/Tag
Energieerzeugung
Klärgaserzeugung: 4500 m³/Tag
Stromerzeugung: 1.700.000 kWh/a
Technische Einrichtungen
Sonstiges

Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) in der Hard ist die ARA der Stadt Winterthur und wird von Stadtwerk Winterthur betrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ARA Hard während des Ausbaus 1989

Am 21. Mai 1939[2] bewilligte der Winterthurer Souverän den Bau einer mechanischen Kläranlage. Hierfür musste ein Teil des Hardwalds gerodet werden, der südlich der Kläranlage aufgeforstet werden musste.[3] Nach einigen auch kriegsbedingten Verzögerungen wurden die ersten Teile 1949 und die ganze Anlage bis 1951[1] in Betrieb genommen. 1966 wurde die Anlage um eine biologische Reinigungsstufe ergänzt. Zehn Jahre wurde die ARA um eine Schlammentwässerung und eine Verbrennungsanlage erweitert, 1979 kam die Anlage zur Phosphatausfällung hinzu.

Von 1986 bis 1992 wurde die ARA für 100 Millionen Franken einer Totalrevision unterzogen und vergrössert, um damit die Anforderungen des 1971 verabschiedeten Wasserschutzgesetzes zu erfüllen.[4] 2015 wurde ein zweiter Faulturm in Betrieb genommen.[5]

Bis ins Jahr 2035 sollen im Rahmen des Projekts Abwasserfreies Tösstal zusätzlich die Gemeinden Bauma und Weisslingen, die bisher eigene Kläranlagen betreiben, an die ARA Winterthur-Hard angeschlossen werden. Die entsprechende Vorlage wurde von der Stimmbevölkerung sechs betroffenen Gemeinden des Tösstals sowie Winterthur 2019 angenommen.[6]

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundweg Winterthur führt um die ARA Winterthur-Hard herum und bietet dabei von einer Aussichtsplattform her einen Überblick über die Kläranlage.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kläranlage Hard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c ARA Winterthur-Hard, Winterthur. (PDF) Baudirektion Kt. Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, abgerufen am 9. September 2019.
  2. Stadt Winterthur (Hrsg.): Klaro, der kleine Tropf. Eine Geschichte zum Ausbau der Kläranlage Hard Winterthur 1001. 3. Auflage. Winterthur 1996.
  3. Michael Wiesner: Rodungen im Hardwald vor dem Zweiten Weltkrieg. In: waldzeit.ch. 2. April 2013, abgerufen am 9. September 2019.
  4. Abwasserreinigung in Winterthur. (PDF; 545 KB) Zahlen, Daten und Fakten zur Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Winterthur. Stadtwerk Winterthur, Dezember 2015, abgerufen am 9. September 2019.
  5. Zweiter Faulturm für Abwasserreinigungsanlage in Betrieb. Stadt Winterthur, 27. Oktober 2015, abgerufen am 9. September 2019.
  6. Rafael Rohner: Zusammen zur abwasserfeien Töss. In: Der Landbote. 20. Mai 2019, S. 9 (landbote.ch).