Wila

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Wila
Wappen von Wila
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Pfäffikonw
BFS-Nr.: 0181i1f3f4
Postleitzahl: 8492 Wila
Koordinaten: 706459 / 252935Koordinaten: 47° 25′ 7″ N, 8° 50′ 58″ O; CH1903: 706459 / 252935
Höhe: 566 m ü. M.
Höhenbereich: 552–833 m ü. M.[1]
Fläche: 9,19 km²[2]
Einwohner: 1998 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 207 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
14,0 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.wila.ch
Wila

Wila

Lage der Gemeinde
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Wila ist eine politische Gemeinde im Tösstal des Bezirks Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz. Sein Mundartname: Wiile[5]

Wila, historisches Luftbild von 1920, aufgenommen von Walter Mittelholzer

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Rot drei silberne Ringe (2, 1)

Das Wappen wurde 1926 vom Schild der Herren von Breiten-Landenberg übernommen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wila liegt im Tösstal zwischen den Gemeinden Turbenthal und Bauma. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Kanton Thurgau und im Westen an die Gemeinde Wildberg. Weiler in der näheren Umgebung von Wila sind: Schalchen (SW), Tablat (SO), Aegetswil (O), Au (S) und Sitzberg (NO). Die fünf Weiler repräsentieren typische Siedlungsstandorte im Tössbergland. Wie Wilas Zentrum sind Tablat und Au Talsiedlungen, Aegetswil und Sitzberg Terrassensiedlungen auf der Hörnlikette, wobei Sitzberg (mit eigener Kirche und berühmter Orgel[6]) zur Nachbargemeinde Turbenthal gehört. Dieser rechts der Töss verlaufenden Bergkette sind auch das Steinental mit der Talsiedlung Steinen zuzurechnen und die Höhensiedlungen Schuepis, Manzenhueb und Ottenhueb auf der Hörnlikette. An die Allmenkette links der Töss lehnt sich das Dorfzentrum mit Ghöngg-, Eggeler-, Eichhalden-Quartier und Rosenberg. Schalchen wiederum ist ein Weiler auf der Allmenkette, aber zur Nachbargemeinde Wildberg gehörend. Der Landwirtschaft dienen 38,3 % der Gemeindefläche, 51 % ist Wald, 6,4 % Siedlungsgebiet, und 2,9 % dient dem Verkehr.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei archäologischen Grabungen anlässlich der Kirchenrenovation von 1978–1980 stiess man auf Spuren einer Holzkirche aus dem 7. bis 8. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in einem Steuerrodel des Bistums Konstanz aus dem Jahr 1275. Zudem ist eine abgegangene Burgstelle Auli erwähnt.

Die Herren von Breitenlandenberg besassen lange Zeit die Kollatur sowie bis 1796 auch die niedere Gerichtsbarkeit. Hugo von Hohenlandenberg (1460–1532) wurde 1496 Bischof von Konstanz.

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortsmuseum Wila wurde 2010 eingerichtet.

Windenmacherei Brüngger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Handwerk, mit Vorführungen[7]

Jakob-Stutz-Wanderweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschildeter Wanderweg Pfäffikon ZH - Sternenberg, mit Informationstafel - Stationen[8]

Von Pfäffikon ZH-Mühle Balchensthal-Isikon (Hittnau) und dem Ravensbûhl her kommend, erreicht der thematische Wanderweg die Gemeinde Wila auf der Tössegg. In Wila ist das Pfarrhaus eine wichtige Station im Leben des Volksdichters bei seinem Förderer, Pfarrer Schweizer. Der Weg führt weiter nach Ägetswil, wo Stutz mit der pietistisch- religiösen Familie Kägi befreundet war. Wieder unten an der Töss, in der Tablet, war er Hauslehrer im Arzthaus, für die beiden schwerhörigen Kinder der Arztfamilie Rebsamen. Der Weg führt der Töss entlang talaufwärts und verlässt die Gemeinde Wila zu der Stutz-Lebensstation Blitterswil, dann auf die Höhe von Matt, zur Jakobszelle und endet bei der Kirche Sternenberg.

Töss-Wasserlehrpfad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

15 km Wanderweg mit informativen Schautafeln entlang der Töss bis Sennhof oder Bauma[9].

Gübel, Giessen und Höhlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chämmerlitobel (Juckern-Blitterswil) am Chämmerlibach:

I 8 m Fallhöhe, Koord. 708484/249234;

II 25 m Fallhöhe, Koord. 708436/249262;

Schuepistobel (unter Manzenhueb) am Ars(ch)bach:

I 10 m, Koord. 707894/251515;

II 15 m, Koord. 707862/251519;

Schreizen-Giessen (unterhalb Oberschreizen an der Sitzbergstrasse):

30 m Fallhöhe, Koord. 710105/253758

Büelgiessen (im Büeltobel unterhalb Bühl an der Sitzbergstrasse):

I 10 m, Koord. 709488/253395

II 10 m, Koord. 704493/253440[10]

Toni–Höhle, überm 1. Brücklein des Guyer-Zeller-Wanderwegs Tablet-Ruine Hohenlandenberg, Höhe 630 m, Koord. 707485/251370[11]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesweit bekannt war die Schwarz Sprengtechnik AG. Sie war untrennbar verbunden mit dem Namen des Gründers und Inhabers Günter Schwarz und ging im Jahr 2005 Konkurs. Die Nachfolgerin nennt sich Schwarz Spreng- und Felsenbau AG.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die S 26 WinterthurBaumaRüti ZH der S-Bahn Zürich hält in Wila. Seit Dezember 2018 verkehrt die S 11 AarauLenzburgDietikonZürich HBStettbachWinterthurSeuzach/Sennhof-Kyburg (– Wila) der S-Bahn Zürich in den Hauptverkehrszeiten bis nach Wila. Postautolinien die in Wila verkehren:

  • 807 Turbenthal, Bahnhof — Wila, Bahnhof — Schmidrüti — Sitzberg
  • 833 Wila, Bahnhof — Schalchen — Pfäffikon ZH, Bahnhof

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsident ist seit 2016 Hans-Peter Meier (SVP).[12][13][14]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler, Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1978 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66). ISBN 3-7643-0991-1. S. 310–330.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wila – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch. 1. Auflage. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 670.
  6. Wikipedia: Barockorgel Sitzberg. (JPG) In: Wikipedia. Wikipedia, 2020, abgerufen am 22. Januar 2022.
  7. Windenmacherei Brüngger, Wyla: Alte Windenmacherei Brüngger, Wyla. Windenmacherei Brüngger, Wyla, 2017, abgerufen am 23. Januar 2022.
  8. Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Pfäffikon GGBP: Jakob-Stutz-Weg. In: Jakob Stutz, 1801–1877, der Volksdichter aus Isikon. Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Pfäffikon GGBP, 2005, abgerufen am 23. Januar 2022.
  9. Standortförderung Zürcher Oberland: Töss Wasserlehrpfad. In: Züri Oberland. Zürioberland Tourismus, 2009, abgerufen am 23. März 2022.
  10. Rudolf Bolliger: Giessen im Tösstal. 1. Auflage. Rudolf Bolliger, Weisslingen ZH 2020, ISBN 978-3-03307989-2, S. 13, 27, 33, 48, 96, 125.
  11. Richard Graf: Höhlen im Zürcher Oberland. In: Wisschenschaftliche Kommission der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung (Hrsg.): Schweizerisches Höhleninventar. Ostschweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung, Pfungen ZH 2019, ISBN 978-3-03307443-9, S. 30.
  12. zol.ch.
  13. auf wila.ch
  14. der SVP Wila@1@2Vorlage:Toter Link/www.svp-wila.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.