Elsau

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Elsau
Wappen von Elsau
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0219i1f3f4
Postleitzahl: 8352
Koordinaten: 702789 / 262631Koordinaten: 47° 30′ 23″ N, 8° 48′ 11″ O; CH1903: 702789 / 262631
Höhe: 498 m ü. M.
Fläche: 8,06 km²
Einwohner: 3558 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 402 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
16,4 % (31. Dezember 2016)[2]
Gemeindepräsident: Jürg Frutiger (FDP)
Website: www.elsau.ch
Karte
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Elsau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz.

Zu der Gemeinde gehören die Ortschaften Elsau, Räterschen, Rümikon, Ober- und Unter-Schottikon, Fulau, Unter- und Ober-Schnasberg sowie Tolhusen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Silber ein vierfach gebrochener schwarzer Schrägbalken, begleitet von zwei aufrechten schwarzen Lilien

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Elsau liegt im Eulachtal, das in der letzten Eiszeit entstanden ist. Die Landschaft ist geprägt durch Moränenhügel. Von der Gemeindefläche dienen 56.5 % der Landwirtschaft, 25.9 % ist mit Wald bedeckt, 6.1 % ist Verkehrsfläche und 10.9 % Siedlungsgebiet, 0.5 % sind Gewässer.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 60
1634 188
1771 479
1836 896
1850 909
1900 1047
1950 1348
1960 1972
2000 2900
2005 3040

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SVP hat 37.4 %, die SP 23.5 %, die FDP 17.6 %, die Grüne 7.3 %, die CVP 3.7 % und die EVP 4.0 % der Wählerstimmen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Tolhusen sind Spuren eines römischen Gutshofes gefunden worden.

Die Ortschaften Rümikon und Schottikon wurden im Jahr 829 erstmals urkundlich erwähnt. Die erste Erwähnung von Elsau als Elnesouva war im Jahr 1043. Mitte des 11. Jahrhunderts ist ein Ministerialengeschlecht «von Elsau» bezeugt, dass seinen Sitz südlich von Elsau auf dem Hügel Burgstall (auch Balchenstall genannt) hatte. Als letzter Vertreter des Geschlechts wird 1350 ein Konrad urkundlich erwähnt.[3] Zusammen mit Winterthur kam die Gemeinde 1462 unter die Herrschaft der Stadt Zürich.

1922 wurde Schottikon in die Gemeinde Elsau eingegliedert.

Kunst, Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das schulische Angebot umfasst Kindergärten, Primarschule sowie eine eigene gegliederte Sekundarschule (zusammen mit der Gemeinde Schlatt).

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Elsau sind zwei Pfadfinder-Abteilungen vertreten: Bubenberg und Eschenberg. Die Abteilung Bubenberg existiert seit 1942, Trupp Klingsor seit 1951.

Im Jahr 1962 wurde der FC Räterschen gegründet. Die 1. Mannschaft spielt in der 3. Liga.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die reformierte Kirche und ihre Bildfenster[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich – Der Bezirk Winterthur, Nördlicher Teil. (= Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 79.) Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 1986, ISBN 3-7643-1812-0. S. 334–363.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elsau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 20. September 2017.
  3. Dr. Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter. In: 285. Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Winterthur 1953, S. 70−71.
  4. Gerhard Piniel: Die Kirche Elsau und ihre Bildfenster. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 344). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1983, ISBN 978-3-85782-344-2.